Autorenarchiv: Jörg Kastning

Windows 8 Release Preview angetestet

Auf vielen Seiten im Web liest man bereits von Windows 8. Heute habe auch ich mir die Release Preview heruntergeladen und werde mal einen Blick drauf werfen. Meine Eindrücke und (m)eine erste Meinung dazu gibt dieser Artikel wieder.

Installation

Die Installation unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht von der Installation eines Windows 7. Ich installiere Windows 8 direkt vom ISO in einer VM. Der Installationsassistent startet zügig und fordert im zweiten  Schritt zur Eingabe des Product-Key auf. Der Key für die Release Preview (64-Bit) lautet:

TK8TP-9JN6P-7X7WW-RFFTV-B7QPF

Anschließend bestätigt man wie üblich noch die Lizenzbestimmungen und weiter geht’s. Wie bereits gesagt unterscheidet sich die Installation nicht groß von Windows 7. Im nächsten Schritt wählt man ein Farbschema für den Desktop aus und gibt dem Rechner einen neuen Namen. Anschließend kann man einige Einstellungen konfigurieren. Dabei hat man die Wahl zwischen den Express-Einstellungen von Windows oder einem Assistenten, in dem an diese Einstellungen selbst nach seinen Vorlieben vornehmen kann. Unter anderem kann man hier das Windows Update konfigurieren und Einstellen, welche Informationen Windows 8 an Microsoft übermitteln darf. Nur ein paar Klicks weiter kommt man auch schon zur Anmeldung. Hier wird empfohlen sich mit einer E-Mail Adresse als Microsoft Konto anzumelden.

Windows 8 Anmeldung

Dies soll dem Anwender den Vorteil bieten Apps aus dem Windows Store herunterladen zu können, Onlineinhalte für Apps automatisch zu erhalten und über dieses Online-Konto das Erscheinungsbild, sowie Browsereinstellungen online synchronisieren zu können. Microsoft bietet damit nun ein Pendant zu Apples iCloud, Firefox-Sync und ähnlichen Diensten, welche von verschiedenen Drittanbietern für Browser angeboten werden. Für den ersten Test habe ich mich jedoch gegen das Microsoft-Konto und für eine lokale Benutzeranmeldung entschieden. Nun dauert es nur noch einige Sekunden bis man vom Windows 8 Startbildschirm begrüßt wird.

Benutzung

Windows 8 Startbild

Auf den ersten Blick sieht man hier die Kacheln, welche mit Windows 8 Einzug erhalten. Die Ansicht wirkt erstmal ein wenig gewöhnungsbedürftig. Klickt man auf eine Kachel wird die darunterliegende App im Vollbildmodus angezeigt. Um die App wieder zu verlassen drückt man die Windows-Taste auf seiner Tastatur. Dieses neue Bedienkonzept kann meiner Meinung nach überzeugen. Egal ob mit Maus oder Touchscreen lässt sich die Oberfläche gut bedienen und die Nutzung der Apps gefällt. Und um auf den vertrauten Desktop zu kommen klickt am ebenfalls auf die entsprechende Kachel.

Der Desktop ist sehr aufgeräumt. Am Anfang findet sich dort nix, als der Papierkorb. In der Taskleiste finden sich Schnellstarter für den Internet-Explorer und den Windows-Explorer. Den Desktop kann man mit altbekannten Gadgets wie Uhr, Kalender, Währungsrechner und einer Anzeige für die CPU Last verzieren. Während diese Kleinigkeiten eher Geschmackssache sind stellt der Task-Manager in Windows 8 eine wirkliche Verbesserung dar. Dieser wurde weiterentwickelt und bietet eine hervorragende Übersicht über das was sich auf dem System tut. In der Gallerie am Ende dieses Artikels findet ihr Bilder, welche einen guten Überblick über den Task-Manager bieten. Ebenfalls schön, die Spalten kann man frei nach Belieben anordnen.

