Autorenarchiv: Jörg Kastning

My-IT-Brain wieder online

Vergangene Woche, genauer gesagt am 22.05.13, trat ein Datenbankproblem auf in Folge dessen My-IT-Brain nicht mehr erreichbar war.

Dank des Google-Cache konnten alle Beiträge seit dem letzten Backup rekonstruiert werden. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, dass einige Kommentare verloren gegangen sind. Sollte euer Kommentar verloren gegangen sein, bitte ich um Entschuldigung.

Damit sich Störungen dieser Art nicht wiederholen setzte ich zukünftig auf mysqldumper, um schnell und einfach Dumps der Datenbank erstellen zu können.

Die Rekonstruktion der Beiträge ist nun abgeschlossen und My-IT-Brain steht euch wieder wie gewohnt zur Verfügung.

My-IT-Brain nutzt Bot-Trap im Kampf gegen WebSpam

Seit heute nutzt auch My-IT-Brain das Page-Restrictor-Script gegen WebSpam.
Um dieses tolle und kostenlose Script nutzen zu dürfen muss man sich bei Bot-Trap.de registrieren und im Forum vorstellen. Mit dieser kleinen Sicherheitsmaßnahme wollen die Betreiber sicherstellen, dass das Script nicht von “bösen” Spammern missbraucht wird.

Nach der Freischaltung durch die Betreiber erhält man den Downloadlink für das Script und kann dieses in seine eigene Webseite einbinden.

Macht mit und sagt dem nervigen WebSpam den Kampf an.

Bildbearbeitung in der Kommandozeile

Auf Ausflügen und im Urlaub begleitet mich neben meiner Freundin meist auch meine kleine Canon IXUS, um die schönsten Urlaubsbilder festhalten zu können. Die Fotos mache ich meist mit der höchsten Auflösung. Falls ich später ein Bild in Postergröße drucken lassen möchte habe ich so keine Probleme wegen einer zu geringen Auflösung. Jedoch belegen Bilder in Hoher Auflösung schnell 3-4MB pro Bild was die SSD bei vielen Bildern sehr schnell füllt.

Zu den regelmäßigen Aufgaben nach dem Urlaub gehört daher das Bilder durchsehen und verkleinern. Denn zum Zeigen auf den Notebook oder Tablet reicht meist auch eine wesentlich kleinere Auflösung und man spart jede Menge Speicherplatz ein.

Das Verkleinern der Bilder erledige ich schnell und einfach auf der Kommandozeile. Dazu habe ich mir folgendes Skript erstellt, dem ich beim Aufruf die gewünschte Auflösung mitgebe und schon wandelt es alle Bilder im angegebenen Verzeichnis um. Dabei werden keine neuen Dateien angelegt, sondern die vorhandenen bearbeitet. Daher sollte man sicher sein welche Auflösung man will.

#!/bin/bash
# Bildgroesse reduzieren und Seitenverhaeltnis beibehalten
# Die gewuenschte Aufloesung wird abgefragt
# Author: Joerg Kastning
# Lizenz: GPLv3
# Programmbeginn
read -p "Bitte die gewünschte Auflösung eingeben (z.B. 1600): " aufloesung
ls -1 *.JPG *.jpg | while read file;
do {
mogrify -resize "$aufloesung"x"$aufloesung" "$file"
echo "Bild $file wird verkleinert."
}
done
echo "Die Bearbeitung ist beendet."
exit

Möchte man seine Bilder nun noch ins Web hochladen, um sie mit Freunden zu teilen kann man den Bildern ein Wasserzeichen hinzufügen. Wasserzeichen schützen eure Bilder davor, dass andere sie als ihren eigenen Schnappschuss ausgeben. Denn sind eure Bilder erstmal im Netz kann sie dort so gut wie jeder finden und kopieren. Beim hinzufügen der Wasserzeichen hilft das folgende Skript welches ich im Wiki von Ubuntuusers gefunden habe.

