Archiv des Autors: Jörg Kastning

TeamDrive 3 Server auf NAS installieren

In diesem Artikel beschreibe ich die Installation des TeamDrive 3 Server auf meiner Buffalo Linkstation HS-DH500GL.

TeamDrive ist ein Cloud-Dienst ähnlich wie Dropbox oder Wuala. Ein Vorteil von TeamDirve ist, dass man die Möglichkeit hat eigene Cloud-Server zur Speicherung der der Spaces nutzen zu können. So kann man besser die Kontrolle darüber behalten, wo die eigenen Daten gespeichert werden. Und einen solchen Server möchte ich heute auf meinem NAS installieren, welches bei mir daheim im Wohnzimmer steht.

Voraussetzung ist die Installation von Debian auf dem NAS. Ist diese Voraussetzung erfüllt und man kann sich mit SSH auf dem NAS einloggen kann es auch schon losgehen.

  1. Als erstes lädt man das aktuelle Installationpaket von der TeamDrive Downloadseite herunter. Dies geht in der Konsole mit dem Befehl:
    wget http://s3-eu-west-1.amazonaws.com/s3download.teamdrive.net/TeamDrivePersonalServerLinux_10044-ARM.tar.gz
  2. Ich möchte den TeamDrive Server unter /opt installieren. Daher wechsel ich mit cd /opt das Verzeichnis und entpacke das Archiv mit dem Befehl
    tar -xzvf /root/TeamDrivePersonalServerLinux_10044-ARM.tar.gz
  3. Wechselt in das Verzeichnis tdpsd.
  4. Nun vergibt man ein Passwort für den TD Server. Das Passwort soll als MD5-Hash verschlüsselt werden. Dazu bringt der TD Server bereits ein Programm mit, so dass man diesen Schritt mit dem Befehl ./tdps-md5pwd [meinPasswort] erledigt.
  5. Das Passwort und den dazugehörigen Hash sollte man an einem sicheren Ort speichern. Ich verwende dafür KeePassX.
  6. Der Hash wird als nächstes in die Konfigurationsdatei tdps.config hinter dem Parameter server-password= eingetragen.
  7. Hinter dem Parameter server-host= gibt man die IP-Adresse oder den DNS-Namen des Servers an. Z.B. server-host=meinServer.dyndns.org. Befindet sich der TD Server hinter einem Router oder einer Firewall ist eine entsprechende Portweiterleitung für den Port 37655 einzurichten. Die restlichen Einstellungen können wie voreingestellt übernommen werden.
  8. Der Server kann nun mit dem Befehl ./tdpsd gestartet werden. Möchte man den Status des Servers überprüfen startet man ihn mit dem Befehl ./watch-tdps. Der Status wird in der Konsole ausgegeben und in einer Log-Datei protokolliert.

Damit ist es auch schon vollbracht. Der TeamDrive Personal Server kann nun auf TeamDrive Clients eingerichtet und zur Synchronisation der Spaces benutzt werden.

Quellen:
TeamDrive Homepage
TeamDrive Handbücher und Tutorials

Virtualbox und das Open Virtualization Format

Dieser Artikel bietet eine Kurzzusammenfassung meiner bisherigen Erfahrungen mit VirtualBox und dem Open Virtualization Format.

VirtualBox ist eine Virtualisierungslösung welche unter der GNU General Public License (GPL) version 2 steht. Ich benutze diese Software privat schon seit einigen Jahren. Zum Einen um mein Windows 7 Betriebssystem auf meinem Ubuntu Notebook zu betreiben und zum Anderen, um gefahrlos neue Betriebssysteme oder Konfigurationen ausprobieren zu können, ohne nach einem Fehler immer gleich das ganze Notebook bzw. den PC neu installieren zu müssen. Und bis heute leistet VirtualBox gute Arbeit. Was mir besonders gefällt ist das die Software alle gängigen virtuellen Festplattenformate wie

  • VDI (Virtual Disk Image),
  • VMDK (Virtual Machine Disk),
  • VHD (Virtual Hard Disk) und
  • HDD (Parallels)

unterstützt. Somit ist VirtualBox kompatibel zu VMs, die unter VMware, Hyper-V oder Parallels erstellt wurden.