Wer nun Angst hat, dass er ohne Startbutton nicht mehr in die Systemeinstellungen oder den Gerätemanager findet, der sei an dieser Stelle beruhigt. Durch die bekannte Tastenkombination Windows-Taste+C öffnet sich ein Menü, über das man die Systemeinstellungen und Gerätekonfiguration erreicht. Hier findet man all die Menüs wieder, die man für die Konfiguration des Rechners benötigt. Und hier versteckt sich auch der Knopf zum Herunterfahren und Neustarten des PCs. :-)

Fazit: Auf den ersten Blick macht Windows 8 einen soliden Eindruck und verspricht Spaß bei der Benutzung. Ob es sich auch für den Einsatz in Unternehmen eignen muss sich noch zeigen. Jedoch wüsste ich auf den ersten Blick nichts, was aus technischer Sicht dagegen spricht.

Ich warte jetzt darauf endlich das Final Release in die Hände zu bekommen und die neue Windows Version einem längeren Alltagstest zu unterziehen.

2 Klicks für mehr Datenschutz

Dem Heise-Artikel folgend habe ich neue Like-Buttons auf My-IT-Brain aktiviert. Diese sollen den Datenschutz stärken und müssen durch den ersten „Klick“ erst aktiviert werden, bevor man einen Artikel „liken“ kann.

Das Problem der alten Buttons war, dass sie schon beim Laden der Seite Daten an die Betreiber der Netzwerkplattformen übermittelten. Diese Daten enthalten unter anderem die URL, der aufgerufenen Seite, und eine Kennung, die einem Nutzer direkt zugeordnet werden kann, wenn er zeitgleich bei einer der Netzwerkplattformen angemeldet bzw. eingelogged ist. Details dazu erklärt der Heise Artikel Das Like-Problem.

Dieses Problem wird durch die neuen Like-Buttons vermieden. Durch den ersten Klick bestätigt ihr das ihr der Übertragung von Daten an das entsprechende Netzwerk zustimmt. Der zweite Klick führt dann die bekannte Like-Funktion aus.

Permalinkstruktur geändert

Seitdem ich mich ein wenig mehr mit dem Bloggen im allgemeinen und meinem Blog im speziellen beschäftigt habe gefiel mir meine alte Permalinkstruktur im Format https://www.my-it-brain.de/wordpress/archive/123 nicht mehr.

Aus der Wahl der „richtigen“ Permalinkstruktur kann man dabei gewiss eine Wissenschaft machen. Das habe ich hier jedoch nicht vor. Ich möchte lediglich bereits von der URL auf den Inhalt des Artikels schließen können. Darum habe ich die Struktur auf https://www.my-it-brain.de/wordpress/%postname% geändert.

Stellt man die Struktur der Permalinks einfach im Backend um, so hat dies zur Folge, dass alle vorhandenen Links auf einen 404-Fehler laufen. Um dies zu verhindern ist eine 301-Weiterleitung in die .htaccess-Datei einzufügen. Um mir das Leben so einfach wie möglich zu machen habe ich dazu einfach folgenden Generator benutzt.

Man gibt hier die Daten seines Blogs und der bestehenden Permalinkstruktur ein und generiert den Code für den Redirect. Diesen fügt man nun in die .htaccess-Datei ein, welche auf dem Webserver im gleichen Verzeichnis wie der Blog liegen sollte. Falls es noch keine solche Datei gibt legt man sie an. Wichtig: Zur Bearbeitung der .htaccess Datei sollte man keine Textverarbeitung wie MS Word oder LibreOffice verwenden. Am besten eignet sich ein Texteditor wie gedit, vim oder notepad++.

