Archiv des Autors: Jörg Kastning

Das ganze Internet ist ein…

…riesiger Misthaufen, welcher Perlen enthält. So lautet ein Zitat von Joseph Weizenbaum, dem selbsternannten Dissidenten und Ketzer der Informatik.

Ich habe heute einige dieser Perlen gefunden. Und zwar in Form guter, leicht verständlicher Artikel auf den Seiten der Mozilla Foundation. Da ich euch diesen Fund nicht vorenthalten will erfahrt ihr nun worum es eigentlich geht.

Täglich arbeite ich im Schnitt an zwei verschiedenen Notebooks und PCs. Auf all diesen Geräten ist der Mozilla Firefox meine erste Wahl. Heute habe ich mir den Passwort Manager des Firefox mal etwas näher angesehen. Der Passwort Manager speichert für euch Benutzernamen und Passwörter von Webseiten und trägt diese automatisch in die entsprechenden Felder ein, wenn ihr die Seite wieder besucht.

Bevor ich nun aber meine Benutzernamen und Passwörter dem Browser anvertrauen mag, möchte ich mich erst einmal darüber informieren, ob diese Daten dort denn auch sicher sind. So suchte ich erstmal auf den Seiten von www.mozilla.org nach Informationen und wurde überraschend schnell fündig. Unter diesem Link wird in deutscher Sprache, leicht verständlich und ausführlich beschrieben, wie man seine Benutzernamen und Passwörter im Browser speichern kann. Am Ende des Artikels findet sich noch ein Link zu einer weiteren Support Seite, wo erklärt wird wie man „Passwörter mit erhöter Sicherheit“ erstellen kann. Und auch hier ist einfach und allgemeinverständlich beschrieben wie man dabei vorgeht. Dabei ist mir besonders positiv aufgefallen, dass diese Seiten ohne großes Fachvokabular auskommen. So verstehen auch Nicht-Informatiker worum es geht.

Nach kurzem Stöbern stieß ich auf eine weitere Perle namens Firefox-Sync. Firefox Sync ist ein Cloud-Dienst mit dem man seine Lesezeichen, Chronik, Passwörter und offenen Tabs mit einer anderen Installation von Firefox synchronisieren kann. Bevor die Daten zum Dienst in die Cloud hochgeladen werden, werden sie auf dem lokalen Rechner verschlüsselt. So soll verhindert werden, dass jemand eure Benutzerdaten und Passwörter aufdecken kann, sollte er an die in der Cloud gespeicherten Daten gelangen.  Der Artikel ist so gut geschrieben, dass ich es selbst nicht besser machen könnte. Darum möchte ich euch bei Interesse direkt auf die Seite von Mozilla verweisen. Ich werde mir Firefox-Sync nach den dortigen Anweisungen einmal einrichten und schauen wie gut es klappt. Alle gefundenen Links von heute findet ihr nochmal zusammengefasst am Ende dieses Artikels.

Viele Grüße

JohnDoe

Links

Und weiter geht’s!

Nach kurzer Überlegung und dem Feedback welches ich in den letzten Tagen bekommen habe, steht nun fest, dass es My-IT-Brain auch in Zukunft geben wird.

Es hat ein paar kleine Veränderungen gegeben. Um mein Hostingpaket zukünftig besser ausnutzen zu können landet ihr unter www.my-it-brain.de nun zuerst auf einer Startseite. Alle weiteren Dienste werden zukünftig in Unterverzeichnissen auf dem Webserver installiert und auf dieser Startseite verlinkt. Dieses Blog ist aber auch direkt über die URL blog.my-it-brain.de erreichbar, so dass ihr euch den Umweg sparen könnt. ;-)

Da ein Blog zum Veröffentlichen von Anleitungen und Tutorials nur mäßig geeignet ist wird es auf My-IT-Brain in Zukunft auch ein Wiki geben. Ein Mediawiki ist hierfür bereits installiert worden und von der Startseite oder direkt über die URL wiki.my-it-brain.de erreichbar.

Das Wiki ist noch leer und kahl. Denn allein ist es auch nicht so einfach ein Mediawiki fertig einzurichten. So werdet ihr euch wohl noch ein wenig gedulden müssen bis ihr auch hier in Artikeln stöbern könnt.