Doch nicht immer starten VMs die man von einem System auf ein anderes portiert hat auch auf Anhieb. Ich wollte die (virtuelle) Windows 7 Installation von meinem Desktop PC auf meine Notebook bringen und habe im ersten Versuch einfach die virtuelle Festplattendatei kopiert. Auf meinem Notebook habe ich nun eine neue VM mit gleicher Anzahl CPUs und RAM wie auf dem Desktop PC erstellt und die kopierte Festplatte verwendet. Mit dem Ergebnis, dass Windows den Bootvorgang mit einem Bluescreen abbrach. Der Grund für dieses Verhalten ist meist, dass in der neuen VM ein anderer Gerätetreiber für die Festplatte verwendet wird oder die ACPI Einstellungen nicht mit denen übereinstimmen, mit denen Windows installiert wurde.

An dieser Stelle kommt nun das Open Virtualisation Format, kurz OVF, ins Spiel. OVF ist ein offener Standard, um virtuelle Maschinen verteilen zu können. Die Anwendung in VirtualBox ist denkbar einfach. Man wählt aus dem Hauptmenü die Option „Appliance exportieren“ und wählt aus der Liste seiner VMs die Maschine(n) aus, die man gerne auf ein anderes System übertragen möchte. Bei Verwendung des OVA Formats werden die Einstellungen der VM und die virtuelle Festplatte in ein Archiv gepackt und sind damit bereit für die Verteilung. Der Import geht, zumindest unter VirtualBox, ebenso spielen von der Hand. Man wählt den Punkt „Appliance Importieren“ aus dem Menü, wählt die OVA Datei aus und importiert die VM mit den Originaleinstellungen.

Ich habe dies mit meiner Windows 7 Installation getestet und kann sagen, dass es hervorragend funktioniert hat. Windows startete sofort und ohne Fehler auch auf meinem Notebook.

Damit ist VirtualBox eigentlich bestens für die Erstellung von Verteilung von VMs gerüstet. Das einzige Problem ist, dass laut Wikipedia noch nicht viele Mitbewerber Open Virtualization unterstützen und man so exportierte VMs z.B. auf einem ESXi bzw. Hyper-V Host nicht einfach importieren kann. Ich wünschte die großen Anbieter würden hier zügig nachrüsten.

Falls jemand bereits Erfahrungen damit gesammelt hat mit VirtualBox erzeugte VMs auf ESXi oder Hyper-V zu portieren, würde ich mich freuen, wenn Er oder Sie diese Erfahrungen mit mir teilt.

Mich hat VirtualBox überzeugt. Für den privaten Gebrauch ist es bestens geeignet.

Ein wenig mehr Privatsphähre auf Facebook

In diesem Artikel möchte ich euch erklären, wie ihr ein kleines Stück Privatssphäre auf Facebook sicherstellen könnt. Je nach dem wie eure Einstellungen aktuell sind, könnte ihr den Schutz eurer Daten mit den folgenden Einstellungen sogar noch etwas steigern.

In unregelmäßigen Abständen werfe ich einen Blick auf meine Privatsphäre-Einstellungen auf Facebook. Nicht selten stoße ich dabei auf neue Funktionen und Konfigurationsmöglichkeiten. Mein gestriger Blick fiel auf den Punkt „Werbeanzeigen, Anwendungen und Webseiten“. Bearbeitet man diese Einstellungen gelangt man auf eine Seite, auf welcher der Punkt „Wie Nutzer deine Informationen an Anwendungen weitergeben, die sie nutzen“ meine Aufmerksamkeit erregte. Was ist damit gemeint und was passiert hier?

Der Screenshot zeigt welche Informationen an Anwendungen weitergegeben werden, wenn ein Nutzer eure Chronik betrachtet und Zugriff auf die entsprechenden Daten hat. In der Standardeinstellung sind übrigens die obigen Punkte alle aktiviert.

Mir fällt kein Grund ein warum eine Anwendung, die ich selbst nicht mal nutze, Zugriff auf meine Videos, Links, Fotos, Aktivitäten, usw. haben sollte. Was diese Anwendungen mit meinen Daten machen kann ich gar nicht umfassend beurteilen. Ein Beispiel was passieren kann ist folgendes.

Habt ihr euch auch schonmal gewundert, dass ihr auf Facebook lest Max Mustermann nutzt Apllikation XY oder Maria Musterfrau spielt YZ? Sprecht ihr die entsprechenden Personen darauf kommt oft heraus, dass diese Angaben gar nicht stimmen.

Um solche Sachen von Anfang an auszuschließen habe ich die meisten Punkte auch abgewählt. Die Kommunikation und Vernetzung zu meinen FB-Freunden wird dadurch nicht negativ beeinflusst.