Bei mir hat es zuerst nicht funktioniert. Doch der Fehler war schnell gefunden. Da der Redirect Generator für eine englischsprachige WordPress Installation geschrieben wurde verwendete er als alte Permalinkstruktur https://www.my-it-brain.de/wordpress/archives/123. Darin ist aber ein „s“ zu viel, da die Struktur einer deutschsprachigen Installation wie folgt aussieht.

https://www.my-it-brain.de/wordpress/archive/123

Damit funktioniert die 301-Weiterleitung nun tadellos und ich habe schöne Links. :-)

Quellen:

Gesunder Menschenverstand vs. Bankingtrojaner 1:0

Zwar gelten die aktuell im Online-Banking eingesetzten TAN-Verfahren als hinreichend sicher, doch hält dies kriminelle Betrüger nicht davon ab einen neuen Versuch zu starten, um uns um unser Geld zu betrügen.

Ein neuer Trojaner namens Tatange fordert den Benutzer, eines infizierten Systems, beim Besuch einer Bankingwebsite auf, sich durch Eingabe einer mTAN zu authentifizieren. Bereits jetzt sollte man als Nutzer misstrauisch werden. Der Besuch und die bloße Betrachtung einer Webseite ist grundsätzlich möglich, ohne das man sich dazu anmelden muss.

Solltet ihr also eine solche Aufforderung auf eurer Online-Banking Seite erhalten, ist dies ein Indiz dass euer System evtl. mit Maleware versucht ist. In diesem Fall solltet ihr euer System mit einer aktualisierten Antivirussoftware überprüfen.

Die mTAN an sich erhält der Anwender, wie gewohnt per SMS. Die SMS enthält wie üblich Details zur Überweisung. Der Trojaner behauptet mit einer Meldung, dass es sich dabei um „experimentelle Daten“ handelt, die man ignorieren soll. Spätestens jetzt sollte der gesunde Menschenverstand Alarm schlagen. Von der Eingabe dieser mTAN sollte unbedingt abgesehen werden. Banken und Sparkassen fragen niemals nach einer TAN, ausser es soll eine Transaktion des Online-Bankings damit autorisiert werden.

In diesem Fall ist der Betrugsversuch so offensichtlich, dass ich mich Frage wie jemand auf diese Masche hereinfallen kann. Leider konnte ich noch keine Informationen recherchieren ob und wie viele Betrugsopfer es bisher in Deutschland gegeben hat.

Für mich ist klar, gegen diesen Trojaner schützt der gesunde Menschenverstand besser als jedes Antivirus Programm. Also bleibt wachsam. ;-)

Studie – Sicherheitsmängel bei Cloud-Speicherdiensten

Gestern habe ich in einem Artikel auf Golem von einer Studie der Fraunhofer-Gesellschaft zu Sicherheitsmängeln bei Cloud-Speicherdiensten erfahren. Die Studie untersuchte die Cloud-Speicherdienste CloudMe, CrashPlan, Dropbox, Mozy, TeamDrive, Ubuntu One und Wuala.

Die Forscher betrachten die genannten Dienste dabei aus der Nutzer-, rechtlicher und technischer Sicht.

Wie schon im Artikel auf Golem zu lesen stellt keiner der betrachteten Dienste eine Out-of-the-Box Lösung dar. Wer seine Daten in der Cloud speichern möchte, sollte sich also vorher genau seine Anforderungen überlegen und danach einen entsprechenden Dienst auswählen.

Mögliche Kriterien können sein, ob die Daten verschlüsselt abgelegt werden, oder wo sie gespeichert werden. Werden Daten auf Servern in den USA gespeichert, so kann auf diese Daten im Rahmen des Patriot Act zugegriffen werden. Dies ist auch dann der Fall wenn es sich beim Diensteanbieter um ein US Unternehmen oder eine Tochter einer US Firma handelt. Auch in diesem Fall kann ein Zugriff auf die Daten erfolgen, selbst wenn diese ausschließlich auf Servern in der EU oder innerhalb Deutschlands gespeichert sind.