#!/bin/bash
# Wasserzeichentext in alle JPEG Bilder aus diesen Verzeichnis einfuegen
# Der Wasserzeichentext wird unten links ins Bild eingebracht
# Sie koennen folgende Parameter anpassen:
Textabstandvonlinks=10
Textabstandvonunten=10
Schriftgroesse=10
PfadFonts="/usr/share/fonts/truetype/msttcorefonts"
# Pfad ist je nach Distribution unterschiedlich!
Schriftart="Arial.ttf"
Schriftfarbe="white"
# Moegliche Farben koennen aufgelistet werden mit dem Befehl: convert -list color
Wasserzeichentext="Copyright Joerg Kastning"
# Programmbeginn
echo "Textabstand von links: $Textabstandvonlinks"
echo "Textabstand von unten: $Textabstandvonunten"
echo "Schriftgoesse: $Schriftgroesse"
echo "Schriftart: $Schriftart"
echo "Schriftfarbe: $Schriftfarbe"
echo "Wasserzeichentext: $Wasserzeichentext"
echo " "
ls -1 *.JPG *.jpg | while read file;
do {
horizontal=`identify -verbose $file | grep Geometry: | awk {'print $2'} |cut -d"x" -f 1`
vertikal=`identify -verbose $file | grep Geometry: | awk {'print $2'} |cut -d"x" -f 2`
X=$Textabstandvonlinks
Y=$(($vertikal - $Textabstandvonunten))
convert
-font $PfadFonts/$Schriftart -pointsize $Schriftgroesse -fill
$Schriftfarbe -draw "text $X, $Y '$Wasserzeichentext'" "$file"
"`basename Wasserzeichen_"$file"`";
echo "Bearbeite Datei $file"
}
done
echo "Wasserzeichen wurden erfolgreich eingearbeitet"
exit
# Programmende

Diese beiden Skripts machen aus der Skalierung und dem Hinzufügen von Wasserzeichen ein Kinderspiel. So macht Bildbearbeitung in der Kommandozeile Spaß.

Ergänzung vom 15.12.2017

Beim Aufräumen und Sortieren meiner Bilder entstand eine neue Anforderung, die ich mit den beiden bisherigen Skripten nicht abdecken konnte. Datum und Uhrzeit der Aufnahme, sollten aus den EXIF-Informationen extrahiert und in den Dateinamen kodiert werden. Diese Aufgabe werde ich fortan mit folgendem Python-Skript erledigen:

#!/usr/bin/env python3
# -*- encoding: utf-8 -*-
#
# Beschreibung:
# Dieses Skript dient der Verarbeitung von JPEG-Dateien. Es wertet das
# Attribut 'EXIF DateTimeOriginal' aus und benennt die verbeiteten Dateien
# um, so dass diese dem Muster '_img.jpg' entsprechen.
#
# Autor:    Tronde (https://ubuntuusers.de/user/Tronde/)
# Lizenz:   GPLv3 (http://www.gnu.de/documents/gpl.de.html)

import os
import exifread
import argparse

def main():
    parser = argparse.ArgumentParser(description="Dieses Skript dient der Verarbeitung von JPEG-Dateien. Es wertet das Attribut 'EXIF DateTimeOriginal' aus und benennt die verbeiteten Dateien um, so dass diese dem Muster  entsprechen.")
    parser.add_argument("-s", "--source-dir", required=False, default='.', dest="src", help="Quell-Verzeichnis mit den zu verarbeitenden JPEG-Dateien.")

    args = parser.parse_args()
    
    src = args.src

    os.chdir(src)
    for file in os.listdir(src):
        if file.endswith(".jpg") or file.endswith(".JPG"):
            f = open(file, 'rb')
            tags = exifread.process_file(f, details=False, stop_tag='EXIF DateTimeOriginal')
            str_DateTime = str(tags['EXIF DateTimeOriginal']).split()
            str_Date = str(str_DateTime[0]).split(':')
            str_Time = str(str_DateTime[1]).split(':')
            Date = str_Date[0] + "-" + str_Date[1] + "-" + str_Date[2]
            Time = str_Time[0] + str_Time[1] + str_Time[2]
            fname = Date + "T" + Time + "_img.jpg"
#            print(fname)
            os.rename(file,fname)

if __name__ == "__main__":
main()

Das obige Skript

  1. liest alle JPG-Dateien eines Verzeichnisses ein,
  2. wertet die EXIF-Informationen aus und
  3. benennt die verbeiteten Dateien um, so dass diese dem Muster ‚_img.jpg‘ entsprechen.