Debian auf einer Buffalo Linkstation installieren

2022-02-02: Leider führt dieser Artikel nicht mehr zum Ziel, da referenzierte Anleitungen und Dokumentation nicht mehr verfügbar sind. Leider fehlt mir aktuell die Zeit diesen Artikel zu überarbeiten, um ihn zu aktualisieren.

Beim Aufräumen ist mir meine alte Buffalo Linkstation HS-DH500GL wieder in die Hände gefallen. Mit dem vorhandenen embedded Linux war sie nicht wirklich gut zu gebrauchen. Schnell kam mir die Idee ein anderes OS auf das NAS zu bringen. Und los geht’s:

  • Projektziel: Ein Debian Linux auf dem NAS.
  • Projektstart: Wir bemühen eine Suchmaschine unserer Wahl. ;-)

Es sei noch gesagt, um den Informationen in diesem Artikel folgen zu können sind Kenntnisse von Debian Linux notwendig. Man sollte wissen wie man auf der Shell arbeitet und das Netzwerk unter Linux konfiguriert. Ausserdem muss man der englischen Sprache mächtig sein, da ich zu großen Teilen auf englische Tutorials verweise.

Bei der Internetrecherche bin ich auf die Seite NAS-Central.org gestoßen. Hier fand ich alle Informationen, um Debian auf meiner Linkstation zu installiern.

Angefangen habe ich mit der Anleitung zur Installation von FreeLink. Der Anleitung kann ich nichts mehr hinzu fügen. Ihr müsste sie nur Schritt für Schritt befolgen und genau lesen was dort steht. ;-)

Die Installation von FreeLink bildet die Grundlage für unsere Installation von Debian Squeeze. Auch dafür finden wir eine hervoragende Anleitung auf NAS-Central. Auch hier gilt es genau zu lesen. Damit erspart man sich unnötige Fehler. Ich habe mich in Abschnitt 3 an Punkt 3.1.3 gehalten, da ich kein DEB-Paket für uboot-envtools von Lenny mehr im Web finden konnte.

Bevor ich mit dem debian-installer durchstarten konnte, hatte ich noch mit einem Problem bei der Netzwerkonfiguration zu kämpfen. Meine LinkStation bootete mit einer statischen IP-Adresse, die sich im Debian Installer nicht ändern lies. Mittlerweile habe ich diese Hürde überwunden. Es muss an der Netzwerkkonfiguration in unserer Firma oder an einem „Layer 8“-Problem gelegen zu haben. Daheim habe ich mein Netzwerk für die Installation auf das 192.168.11.0/24 Subnetz konfiguriert und die LinkStation gestartet. Sie bekam eine IP von meinem DHCP-Server und ich konnte den Debian-Installer ausführen.

Nun habe ich ein Debian Squeeze auf meiner LinkStation. :-) Sie soll in Zukunft als NAS und BOINC-Client in meinem Netzwerk dienen.

Also worauf wartet ihr noch? Befreit euer NAS!

Windows 8 Release Preview angetestet

Auf vielen Seiten im Web liest man bereits von Windows 8. Heute habe auch ich mir die Release Preview heruntergeladen und werde mal einen Blick drauf werfen. Meine Eindrücke und (m)eine erste Meinung dazu gibt dieser Artikel wieder.

Installation

Die Installation unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht von der Installation eines Windows 7. Ich installiere Windows 8 direkt vom ISO in einer VM. Der Installationsassistent startet zügig und fordert im zweiten  Schritt zur Eingabe des Product-Key auf. Der Key für die Release Preview (64-Bit) lautet:

TK8TP-9JN6P-7X7WW-RFFTV-B7QPF

Anschließend bestätigt man wie üblich noch die Lizenzbestimmungen und weiter geht’s. Wie bereits gesagt unterscheidet sich die Installation nicht groß von Windows 7. Im nächsten Schritt wählt man ein Farbschema für den Desktop aus und gibt dem Rechner einen neuen Namen. Anschließend kann man einige Einstellungen konfigurieren. Dabei hat man die Wahl zwischen den Express-Einstellungen von Windows oder einem Assistenten, in dem an diese Einstellungen selbst nach seinen Vorlieben vornehmen kann. Unter anderem kann man hier das Windows Update konfigurieren und Einstellen, welche Informationen Windows 8 an Microsoft übermitteln darf. Nur ein paar Klicks weiter kommt man auch schon zur Anmeldung. Hier wird empfohlen sich mit einer E-Mail Adresse als Microsoft Konto anzumelden.