Die Studie gibt für jeden der oben genannten Dienste einen Überblick, der sich wie folgt gliedert. Es wird aufgeführt für welche Betriebssysteme der Dienst zur Verfügung steht und über welche Schnittstellen (Webinterface, API) darauf zugegriffen wird. Gefolgt wird dieses Kapitel von Informationen über Lizenz- und Preisinformationen, sowie der Informationen nach welchen Sicherheits-Standards ein Dienst zertifiziert wurde. Das sich anschließende Unterkapitel widmet sich den Features, welche pro Dienst beschrieben und zu den anderen betrachteten Diensten abgegrenzt werden. Abschließend wird pro Dienst die Sicherheit betrachtet. Hier wurden folgende Aspekte untersucht.

  • Registrierung und Login
  • Verschlüsselung
  • Übermittlung zwischen Client und Server
  • Sharing mit Teammitgliedern und Dritten
  • Update der Software

Insgesamt bietet die Studie einen detaillierten Blick auf die betrachteten Dienste. Darüber hinaus nennt sie generelle Anforderungen an Cloud-Speicherdienste und bietet Informationen, die bei der Auswahl eines Anbieters beachtet werden sollten.

Aus meiner Sicht sollte jeder Administrator, Projektleiter oder Geschäftsführer, welcher den Einsatz von Cloud-Speicherdiensten für sein Unternehmen oder seine Kunden in Erwägung zieht, diese Studie zur Kenntnis nehmen.

Die Studie kann auf der Seite sit.fraunhofer.de, in verschiedenen Formaten, heruntergeladen werden. Da sich der Link zur Studie in der Vergangenheit schon einmal geändert hat, habe ich die Studie am Ende dieses Artikels zum Download angehängt.

Wirklich jedem möchte ich anraten die Bedingungen eines Cloud-Speicheranbieters genau zu studieren, bevor er sich für einen Dienst entscheidet. Nur so lässt sich beurteilen, ob ein Dienst wirklich für den geplanten Einsatzzweck in Frage kommt. Hier stehen wichtige Details häufig erst auf der zweiten oder dritten Seite, oder sind tief in den FAQs versteckt.

Dateien zum Download

LaTeX online kompilieren mit Scribtex

Durch einen Arbeitskollegen wurde ich vor einigen Tagen auf scribtex.com aufmerksam gemacht.

ScribTeX ist ein Online LaTeX Editor. Ohne eine lokale LaTeX Installation kann man auf dieser Seite seine Projekte erstellen und kompilieren. Man kann direkt loslegen, oder sich registrieren, um seine Projekte für spätere Zwecke speichern zu können. Für die Dateien gibt es eine Versionskontontrolle dabei, so dass man sich die vorhergehenden Bearbeitungsstände jederzeit ansehen und zu einem früheren Stand zurück gehen kann.

Seine *.tex Files kann man sich direkt online in ein PDF kompilieren lassen. Sollte doch ein mal ein Fehler im Code stecken, ist dieser dank integriertem Log schnell lokalisiert.

Mich hat dieses Angebot sofort begeistert und ich werde meine Briefe zukünftig nur noch online mit ScribTeX kompilieren. Mein Dank gilt an dieser Stelle meinem Lieblingsentwickler, durch den ich auf diese Seite aufmerksam geworden bin. ;-)

Ein kurzer Blick auf Google+

Google+ ist angetreten und im Meer der Social Networks mitzumischen. Seit einiger Zeit ist dieser Dienst für Privatpersonen und GoogleApps Benutzer zugänglich. Dieser Artikel gibt einen kurzen Blick auf Google+ und die Möglichkeiten die es bietet.

Neben dem Marktführer Facebook ist Google+ eines der größten Social Networks im Internet. Nach meinem rein subjektiven Empfinden ist  es sogar das Einzige, welches sich neben Facebook noch behaupten kann, während alte Weggefährten wie die VZ-Netzwerke, WkW und Lokalisten längst aus meinem Blickfeld geraten sind. Und auch das Business-Netzwerk XING verliert von Tag zu Tag an Attraktivität.