Alles Skripte finden sich auch auf GitHub im Repository: https://github.com/Tronde/Bildbearbeitung

MySQL: Passwort in der Datenbank ändern

Meist werden Passwörter als MD5-Hash in einer Tabelle gespeichert. Möchte man nun einem Benutzer ein neues Passwort über die Datenbank vergeben, so geht dies mit dem folgenden Befehl.

update TABLENAME set password=MD5('PASSWORD') where COLUMNAME='USERNAME';

TABLENAME ist der Name der Tabelle, die Benutzername und Passwort enthält. PASSWORD ist das neue Passwort im Klartext, COLUMNAME der Name der Spalte, welche die Benutzernamen enthält und USERNAME ist der Name des Benutzers, dessen Passwort wir setzen wollen.

Werden die Passwörter hingegen im Klartext in der Datenbank gespeichert, lautet der Befehl wie folgt:
update TABLENAME set password=PASSWORD('PASSWORD') where COLUMNAME='USERNAME';

Anschließend führt man noch das folgende Kommando aus und beendet die Sitzung:

FLUSH PRIVILEGES;
quit

The_Excerpt in Twenty Twelve mit Child-Theme

Dieser Artikel beschreibt die Anpassung des Standartthemes “Twenty Twelve”. Es wird ein sogenanntes “Child Theme” erzeugt und so angepasst, dass auf der Startseite und den Kategorieseiten nur Auszüge der Artikel angezeigt werden und nicht der komplette Artikel.

Child Theme

Ein WordPress Child Theme ist ein Theme, welches die Funktionalität eines anderen Themes, des sogenannten Parent Themes übernimmt und um eigene Anpassungen ergänzt. Die Verwendung eines Child Themes bietet sich an wenn man ein Theme anpassen/verändern möchte. Diese Anpassungen sollten nicht, im Standardtheme vorgenommen werden, da sie bei einem Update des Themes überschrieben werden und verloren gehen. Lagert man die Änderungen in ein Child Theme aus bleiben sie bei einem Update des Parent Themes erhalten.

Die Themes liegen im Pfad /wp-content/themes eurer WordPress Installation. In diesem Verzeichnis kann man nun ein neues Unterverzeichnis für das Child Theme anlegen. Ein Child Theme benötigt mindestens eine style.css.  In der style.css des Child werden die Einstellungen des Parent Theme importiert und um die eigenen Änderungen ergänzt. Wird das Child Theme aktiviert ersetzt die style.css des Child die style.css des Parent.

Hier ist ein Beispiel für eine entsprechende style.css:

/*
Theme Name: Twentytwelve Child
Description: Child theme for the twentytwelve theme 
Author: Your name here
Template: twentytwelve
*/

@import url("../twentytwelve/style.css");

Hier folgt die Erklärung was der obige Code macht:

  1. /* öffnet den Header des Child Theme.
  2. Theme Name: definiert den Namen des Child Theme.
  3. Description: Eine Beschreibung des Themes. Diese ist optional und kann entfallen.
  4. Author: Name des Autors. Angabe ist optional und kann entfallen.
  5. Template: Definiert das Parent Theme.
  6. */ schließt den Header des Child Theme.
  7. Die Regel @import importiert die Einstellungen aus der style.css des Parent Theme

Damit haben wir alles was wir für das Child Theme brauchen und können dieses im WordPress Backend unter Design -> Themes aktivieren. Noch sehen wir keine Veränderung, da wir ja bisher nur die Einstellungen des Parent Themes importiert haben. Nun passen wir das Theme weiter an.

The_Excerpt

Auf der Startseite des Blogs, den Kategorie Seiten und den Suchergebnisseiten sollen nicht die vollständigen Artikel angezeigt werden, sondern nur Auszüge.

Dazu kopieren wir die Datei content.php aus dem Parent Verzeichnis in das Child Verzeichnis. Diese öffnet man mit einem Editor und geht zur Zeile 33, welche wie folgt aussehen sollte.

<?php if ( is_search() ) : // Display Excerpts only for Search ?>

Diese Anweisung bewirkt, dass die Artikelauszüge nur auf den Suchergebnisseiten angezeigt werden. Um sie auf den Kategorieseiten und der Startseite ebenfalls anzuzeigen ändern wir die Zeile wie folgt ab.

<?php if ( is_search() || is_home() || is_category() ) : // Display Excerpts for Search, Category and Home ?>

Nachdem die Datei gespeichert wurde aktualisiert man die Browseransicht und die Artikel werden nicht mehr komplett sondern nur noch auszugsweise dargestellt. Aber wir können noch mehr tun.

Normalerweise endet ein Auszug mit […]. Wir können statt dessen jedoch auch einen Link mit
einem Benutzerdefinierten Text anzeigen lassen.