Windows 8 Anmeldung

Dies soll dem Anwender den Vorteil bieten Apps aus dem Windows Store herunterladen zu können, Onlineinhalte für Apps automatisch zu erhalten und über dieses Online-Konto das Erscheinungsbild, sowie Browsereinstellungen online synchronisieren zu können. Microsoft bietet damit nun ein Pendant zu Apples iCloud, Firefox-Sync und ähnlichen Diensten, welche von verschiedenen Drittanbietern für Browser angeboten werden. Für den ersten Test habe ich mich jedoch gegen das Microsoft-Konto und für eine lokale Benutzeranmeldung entschieden. Nun dauert es nur noch einige Sekunden bis man vom Windows 8 Startbildschirm begrüßt wird.

Benutzung

Windows 8 Startbild

Auf den ersten Blick sieht man hier die Kacheln, welche mit Windows 8 Einzug erhalten. Die Ansicht wirkt erstmal ein wenig gewöhnungsbedürftig. Klickt man auf eine Kachel wird die darunterliegende App im Vollbildmodus angezeigt. Um die App wieder zu verlassen drückt man die Windows-Taste auf seiner Tastatur. Dieses neue Bedienkonzept kann meiner Meinung nach überzeugen. Egal ob mit Maus oder Touchscreen lässt sich die Oberfläche gut bedienen und die Nutzung der Apps gefällt. Und um auf den vertrauten Desktop zu kommen klickt am ebenfalls auf die entsprechende Kachel.

Der Desktop ist sehr aufgeräumt. Am Anfang findet sich dort nix, als der Papierkorb. In der Taskleiste finden sich Schnellstarter für den Internet-Explorer und den Windows-Explorer. Den Desktop kann man mit altbekannten Gadgets wie Uhr, Kalender, Währungsrechner und einer Anzeige für die CPU Last verzieren. Während diese Kleinigkeiten eher Geschmackssache sind stellt der Task-Manager in Windows 8 eine wirkliche Verbesserung dar. Dieser wurde weiterentwickelt und bietet eine hervorragende Übersicht über das was sich auf dem System tut. In der Gallerie am Ende dieses Artikels findet ihr Bilder, welche einen guten Überblick über den Task-Manager bieten. Ebenfalls schön, die Spalten kann man frei nach Belieben anordnen.

Wer nun Angst hat, dass er ohne Startbutton nicht mehr in die Systemeinstellungen oder den Gerätemanager findet, der sei an dieser Stelle beruhigt. Durch die bekannte Tastenkombination Windows-Taste+C öffnet sich ein Menü, über das man die Systemeinstellungen und Gerätekonfiguration erreicht. Hier findet man all die Menüs wieder, die man für die Konfiguration des Rechners benötigt. Und hier versteckt sich auch der Knopf zum Herunterfahren und Neustarten des PCs. :-)

Fazit: Auf den ersten Blick macht Windows 8 einen soliden Eindruck und verspricht Spaß bei der Benutzung. Ob es sich auch für den Einsatz in Unternehmen eignen muss sich noch zeigen. Jedoch wüsste ich auf den ersten Blick nichts, was aus technischer Sicht dagegen spricht.

Ich warte jetzt darauf endlich das Final Release in die Hände zu bekommen und die neue Windows Version einem längeren Alltagstest zu unterziehen.

2 Klicks für mehr Datenschutz

Dem Heise-Artikel folgend habe ich neue Like-Buttons auf My-IT-Brain aktiviert. Diese sollen den Datenschutz stärken und müssen durch den ersten „Klick“ erst aktiviert werden, bevor man einen Artikel „liken“ kann.

Das Problem der alten Buttons war, dass sie schon beim Laden der Seite Daten an die Betreiber der Netzwerkplattformen übermittelten. Diese Daten enthalten unter anderem die URL, der aufgerufenen Seite, und eine Kennung, die einem Nutzer direkt zugeordnet werden kann, wenn er zeitgleich bei einer der Netzwerkplattformen angemeldet bzw. eingelogged ist. Details dazu erklärt der Heise Artikel Das Like-Problem.

Dieses Problem wird durch die neuen Like-Buttons vermieden. Durch den ersten Klick bestätigt ihr das ihr der Übertragung von Daten an das entsprechende Netzwerk zustimmt. Der zweite Klick führt dann die bekannte Like-Funktion aus.