Mit Google+ kann man eigentlich alles machen, was Facebook auch bietet. Man kann Statusmeldungen, Bilder, Videos mit seinen Freunden teilen, einen Videochat starten und natürlich sein Profil mit allerlei persönlichen Informationen füllen. Einst war die Addressierung von Nachrichtenempfängern über die sogenannten Kreise noch etwas ganz neues. Seit einiger Zeit bietet Facebook mit den erweiterten Freundeslisten jedoch eine äquivalente Funktion.

Letzten Endes wird wohl der persönliche Geschmack entscheiden müssen ob und in welchen dieser sozialen Netze man sich tummeln möchte.

Seit noch nicht ganz so langer Zeit gibt es Google+ nun auch für GoogleApps Kunden. Nach anfänglicher Freude darüber machte sich bei mir auch Irritation breit. Nun verfüge ich nämlich über 2 Google+ Accounts. Meine Kontakte fügen entweder den einen, den anderen, oder beide Accounts ihren Kreisen hinzu. Ich auf der anderen Seite mag meine Kontakte nicht doppelt hinzufügen und habe einen Teil in dem einen und andere wiederum in dem anderen Account. Oh wie gerne würde ich diese beiden Accounts mergen, um effizient und einfach über nur noch ein Google+ Konto kommunizieren zu können.

Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. In seinem offiziellen Blog finden sich Hinweise auf ein Tool zur Migration des persönlichen Google+ Accounts in den Google+ Account von GoogleApps. Leider hat Google noch kein Datum für die Veröffentlichung dieses Tools genannt. Schade, denn im Moment nutze ich meine Accounts kaum.

Falls es euch so geht wir mir, haltet den Google Blog oder My-IT-Brain im Auge. Sobald das Tool verfügbar ist, werde ich im Blog darüber informieren und meine Erfahrungen damit teilen.

 

Installation eines Secondary DNS Servers

Vor kurzen haben wir unsere Domaindaten wie Owner, Admin-C, Tech-C und Zone-C, für unsere Domains, aktualisieren lassen. Nun sind auch unsere neue Adresse und Telefonnummern hinterlegt.

Im nächsten Schritt stand die Installation eines Secondary DNS Server an. Der Primary DNS Server ist ein Windows 2003 Server. Wäre dieser Server gleichzeitig ein Domain Controller wär die Sache ziemlich einfach. In diesem Fall installiert man einen zweiten Server, stuft ihn zum DC hoch und fügt ihn dabei der vorhandenen Domain hinzu. Die DNS Zonen werden in diesem Fall automatisch auf den neuen DC repliziert.

Da es sich in diesem Fall jedoch nicht um einen DC handelt sieht das Vorgehen etwas anders aus. Zuerst benötigen wir einen zweiten DNS-Server. In unserem Fall habe ich mich für einen Windows Server 2008 R2 entschieden und auf diesem die DNS-Rolle hinzugefügt. Prinzipiell hätte ich auch einen Linux Server mit Bind verwenden können, doch das wollte ich mir nicht antun.

Ist der neue Server up-and-running müssen nun noch die Zonen auf diesen Server übertragen werden. Hierzu werden die folgenden Schritte ausgeführt.