“Weiterlesen…” Link hinzufügen

Um die benötigten Änderungen vornehmen zu können erstellen wir im Verzeichnis des Child eine leere functions.php und fügen folgenden Code ein.

 <?php
/**
 * Twenty Twelve functions and definitions.
 *
 * Sets up the theme and provides some helper functions, which are used
 * in the theme as custom template tags. Others are attached to action and
 * filter hooks in WordPress to change core functionality.
 *
 * When using a child theme (see http://codex.wordpress.org/Theme_Development and
 * http://codex.wordpress.org/Child_Themes), you can override certain functions
 * (those wrapped in a function_exists() call) by defining them first in your child theme's
 * functions.php file. The child theme's functions.php file is included before the parent
 * theme's file, so the child theme functions would be used.
 *
 * Functions that are not pluggable (not wrapped in function_exists()) are instead attached
 * to a filter or action hook.
 *
 * For more information on hooks, actions, and filters, see http://codex.wordpress.org/Plugin_API.
 *
 * @package WordPress
 * @subpackage Twenty_Twelve
 * @since Twenty Twelve 1.0
 */

// Remove ... from excerpt and change the text
function change_excerpt_more()
{
  function new_excerpt_more($more)
    {
    // Use .read-more to style the link
     return '<span> <a href="' . get_permalink($post->ID) . '">[Weiterlesen...]</a></span>';
    }
  add_filter('excerpt_more', 'new_excerpt_more');

}
add_action('after_setup_theme', 'change_excerpt_more');

Damit werden die […] hinter dem Auszug entfernt und durch unseren eigenen
Text ersetzt. Das Ergebnis kann man hier auf meinem Blog betrachten.

T-Online Mediencenter in Ubuntu einbinden

Mit dem T-Online Mediencenter bietet die Telekom einen Cloudspeicherdienst mit 25GB
Speicherkapazität. Dieser Artikel schreibt wie man das Mediencenter als Datenspeicher in Ubuntu/Linux einhängen kann, um es komfortabel mit dem Dateimanager oder über die Shell nutzen zu können.

Wie viele andere Speicherdienste kann auch das Mediencenter über den Webbrowser
genutzt werden. Die Software zur Synchronisation und zum Zugriff gibt es jedoch nur für Windows. Ein Softwareclient für Linux ist auch nicht in Planung. Es besteht jedoch die Möglichkeit das Mediencenter mittels WebDAV in das lokale Dateisystem einzuhängen. Die folgende Anleitung beschreibt wie dies funktioniert.

Quelle: http://skripta.de/Davfs2.html

T-Online-Cloud (Mediencenter) unter Linux einbinden
===================================================

Anmerkung: Die folgende Kurzanleitung wurde aus verschiedenen 
aehnlich lautenden Online-Anleitungen zusammengestellt und getestet.
z.B.:
http://anderes-en.de/blog.php?mode=view&blog=11
http://blog.philippklaus.de/2010/04/mount-t-online-mediencenter-via-webdav/

Es wurden nur geringfuegige Aenderungen vorgenommen. 

=======================================================

Paket davfs2 installieren:

    * sudo apt-get install davfs2

Berechtigungen fuer den Benutzer (username = lokaler Linux-Anmeldename) setzen:

    * sudo chmod u+s /usr/sbin/mount.davfs
    * sudo usermod -a -G davfs2 username

Im Home-Verzeichnis den spaeteren Mountpoint (Verzeichnis) erstellen:

    * mkdir ~/Mediencenter

Jetzt zur fstab:

     * cd /etc
     * sudo nano fstab

und folgendes am Ende eintragen (username = lokaler Linux-Anmeldename):

     * # T-Online Mediencenter
     * https://webdav.mediencenter.t-online.de/ /home/username/Mediencenter davfs rw,noauto,user 0 0

Datei secrets erstellen und editieren 

     * cd ~
     * mkdir ~/.davfs2
     * touch ~/.davfs2/secrets
     * chmod 600 ~/.davfs2/secrets
     * nano ~/.davfs2/secrets

In die Datei ~/.davfs2/secrets folgendes eintragen (username = lokaler Anmeldename) und 
fuer anmeldung@t-online.de sowie password die T-Online-Zugangsdaten eintragen:

     * /home/username/Mediencenter anmeldung@t-online.de password

Dann die davfs2.conf kopieren und editieren:

     * cp /etc/davfs2/davfs2.conf ~/.davfs2/
     * nano ~/.davfs2/davfs2.conf

Die dort vorhanden Settings auf folgende Werte aendern und das # davor entfernen:

     * if_match_bug 1
     * use_locks 0
     * cache_size 1 # MiByte
     * table_size 4096
     * delay_upload 1
     * gui_optimize 1

Jetzt kann man mit mount ~/Mediencenter das Online-Verzeichnis einhaengen 
ohne Eingabe der Zugangsdaten.