Permalinkstruktur geändert

Seitdem ich mich ein wenig mehr mit dem Bloggen im allgemeinen und meinem Blog im speziellen beschäftigt habe gefiel mir meine alte Permalinkstruktur im Format https://www.my-it-brain.de/wordpress/archive/123 nicht mehr.

Aus der Wahl der „richtigen“ Permalinkstruktur kann man dabei gewiss eine Wissenschaft machen. Das habe ich hier jedoch nicht vor. Ich möchte lediglich bereits von der URL auf den Inhalt des Artikels schließen können. Darum habe ich die Struktur auf https://www.my-it-brain.de/wordpress/%postname% geändert.

Stellt man die Struktur der Permalinks einfach im Backend um, so hat dies zur Folge, dass alle vorhandenen Links auf einen 404-Fehler laufen. Um dies zu verhindern ist eine 301-Weiterleitung in die .htaccess-Datei einzufügen. Um mir das Leben so einfach wie möglich zu machen habe ich dazu einfach folgenden Generator benutzt.

Man gibt hier die Daten seines Blogs und der bestehenden Permalinkstruktur ein und generiert den Code für den Redirect. Diesen fügt man nun in die .htaccess-Datei ein, welche auf dem Webserver im gleichen Verzeichnis wie der Blog liegen sollte. Falls es noch keine solche Datei gibt legt man sie an. Wichtig: Zur Bearbeitung der .htaccess Datei sollte man keine Textverarbeitung wie MS Word oder LibreOffice verwenden. Am besten eignet sich ein Texteditor wie gedit, vim oder notepad++.

Bei mir hat es zuerst nicht funktioniert. Doch der Fehler war schnell gefunden. Da der Redirect Generator für eine englischsprachige WordPress Installation geschrieben wurde verwendete er als alte Permalinkstruktur https://www.my-it-brain.de/wordpress/archives/123. Darin ist aber ein „s“ zu viel, da die Struktur einer deutschsprachigen Installation wie folgt aussieht.

https://www.my-it-brain.de/wordpress/archive/123

Damit funktioniert die 301-Weiterleitung nun tadellos und ich habe schöne Links. :-)

Quellen:

Gesunder Menschenverstand vs. Bankingtrojaner 1:0

Zwar gelten die aktuell im Online-Banking eingesetzten TAN-Verfahren als hinreichend sicher, doch hält dies kriminelle Betrüger nicht davon ab einen neuen Versuch zu starten, um uns um unser Geld zu betrügen.

Ein neuer Trojaner namens Tatange fordert den Benutzer, eines infizierten Systems, beim Besuch einer Bankingwebsite auf, sich durch Eingabe einer mTAN zu authentifizieren. Bereits jetzt sollte man als Nutzer misstrauisch werden. Der Besuch und die bloße Betrachtung einer Webseite ist grundsätzlich möglich, ohne das man sich dazu anmelden muss.

Solltet ihr also eine solche Aufforderung auf eurer Online-Banking Seite erhalten, ist dies ein Indiz dass euer System evtl. mit Maleware versucht ist. In diesem Fall solltet ihr euer System mit einer aktualisierten Antivirussoftware überprüfen.

Die mTAN an sich erhält der Anwender, wie gewohnt per SMS. Die SMS enthält wie üblich Details zur Überweisung. Der Trojaner behauptet mit einer Meldung, dass es sich dabei um „experimentelle Daten“ handelt, die man ignorieren soll. Spätestens jetzt sollte der gesunde Menschenverstand Alarm schlagen. Von der Eingabe dieser mTAN sollte unbedingt abgesehen werden. Banken und Sparkassen fragen niemals nach einer TAN, ausser es soll eine Transaktion des Online-Bankings damit autorisiert werden.

In diesem Fall ist der Betrugsversuch so offensichtlich, dass ich mich Frage wie jemand auf diese Masche hereinfallen kann. Leider konnte ich noch keine Informationen recherchieren ob und wie viele Betrugsopfer es bisher in Deutschland gegeben hat.

Für mich ist klar, gegen diesen Trojaner schützt der gesunde Menschenverstand besser als jedes Antivirus Programm. Also bleibt wachsam. ;-)

Studie – Sicherheitsmängel bei Cloud-Speicherdiensten

Gestern habe ich in einem Artikel auf Golem von einer Studie der Fraunhofer-Gesellschaft zu Sicherheitsmängeln bei Cloud-Speicherdiensten erfahren. Die Studie untersuchte die Cloud-Speicherdienste CloudMe, CrashPlan, Dropbox, Mozy, TeamDrive, Ubuntu One und Wuala.