In naher Zukunft bekomme ich noch Unterstützung durch einen Kollegen, der hier auf My-IT-Brain bloggen will. So wird es hier auch häufiger neuen Stoff für euer „Brain“ geben. Die Themen werden ihre Berührungspunkte dabei vor allem im IT-Bereich haben und von Alltagstipps bis in die Tiefen der Nerdecke reichen. My-IT-Brain freut sich wenn ihr auch in Zukunft immer wieder vorbei schaut.

Braindead or not?

Hinter dem Titel versteckt sich meine heutige Überlegung My-IT-Brain abzuschalten. Die Hintergründe dieser Überlegung will ich hier kurz wiedergeben.

Meine Intention beim Start von My-IT-Brain war auf einem eigenen Blog kurze Tutorials, Anleitungen und HowTos zu veröffentlichen, die mir und evtl. anderen nützliche Hilfestellung bei der Administration und Benutzung von PCs, Betriebssystemen, etc. sein können. Später kam mir noch die Idee, dass ich hier Erfahrungsberichte veröffentlichen kann, wenn ich mich mal wieder mit neuen Diensten auseinandergesetzt habe (z.B. Google Apps oder MyPhonebook). Und da ein Blog von der Aktivität seines Autors lebt habe ich mir das Ziel gesetzt pro Woche einen Artikel zu veröffentlichen.

Tja, dieses Ziel habe ich um Lichtjahre verfehlt. Diese Zielverfehlung und die Überlegung, dass ein Blog nicht gerade die optimale Methode ist um Anleitungen zu veröffentlichen lassen mich darüber nachdenken diese Seite abzuschalten, um dem Web eine weitere schlecht gepflegte Seite zu ersparen.

Als ich mir heute die Blogstatistik angesehen habe ist mir jedoch aufgefallen, dass My-IT-Brain, wenn auch von einer wirklichen geringen Anzahl Nutzern, doch regelmäßig aufgerufen wird. Auch lässt sich ein spürbarer Anstieg der Besuchszahlen erkennen, wenn ich durch Twitter Meldungen auf neue Beiträge hingewiesen habe.

Nun bin ich hin- und hergerissen. Komplett einstampfen möchte ich diese Seite nur ungern, doch sie in ihrer jetzigen Form weiterbetreiben möchte ich sie auch nicht. Was genau mit My-IT-Brain geschieht werde ich in den nächsten Wochen entscheiden.

Wenn euch My-IT-Brain bisher gefallen hat und/oder ihr Verbesserungsvorschläge habt, oder ihr gar mitmachen und eigene Artkel hier veröffentlichen möchtet, so meldet euch. Vielleicht bleibt My-IT-Brain dann dank euch am Netz. ;-)

Fest steht, dass ich in unregelmäßigen Abständen meine Ideen, Rezensionen und Tutorials weiter ins World Wide Web bringen will. Ob hier, im Blog meines Unternehmens oder auf Seiten Dritter wird sich zeigen. Ich hoffe ihr folgt mir weiter. :-)

Kommt gut durch die Woche.

Erste Erfahrung mit MyPhonebook

Für viele Besitzer eines Smartphones ist ihr Mobiltelefon heute weit mehr als nur ein Telefon. Bietet es doch die Möglichkeit sein komplettes Adressbuch mit allen Kontakten, Adressen, Telefonnummern, E-Mailadressen, IM Nummern etc. bei sich zu tragen.

So pflege auch ich meine Kontakte nur noch auf meinem iPhone. Schon länger habe ich mir dabei Gedanken gemacht, wie ich diese Kontakte am besten sichern kann.

Da ich eine Abneigung gegen iTunes habe kam eine Synchronisation mit diesem Programm für mich nicht in Frage. Zudem ist iTunes nur für Windows verfügbar, was für mich als Linux Nutzer zusätzlichen Aufwand bedeutet. Zuletzt habe ich mein Augenmerk auf zwei Dienste gelegt, die Versprechen die Daten meines Mobiltelefons zu synchronisieren und zu sichern. Namentlich sind dies iCloud von Apple und MyPhonebook von T-Mobile.