Umlaute im SSH-Terminal (Ubuntu & PuTTY-Client)

Greift man mit dem PuTTY-Client auf ein Ubuntu bzw. Debian System zu, werden
Umlaute wie z.B. “ä, ö, ü” falsch dargestellt. Dies lässt sich mit ein paar Klicks schnell beheben.

  1. Rechtsklick auf die Titelzeile des aktiven PuTTY-Fensters
  2. “Change Settings…” auswählen
  3. Unter Window -> Translation bei “Remote character set” die Encodierung UTF-8 auswählen
  4. Nach einem Klick auf Apply sind die Änderungen übernommen

Die Umlaute sollten nun korrekt angezeigt werden.

vSphere: Virtuelle Festplatte klonen

Möchte man mehrere gleichartige Server bereitsellen, lässt sich die Bereitstellung beschleunigen, indem man einen Server installiert und die Festplatte klont.

Man erstellt dazu weitere VMs ohne Festplatte über den vSphere Client. Eine VMDK kann über die SSH-Shell mit folgendem Befehl geklont werden:

vmkfstools -i /path/old/vm/foo.vmdk /path/new/foo.vmdk

Ausbau des Heimnetzwerks Teil 2 – LG AN-WF100

Heute kommen wir zu Teil 2 der Heimnetzerweiterung, welche sich mit der Verknüpfung des Smart-TV mit der Synology DS213air beschäftigt.

Um meinen LG-TV mit dem WLAN zu verbinden habe ich mir den LG AN-WF100 Wifi-Adapter bestellt, welchen es für ca. 25€ gibt. Die Installation dieses Adapters geht so spielend leicht von der Hand, dass man sie auch als Laie in Minuten bewerkstelligen kann.

  1. Wifi-Adapter an den
    USB-Port des TV anschließen, der TV findet den Adapter automatisch und
    startet einen Einrichtungsassistenten.
  2. Mit der Fernbedienung im Assistenten das WLAN-Netzwerk auswählen, zu dem der TV sich verbinden soll,
  3. Netzwerkkennwort eingeben und schon ist die Installation abgeschlossen.

Auf der Diskstation DS213air habe ich aus dem Paketzentrum den Medienserver installiert. Dieser erstellt automatisch drei Verzeichnisse video, photo und music. Dateien in diesen Verzeichnissen werden über DLNA freigegeben. Da ich vorher schon eigene Verzeichnisse erstellt und Daten auf die Box kopiert habe, musste ich diese noch kurz in die Verzeichnisse des Medienservers verschieben. Dies geht über die DSM Oberfläche der Diskstation in Sekunden. Die selbst erstellten Verzeichnisse habe ich anschließend wieder gelöscht. Auf die Verzeichnisse des Medienservers lassen sich wie auf selbst erstellte Ordner Zugriffsrechte vergeben. Somit ändert sich am Zugriff von Notebook und PC auf die Diskstation nichts.

Und nun kam der große Moment.

  1. Eingangsliste auf dem TV öffnen. Die Diskstation wird automatisch neben den anderen Eingängen mit aufgeführt.
  2. Diskstation auswählen und durch die angezeigten Ordner browsen.
  3. Inhalte nach Wahl auf dem TV wiedergeben und glücklich sein. :-)

Filme werden ruckelfrei wiedergegeben und Bilder können einzeln oder als Diashow angezeigt werden, wobei man eine Diashow auch noch mit Hintergrundmusik untermalen kann.

Mein Smart-TV Erlebnis gestaltet sich so, wie ich es mir vorgestellt habe. Schön, dass es auch noch Produkte gibt die einfach funktionieren und das tun was sie sollen.