Die Forscher betrachten die genannten Dienste dabei aus der Nutzer-, rechtlicher und technischer Sicht.

Wie schon im Artikel auf Golem zu lesen stellt keiner der betrachteten Dienste eine Out-of-the-Box Lösung dar. Wer seine Daten in der Cloud speichern möchte, sollte sich also vorher genau seine Anforderungen überlegen und danach einen entsprechenden Dienst auswählen.

Mögliche Kriterien können sein, ob die Daten verschlüsselt abgelegt werden, oder wo sie gespeichert werden. Werden Daten auf Servern in den USA gespeichert, so kann auf diese Daten im Rahmen des Patriot Act zugegriffen werden. Dies ist auch dann der Fall wenn es sich beim Diensteanbieter um ein US Unternehmen oder eine Tochter einer US Firma handelt. Auch in diesem Fall kann ein Zugriff auf die Daten erfolgen, selbst wenn diese ausschließlich auf Servern in der EU oder innerhalb Deutschlands gespeichert sind.

Die Studie gibt für jeden der oben genannten Dienste einen Überblick, der sich wie folgt gliedert. Es wird aufgeführt für welche Betriebssysteme der Dienst zur Verfügung steht und über welche Schnittstellen (Webinterface, API) darauf zugegriffen wird. Gefolgt wird dieses Kapitel von Informationen über Lizenz- und Preisinformationen, sowie der Informationen nach welchen Sicherheits-Standards ein Dienst zertifiziert wurde. Das sich anschließende Unterkapitel widmet sich den Features, welche pro Dienst beschrieben und zu den anderen betrachteten Diensten abgegrenzt werden. Abschließend wird pro Dienst die Sicherheit betrachtet. Hier wurden folgende Aspekte untersucht.

  • Registrierung und Login
  • Verschlüsselung
  • Übermittlung zwischen Client und Server
  • Sharing mit Teammitgliedern und Dritten
  • Update der Software

Insgesamt bietet die Studie einen detaillierten Blick auf die betrachteten Dienste. Darüber hinaus nennt sie generelle Anforderungen an Cloud-Speicherdienste und bietet Informationen, die bei der Auswahl eines Anbieters beachtet werden sollten.

Aus meiner Sicht sollte jeder Administrator, Projektleiter oder Geschäftsführer, welcher den Einsatz von Cloud-Speicherdiensten für sein Unternehmen oder seine Kunden in Erwägung zieht, diese Studie zur Kenntnis nehmen.

Die Studie kann auf der Seite sit.fraunhofer.de, in verschiedenen Formaten, heruntergeladen werden. Da sich der Link zur Studie in der Vergangenheit schon einmal geändert hat, habe ich die Studie am Ende dieses Artikels zum Download angehängt.

Wirklich jedem möchte ich anraten die Bedingungen eines Cloud-Speicheranbieters genau zu studieren, bevor er sich für einen Dienst entscheidet. Nur so lässt sich beurteilen, ob ein Dienst wirklich für den geplanten Einsatzzweck in Frage kommt. Hier stehen wichtige Details häufig erst auf der zweiten oder dritten Seite, oder sind tief in den FAQs versteckt.

Dateien zum Download

LaTeX online kompilieren mit Scribtex

Durch einen Arbeitskollegen wurde ich vor einigen Tagen auf scribtex.com aufmerksam gemacht.

ScribTeX ist ein Online LaTeX Editor. Ohne eine lokale LaTeX Installation kann man auf dieser Seite seine Projekte erstellen und kompilieren. Man kann direkt loslegen, oder sich registrieren, um seine Projekte für spätere Zwecke speichern zu können. Für die Dateien gibt es eine Versionskontontrolle dabei, so dass man sich die vorhergehenden Bearbeitungsstände jederzeit ansehen und zu einem früheren Stand zurück gehen kann.

Seine *.tex Files kann man sich direkt online in ein PDF kompilieren lassen. Sollte doch ein mal ein Fehler im Code stecken, ist dieser dank integriertem Log schnell lokalisiert.

Mich hat dieses Angebot sofort begeistert und ich werde meine Briefe zukünftig nur noch online mit ScribTeX kompilieren. Mein Dank gilt an dieser Stelle meinem Lieblingsentwickler, durch den ich auf diese Seite aufmerksam geworden bin. ;-)