Nach kurzer Recherche viel iCloud bereits heraus. Der Dienst ist mir zu sehr auf Apple Produkte beschränkt und ich fürchtete, dass die Daten in der iCloud nutzlos sind wenn ich mir ein Handy zulege, welches nicht von Apple stammt und auf das die Daten dann zurück gespielt werden sollen. Zudem las ich an verschiedenen Stellen im Netz, dass Apple für seinen Dienst iCloud auf die Cloud-Infrastrukturen von Amazon und Microsoft zurückgreift. Beim Gedanken an die Sicherheit und Vertraulichkeit meiner Daten lief mir ein kalter Schauer über den Rücken. Auch das Studium der Datenschutzbestimmungen lies dieses „ungute“ Gefühl nicht weichen. Und so entschied ich mich mir den Dienst von T-Mobile näher anzusehen.

MyPhonebook ist ein Cloud-Dienst der Telekom Tochter T-Mobile. Er wird für eine große Variation an Smartphones verschiedener Hersteller angeboten und bietet je nach Endgerät die Synchronisation von Kontakten, Kalender, Aufgaben und Notizen. Was genau MyPhonebook ist und wie der Dienst funktioniert wird auf den Seiten von T-Mobil anschaulich und einfach erklärt. So fand ich sehr schnell eine Antwort auf meine erste Frage:

Sind meine Daten sicher bei MyPhonebook?

Ja! Ihre Daten werden sicher auf einem Server der Telekom gespeichert und sind nur von Ihnen einsehbar.

Diese Sicherheitsmaßnahmen entsprechen den Prozessen und Verfahren der Group Security der Deutschen Telekom. Kein Telekom Mitarbeiter kann Ihre Daten einsehen, außer Sie geben Ihren Kundencenter (Mobilfunk)-Benutzernamen und Ihr –Passwort an Dritte weiter.

Bitte vermeiden Sie daher die Weitergabe Ihres Benutzernamens und Ihres Passwortes.

Weiterführende Links zu anderen Seiten:

Diese Zusicherung und die Möglichkeit meine Kontakte bequem am Webbrowser bearbeiten zu können veranlassten mich, diesen Dienst heute einmal auszuprobieren.

Der erste Start war dabei durchaus etwas steinig. Bei der ersten Synchronisation brach der Vorgang nach einer Weile wegen eines Zeitüberschreitungsfehlers ab. Nach einem erneuten Start des Sync-Vorgangs lief dieser fehlerfrei durch. Leider hatte ich nun alle Kontakte Doppelt im MyPhonebook. Also habe ich alle Kontakte in meinem Kundencenter gelöscht und den Vorgang noch einmal von neuem gestartet. Dieses Mal lief alles glatt und ich habe eine Kopie der Daten in der Cloud.

Ändere ich nun Daten auf meinem Mobiltelefon und synchronisiere die Kontakte erneut finden sie sich wie erwartet in der Cloud wieder. Ebenso werden Änderungen, die im Browser an den Daten durchgeführt werden sauber auf das Mobiltelefon zurück synchronisiert. Sehr erfreut bin ich darüber, dass das Löschen des kompletten Adressbuchs in der Cloud nicht die Leerung der Kontakte auf dem Mobiltelefon nach sich zieht.

Was nicht funktionierte ist die Kalendersynchronisation. Diese funktioniert nur wenn man den lokalen Kalender benutzt. Ich habe aber Kalender von Google Apps eingebunden. Diese müssen aber nicht synchronisiert werden, da sie ja bereits in der Cloud sind und ich so jederzeit drauf zugreifen kann. ;-)

Fazit: Ein netter Dienst für T-Mobile Kunden um seine Kontakte einfach und komfortabel zu sichern. Wie gut die Rücksicherung auf ein anderes Endgerät funktioniert teste ich dann wenn ich mal ein anderes Mobiltelefon besitze.

XP AntiSpy…nicht nur für Windows XP

Heute möchte ich auf ein kleines, aber dennoch sehr nützliches, Toll aufmerksam machen, welches ich schon einige Zeit aus den Augen verloren habe.