Ausbau des Heimnetzwerks Teil 1 – Synology DS213air

Mein Heimnetzwerk soll um einen möglichst leisen und stromsparenden File- und Medienserver erweitert werden. Meine Wahl fiel dabei auf eine Synology Diskstation DS213air. Zwar klingen 265€ für dieses  Gerät erstmal nach einer Menge Holz, der Preis ist meiner Meinung nach durch den großen Funktionsumfang und die vielen unterstützten Protokolle durchaus gerechtfertigt. Für meine Entscheidung war ausschlaggebend dass die DS213air über einen eingebauten WLAN-Controller verfügt und alle wichtigen Protokolle aus der Windows, Linux und Apple Welt beherrscht. So kann ich sie kabellos in mein Netzwerk integrieren und von allen vorhandenen Geräten wie PC, Notebook, Tablet und Smart-TV darauf zugreifen.

Die Diskstation wird wie alle Geräte von Synology ohne Festplatten ausgeliefert. So kann
man selbst entscheiden welche Festplattengröße man verbauen möchte. Ob eine Festplatte kompatibel zur Diskstation ist kann man auf der Hersteller-Webseite in einer Kompatibilitätsliste überprüfen.

In meinem Fall verwende ich einfach zwei 1TB HDDs aus meinem alten PC. Diese sind laut der Liste kompatibel und werden somit ihren Dienst zukünfig im neuen Gerät verrichten. Im Synology Wiki habe ich einen Artikel zur Vorbereitung der Festplatten gefunden, der beschreibt wie die Festplatten zu überprüfen sind, um schwache Sektoren bereits vor der Installation auszulagern. Werden wie in meinem Fall Festplatten verwendet, die bereits mehrere Jahre in Betrieb sind bietet sich diese Vorgehensweise an. Bei neuen Festplatten kann darauf verzichtet werden.

Die Diskstation wird in einem stabilen Karton mit allem benötigten Zubehör wie Netzteil, LAN-Kabel, Kurzanleitung und Installations-CD ausgeliefert. Die Diskstation selbst besteht aus einem weißen Kunststoffgehäuse. Von der Haptik habe ich mir bei dem recht hohen Preis ein wenig mehr versprochen. Zudem besitzt die DS213air, wie auf dem Beitragsbild zu erkennen, vorne einen kleinen Spalt, in welchem sich mit der Zeit sicher jede Menge Staub ansammeln wird.

Dafür ist die Montage der Festplatten ein Kinderspiel. Box aufmachen, Festplatten festschrauben, Box schließen und zuschrauben.

Erfreulich ist, dass der Diskstation genügend Schrauben zur Befestigung der Festplatten beiliegen. So sind gleich ein paar mehr dabei, falls mal eine unter den Schreibtisch fällt und sie erst der Staubsauger wiederfindet.

Der Start und die Installation der Diskstation geht leicht von der Hand. Die Installations-CD habe ich dabei nicht einmal benötigt. Die Box lässt sich wie gewünscht mit dem vorhandenen WLAN
verbinden. So ist man bei der Wahl des Standorts sehr flexibel. Nur einen Stromanschluss braucht man in der Nähe.

Ich habe die Diskstation in einer Wohnzimmerecke geparkt, wo sie hinter einer Lampe verschwindet und die blinkenden LEDs nicht ins Auge fallen. Die Box ist schön leise und stört den Filmgenuss so nicht durch lästige Nebengeräusche.

Dateien lassen sich über die zahllosen unterstützten Protokolle auf die Box spielen. Möchte man die Box, so wie ich, über WLAN ins Heimnetzwerk einbinden rate ich dringend zu einem
WLAN nach IEEE 802.11n. Die älteren WLAN Standards sind zu langsam, um Dateien in angemessener Geschwindigkeit auf die Box zu bringen. Liegen diese Dateien auf USB-Medien vor, so können diese direkt an die beiden USB-Ports der Diskstation angeschlossen werden. Das USB-Medium wird von der Diskstation erkannt und über die Managementoberfläche kann man die
Dateien auf die Box kopieren.

Mit dem Stromverbrauch der Box bin ich sehr zufrieden. Beim kopieren großer Datenmengen läuft die CPU und die Festplatten fast unter Volllast. Dabei verbraucht die Box 22 Watt. Hat die Box nix zu tun und schalten sich die Festplatten in den Ruhezustand liegt der Stromverbrauch bei nur noch 5 Watt. Der Ruhezustand und das Aufwachen aus dem gleichen funktionieren zuverlässig. Auch Wake-on-WLAN funktioniert einwandfrei.

Nun warte ich noch auf die Lieferung des Wifi-Adapters für meinen Fernseher. Dann werde ich euch berichten, wie gut sich die Medien von der Box auf dem TV wiedergeben lassen.