  1. Man öffnet den DNS-Manager aus dem Menü Start->Verwaltung. In diesem ist bisher nur unser frisch installierter Server zu sehen.
  2. Nach einem Rechtsklick auf das Wurzelelement „DNS“ wählt man den Punkt „Mit DNS Server verbinden…“. Im sich öffnenden Dialogfenster gibt man die IP oder den FQDN des Masterservers ein und bestätigt mit „OK“. Der Masterserver ist der Server, auf dem die Zonen bereits existieren.
  3. Man öffnet die Struktur des Masterservers bis die einzelnen Forward-Lookupzonen angezeigt werden. Die folgenden Schritte müssen für jede Forward-Lookupzone ausgeführt werden, die auf dem Secondary DNS Server verwaltet werden soll.
  4. Im linken Teil des Fensters wird ein Rechtsklick auf die entsprechende Forward-Lookupzone ausgeführt und der Punkt „Eigenschaften“ aus dem Kontextmenü gewählt. Im sich öffnenden Dialogfenster wechselt man auf die Registerkarte Zonenübertragungen.
  5. Auf dieser Registerkarte setzt man den Haken wie im Screenshot zu sehen.
  6. Über die Schaltfläche Bearbeiten fügt man nun den gerade neu aufgesetzten Server hinzu. Es ist wichtig, dass der FQDN des neuen Servers korrekt aufgelöst werden kann. Durch diese Einstellung ist der neue Secondary DNS Server berechtigt Zoneninformationen vom Masterserver abrufen zu dürfen.
  7. Jetzt öffnen wir die Baumstruktur unsers neuen DNS Servers im DNS-Manager und führen einen Rechtsklick auf den Punkt „Forward-Lookupzonen“ aus. Ein Klick auf „Neue Zone…“ startet den Assisstenten zum hinzufügen neuer Zonen.
  8. Im zweiten Schritt des Assistenten wählen wir „Sekundäre Zone“ aus und klicken auf Weiter. Jetzt muss der Zonenname angegeben werden. Diesen können wir entweder direkt eingeben oder über die Schaltfläche „Durchsuchen“ , wie in einem Explorer, zur gewünschten Forward-Lookupzone navigieren.
  9. Damit die Zone korrekt aufgelöst werden kann wird im nächsten Schritt die IP des Masterservers eingeben. Dies ist der bereits existierende DNS Server, welcher die ausgewählte Zone bereits verwaltet.
  10. Am Ende wird der Assistent mit einem Klick auf „Fertig stellen“ abgeschlossen. Der neu aufgesetzte Secondary DNS Server holt sich nun die DNS Informationen dieser Zone vom Masterserver und kann DNS Anforderungen entsprechend auflösen.

Mit den oben genannten Schritten haben wir jetzt eine Forward-Lookupzone auf dem neuen Secondary DNS Server hinzugefügt. Die genannten Schritte sind so für jede Zone erneut auszuführen, die vom neuen DNS Server verwaltet werden soll. In meinem Fall waren 16 Zonen zu bearbeiten, was eine entsprechende Fleissarbeit darstellt.

Damit die DNS-Konfiguration sauber ist, ist darauf zu achten, dass der neue Server auch in jeder Zone, die er verwaltet, als Nameserver eingetragen ist. Dies sollte zum Abschluss dringend kontrolliert werden, da sich so unnötige Fehler vermeiden lassen.

Starmoney 8 – Als Update nicht schlecht

Vor einigen Wochen ist der Support für mein Starmoney 7 ausgelaufen. Von diesem Zeitpunkt an erhält das Programm keine Sicherheitsupdates mehr und wird darüber auch nicht mehr mit aktualisierten Bankparametern versorgt.

Da die Webportale der Banken und Sparkassen inzwischen ziemlich übersichtlich sind habe ich mir überlegt, ob ich Starmoney überhaupt noch nutzen möchte. Schließlich ist Starmoney 7 eines der letzten verbliebenen Programme wegen denen ich noch Windows benutze.

Ich habe mich für ein Update auf Starmoney 8 entschieden, da ich gern alle Konten, der verschiedenen Banken, Sparkassen und Kreditinstitute aus einem Programm heraus verwalten und im Blick behalten möchte. Zudem konnte ich als Besitzer der Vorgängerversion die aktuelle Version 8 zum Update-Preis von 29,90 EUR erwerben. Das war mir die Software dann doch wert.

Die Onlinebestellung der Downloadversion lief problemlos. Ebenso wie Download und Installation des Programms. Positiv ist mir bei dieser Installation aufgefallen, dass die vorhandene Starmoney-Datenbank aus der Version 7 automatisch in den Pfad der Version 8 verschoben und eingebunden wurde. Dies musste man bei vorhergehenden Programmupdates noch selbst machen. Nach dem ersten Start wird man mit einer optisch überarbeiteten Oberfläche begrüßt. Die Einstellungen wurden automatisch aus der Vorgängerversion übernommen und man kann direkt loslegen. So gefällt mir das.