Das Tool heisst xp-AntiSpy und um zu erklären was es macht möchte ich die Beschreibung von der Webseite des Projekts zitieren:

Der xp-AntiSpy ist eigentlich nicht mehr als ein Tool, das Einstellungen am System vornimmt, die man, sofern man sie vornehmen will, auch manuell machen kann. Es macht das Ganze nur automatisch. Diese Einstellungen, die dort gemacht werden, kursieren auf vielen User-Boards unter dem Namen ‘Installationsanleitungen’. Eine dieser Installationsanleitungen gibt es bei NVinside.de. Es geht im Grunde genommen um Funktionen, die in Windows-Komponenten wie dem Internet Explorer eingebaut sind und dazu dienen, sich mit anderen Computern im Internet zu verbinden. Vorwiegend wollen sich diese Funktionen mit Microsoft verbinden, um z.B. Fehlerprotokolle nach einem schweren Programm/Systemfehler oder die Anfrage nach neuen Updates zu senden. Leider kann man nicht sagen, ob wirklich nur Fehlerprotokolle und Updateanfragen gesendet werden, und welche Daten des Benutzers mitgesandt werden. Ich habe diese Installationsanleitungen nicht geschrieben, aber ich habe mich damit beschäftigt, diese doch recht aufwändigen Schritte zu vereinfachen. Das ist dann der xp-AntiSpy geworden. Die Einstellungen, die dieses Programm vornimmt, sind frei wählbar und beim Start auf die empfohlenen voreingestellt. Benutzer, die also mehr über dieses Betriebssystem und seine Anforderungen daran wissen, können diese Einstellungen an ihre Vorstellungen anpassen. Das Programm hätte genauso gut in Form einer Batchdatei daherkommen können, nur wäre die Bedienung dann wesentlich komplizierter gewesen.
Das Programm ist eine einzelne, ausführbare Datei, die nicht installiert werden muss.
Die Einstellungen, die das Tool vornimmt, können selbstverständlich auch wieder Rückgängig gemacht werden.

Zitat von http://xp-antispy.org/about/

Mit diesem Tool lassen sich viele Einstellungen, die sonst ziemlich tief im System versteckt sind, einfach per Mausklick vornehmen. Und das ganz ohne Risiko, da man auf Wunsch den vorherigen Zustand ebenso einfach wieder herstellen kann.

Dieses Tool optimiert neben Windows XP auch Windows 2000, Vista und 7. Somit lasse sich nervige Funktionen auch unter den neuen Microsoft Betriebssystemen schnell und einfach abstellen.

Link zur Homepage: http://xp-antispy.org/

Kein Anschluss…

Was ist das wichtigste was man in einer neuen Wohnung braucht? Richtig. Nach fließend Wasser und ausreichend „Schachtpappe“ ist sicher der Internetanschluss das wichtigste, will man auf der immer schnelleren Datenautobahn nicht abgehängt werden. Es ist doch nichts ärgerlicher, als ohne Internetzugang in den neuen vier Wänden zu sitzen, oder?

Damit mir dies nicht passiert habe ich mich rechtzeitig um diese Angelegenheit gekümmert. Als langjähriger und zufriedener Telekom-Kunde habe ich mich zuerst auf der Homepage von T-Home nach einem Anschluss umgesehen. Ich entschied mich für einen Call&Surf IP Anschluss. Über die Dialoge auf der Homepage wurde ich direkt zum Auftragsformular geführt und beauftragte am 10.10.2011 den Anschluss für die neue Wohnung. Ich war mir sicher mit so viel Vorlaufzeit am 04.11.2011 in der neuen Wohnung mit dem neuen Anschluss durchstarten zu können. Als ich dann am 17.10.2011 die schriftliche Auftragsbestätigung erhielt, welche die Bereitstellung für den 28.10.2011 bestätige war ich beruhigt.

Heute sitze ich mit der pünktlich gelieferten Hardware in meiner Wohnung und möchte den neuen Anschluss in Betrieb nehmen. Die dafür notwendigen Schritte habe ich die letzten Jahre meines Berufslebens schon so häufig erledigt, dass alles schnell vorbereitet ist. Alle Kabel sind gesteckt. Die Schnellkonfigurationgs-Wunder-CD-die-alles-automatisch-macht habe ich gleich in den Müll geworfen. Denn selbst ist der Mann und Mann will Herr über die Technik sein und nicht ihr Knecht.

Also Stecker in die Steckdose und gespannt auf die LEDs des mitgelieferten Routers geschaut. Und was passiert? Könnt ihr es euch bereits denken? Genau. Es passiert rein gar nix. Der Router startet erst gar keine DSL-Synchronisation. Warum auch? Wäre ja zu schön gewesen. So hab ich gleich meine Kundendaten zusammen gesucht, bin in meine alte Wohnung zurückgekehrt und habe mich ins Kundencenter der Telekom eingeloggt. Denn wenn ich eins in den letzten Jahren gelernt habe dann, dass eine Entstörung am besten klappt wenn man sie online aufgibt.

Und siehe da, der Problemlösungsassistent diagnostiziert ein Problem im DSL-Netz. Eine Störung wird eröffnet und man wird sie sobald es geht bearbeiten.

Liebe Telekom, das war jetzt aber kein guter Start. Aber als treuer Kunde will ich euch noch eine zweite Chance geben. Wenn ihr den Anschluss nun schnell zum laufen bringt bin ich euch auch nicht weiter böse und freue mich darüber auch in meiner neuen Wohnung auf der Datenautobahn surfen zu können.

Hm. Erwähnte ich bereits, dass mein Arbeitgeber an seinem neuen Standort neben der Standleitung für das Unternehmen auch einen einfachen DSL-Anschluss für ein Besucher-Netz einrichten wollte? Nein? Tja dann ratet mal wie gut das geklappt hat. Ok ich sag’s euch. Gar nicht. Erst wollte man uns als Unternehmen keinen Privatanschluss verkaufen. Nach dieser ersten Hürde sollte der Anschluss am alten Standort bereitgestellt werden. Ok, klassisches Missverständnis. Neue Auftragsbestätigung und der Termin kann noch gehalten werden. Bis eine Woche vor unserem Umzug die Meldung kommt: „Uuups, wir können dort gar keinen IP Anschluss bereitstellen.“ Aber es besteht die Möglichkeit auf einen Standard oder Universalanschluss auszuweichen. Auch das haben wir schnell getan. Und bekamen auch schnell Antwort. Das Ergebnis liebe Telekom ist, dass ihr uns auch hier kein DSL liefern könnt, obwohl ihr es uns erst mehrfach versprochen habt.

Ich hoffe das mir so eine Mitteilung erspart bleibt. Ich will mir die gute Laune nicht verderben lassen und glaube fest daran, dass ihr die Störung an meinem neuen Anschluss schnell behebt. Und da ich ein Optimist mit Erfahrung bin, freue ich mich umso mehr auf noch verfügbare funktionierende Anschlüsse zurückgreifen zu können.

Einen schönen Abend noch ;-)

PS: Liebe Telekom, bitte vermasselt den Switch unseres IP-Netzes am kommenden Wochenende nicht. Ich möchte nur ungern auf die gebuchten Fluchttickets Richtung Cuba zurückgreifen. ;-)

Onlinebanking mit iTAN und mTAN

Schon seit längerem werden Bankkunden von ihren Instituten umworben ihr bisheriges TAN-Verfahren auf das mTAN bzw. smsTAN Verfahren umzustellen.

Üblich im Onlinebanking war zuletzt iTAN. Man bekam eine nummerierte Liste mit TAN Nummern. Zur Bestätigung eines Auftrags wurde man zur Eingabe einer bestimmten Nummer von dieser Liste aufgefordert. Warum sollte man zum mTAN/smsTAN wechseln?

iTAN gilt nicht mehr als sicher. Durch Phishing- und Man-in-the-middle-Angriffe ist es möglich diese TAN-Nummern für betrügerische Transaktionen zu missbrauchen.