Fazit: Starmoney ist ein gutes und übersichtliches Programm. Schade dass es nicht auch für Linux verfügbar ist. Die 29,90 EUR für die Updateversion ist es allemal wert. Bei 49,90 EUR für die Vollversion sollte man sich vielleicht doch fragen, ob die Webseiten der Banken und Sparkassen nicht genauso gute Dienste leisten.

Easy Servermigration mit RSYNC

Soll ein Linux-Server auf eine neue Hardware umziehen, stehen uns hier mehrere Wege offen. Ich selbst habe die letzte Migration dieser Art mit RSYNC durchgeführt. Dies hat so gut geklappt, dass ich euch hier beschreiben möchte, wie dabei vorzugehen ist.

Ich habe mich für die folgende Vorgehensweise entschieden.

  1. Installation der Linuxdistribution des Quellsystems auf der neuen Hardware. Z.B. Quelle = Ubuntu Server 11.10 und Ziel = Ubuntu Server 11.10.
  2. Das Netzwerkinterface wird auf eine freie IP Adresse aus dem Netz konfiguriert, in dem sich auch das Quellsystem befindet.
  3. Für die Migration aktivieren wir auf dem Zielsystem den root-Account, in dem wir ihm ein Passwort geben -> sudo passwd root
  4. Um vom Quellsystem auf den neuen Server zugreifen  zu können installieren wir einen SSH-Server und richten uns den Zugriff über Public-Keys ein. Wie dies funktioniert wird sehr gut im Artikel SSH im Ubuntuusers Wiki erklärt.
  5. Auf dem neuen Server sollen nach der Migration die gleichen Pakete installiert sein wie auf dem Quellsystem. Dazu erstellt man auf dem Quellsystem mit dpkg –get-selections | awk ‚!/deinstall|purge|hold/ {print $1}‘ > ~/packages.listeine Liste aller installierten Pakete. Damit bei der Installation dieser Pakete die gleichen Paketquellen wie auf dem Quellsystem verwendet werden sichern wir diese ebenfalls mit find
    find /etc/apt/sources.list* -type f -name '*.list' -exec bash -c 'echo -e "\n## $1 ";grep "^[[:space:]]*[^#[:space:]]" ${1}' _ {} \; > sources.list.save

    in eine Datei. Diese beiden Dateien übertragen wir nun via SCP auf das Zielsystem.

  6. Nun kopiert man die sources.list.sav nach /etc/apt/sources.list und führt anschließend mit apt-get updateein Update der Quellen durch. Mit dem folgenden Befehl werden die Pakete aus der zuvor erstellten Liste installiert. ->
    xargs -a „packages.list“ sudo apt-get install
  7. Jetzt ist die Migration schon fast geschafft. Als nächsten kopieren wir uns die /etc/fstab und /etc/network/interfaces um später noch auf Infos aus diesen Dateien arbeiten zu können. Im letzten Schritt kopieren wir mit rsync -avz Quelle root@Zielhost:/ die benötigten Verzeichnisse und Dateien auf unser Zielsystem. Wird RSYNC als root ausgeführt werden dabei automatisch alle Zugriffsrechte beibehalten.
  8. Nachdem RSYNC durchgelaufen ist müssen nur noch die Dateien /etc/fstab und /etc/network/interfaces kontrolliert werden, damit der Server nach einem Reboot seine Festplatten findet und mit der IP-Konfiguration des Quellsystem startet. Das Quellsystem sollte nun vom Netzwerk getrennt werden.

Jetzt fehlt nur noch ein Neustart des neuen Servers und schon ist die Migration abgeschlossen. Das es so einfach geht hätte ich vorher selbst nicht gedacht. Aber nach der ersten Erfahrung werde ich bei der nächsten Migration wieder zu diesem Mittel greifen.