Dabei kann man sich vor Phishing-Attacken noch relativ einfach schützen. Das Kreditinstitut wird niemals zur Eingabe von TAN-Nummern und den dazugehörigen Index-Nummer (den Nummern der TAN) auffordern. Wird man zu einer solchen Eingabe aufgefordert deutet dies auf einen Betrugsversuch hin. Ausser zur Transaktionsbestätigung oder zum Login in den Onlinebankingbereich wird fragen Banken auch nie nach der persönlichen PIN. So ist es möglich sich mit gesundem Menschenverstand weitgehend vor Phishing-Attacken zu schützen.

Ein Man-in-the-middle Angriff ist nicht so einfach zu erkennen. Das hier aktive Schadprogramm arbeitet versteckt im Hintergrund. Das Risiko lässt sich hier nur durch den Einsatz einer Antivirussoftware minimieren.

Die iTAN-Liste hat aber noch einen weiteren Nachteil. Möchte man auch von unterwegs Überweisungen oder andere Transaktionen tätigen, die eine TAN erfordern, so ist man gezwungen stets die TAN-Liste mit sich zu führen. Nicht nur dass so die Gefahr steigt, dass Informationen leichter ausgespäht werden können. Es ist einfach unpraktisch immer diese Liste dabei haben zu müssen.

Aus dem zuletzt genannten Grund habe auch ich mich vor kurzem Entschieden mein TAN-Verfahren auf smsTAN umzustellen. Nach der Registrierung meiner Handynummer erhalte ich nun zur Bestätigung einer Transaktion eine SMS mit einer TAN auf mein Handy gesendet. Diese TAN ist auch nur für exakt diese Transaktion gültig. Wir in der SMS ein anderer Betrag oder Empfänger aufgeführt kann man sofort erkennen, dass ein Betrugsversuch stattfindet und den Vorgang abbrechen. Ganz davon abgesehen bietet es mehr Kompfort, da man nicht mehr auf eine Liste im Papierformat angewiesen ist. Ich nutze dieses Verfahren nun schon einige Zeit und bisher kamen alle SMS mit der TAN nur Sekunden nach dem Absenden eines Transaktionsauftrags. So musste ich bisher noch nie auf eine TAN warten.

Auch auf das smsTAN/mTAN Verfahren sind Angriffe möglich. Wikipedia führt mögliche Angriffe im Artikel über Transaktionsnummern auf. Die Gefahr, dass Kontonummer und PIN ausgespäht werden und anschließend ein Diebstahl des Handys erfolgt ist durchaus real. Zudem ist das Ausspähen und der Diebstahl des Telefons häufig noch weniger aufwändig, als bspw. die Durchführung einer Man-in-the-middle-Attack.

Zu beachten ist, dass die meisten Institute in ihren AGBs zum smsTAN-Verfahren darauf hinweisen, dass das Gerät zum Empfang der TANs nicht zum Onlinebanking verwendet werden darf. Der Grund ist einfach nachzuvollziehen. Betreibt man Onlinebanking auf dem gleichen Gerät, dass auch die TAN empfängt so kann schon der Diebstahl dieses einen Gerätes genügen um alle Informationen zu besitzen, um betrügerische Transaktionen durchzuführen.

Mein persönliches Fazit lautet daher, dass iTAN und smsTAN sich von der Sicherheit her nicht viel nehmen. Wenn man bei seinen Bankgeschäften gesunden Menschenverstand walten lässt, auf seinem Windows PC eine aktuelle Antivirussoftware einsetzt und seine Bankgeschäfte nur vom PC daheim aus führt ist iTAN genauso sicher und praktikabel wie smsTAN. Einzig wenn man auch von unterwegs Transaktionen tätigen muss oder möchte stellt smsTAN eine echte Erleichterung da.

Einsatz von Google Apps im Unternehmen

Der Begriff Cloud Computing ist schon seit längerem in aller Munde. So verwundert es auch nicht, dass auch Google Dienste aus der Cloud anbietet.

Google Apps for Business ist eine vollständige Groupwarelösung aus der Cloud, welche folgende Dienste umfasst:

  • E-Mail
  • Kalender
  • Textverarbeitung
  • Tabellenkalkulation
  • Präsentationen

Damit bringen die Google Apps alle Funktionen mit, um eine Alternative zu herkömmlichen Bürosuiten wie z.B. Microsoft Office oder LibreOffice darstellen zu können. Doch wie bewährt sich dies Lösung im Praxiseinsatz?

Seit dem 1.9.2011 arbeite ich als Systemadministrator bei der Synaxon AG. Bei SYNAXON wird in Sachen  Groupware vollständig auf Wikis und Google Apps gesetzt. Das bietet mir die Möglichkeit, nach knapp zweimonatiger Nutzung ein kurzes Fazit zu ziehen.

Google Apps ist die einzig mir bekannte Lösung mit der es wirklich möglich ist mit mehreren Personen zeitgleich an einer Datei zu arbeiten. Nahezu in Echtzeit kann man sehen wer welche Änderungen an einem Dokument bzw. eine Tabelle vornimmt. Alle Änderungen werden in einer Historie gespeichert, so dass sich alle Änderungen wieder rückgängig machen lassen. Die Google Apps bieten dabei prinzipiell alle Funktionenen zur Formatierung und Formelberechnung wie klassische Office Suiten auch. Damit lassen sich fast alle Anforderungen mit dieser Lösung abdecken.

Jedoch hat Google Apps auch Grenzen. So fallen für gewöhnlich in der Buchhaltung sehr große Tabellen an, die über und über mit Formeln gefüllt sind. Hier kann die Google Tabellenkalkulation nicht mit MS Excel oder LibreOffice Calc mithalten. Die zuletztgenannten bieten mir Zellen und können mit weit größeren Tabellen umgehen. Jedoch kann an diesen immer nur eine Person zeitgleich arbeiten, während die Google Tabllen eine echte parallele Bearbeitung zulassen.

Bei starker Auslastung der Internetanbindung reagieren die Dokumente etwas träge was sich störend auswirkt. Insgeamt lässt sich dieser Nachteil aber verschmerzen, da der Vorteil der zeitgleichen Bearbeitung in meinen Augen überwiegt.

Wir konnten in unserem Unternehmen die Anzahl der benötigen MS Office Lizenzen, durch konsequente Nutzung von Google Apps, drastisch reduzieren und Kosten sparen. Für Poweruser stellen wir LibreOffice zur Verfügung, mit welchem sich auch die aktuellen MS Office Dateiformate problemlos verarbeiten lassen.

Ich persönlich arbeite gerne mit Google Apps und bin von der Leistung dieser Dienste überzeugt. Allen die sich mit anderen Groupwarelösungen quälen und bei der Administration verzweifeln kann ich nur raten Google Apps for Business ernsthaft zu testen.

Mit TeamDrive Daten sicher austauschen und synchronisieren

TeamDrive ermöglicht den sicheren Austausch von Bildern, Musik, Videos und sonstigen Dateien über das Internet. So lassen sich Dateien auf mehreren Geräten synchron halten.

Dieser Artikel bietet eine kurze Beschreibung von TeamDrive. Für weitere Informationen besucht die Herstellerseite. Hier wird in deutscher Sprache ausführlich erklärt wie TeamDrive funktioniert und wie man es verwendet.

Vorteil von TeamDrive zu Diensten wie iCloud, Dropbox oder Ubuntu One ist, dass die zu synchronisieren Dateien bereits auf dem lokalen Rechner verschlüsselt werden, bevor sie in die Cloud hochgeladen werden.

Der TeamDrive Client ist für Windows, Mac und Linux verfügbar und bietet in der kostenlosen Variante 2GB Cloud Speicher.

Um Dateien nun über mehrere Rechner zu synchronisieren oder mit anderen Dateien zu tauschen erstellt man nach der Installation einen sogenannten Shared Space. Dateien, die man in diesem Shard Space abgelegt werden nun automatisch mit der Cloud synchronisiert. Nun kann man weitere TeamDrive Clients zu diesem Shared Space einladen. Diese können somit die Daten ebenfalls auf ihren Rechner laden.

Die Installation und Einrichtung gehen leicht von der Hand und sind auch von „nicht IT-Profis“ durchzuführen. Der Hersteller stellt auf seiner Homepage zur Unterstützung sehr schön gemachte Video-Tutorials zur Verfügung.

Link: https://teamdrive.com/tutorials/

Ich selbst bin nun schon seit einigen Jahren TeamDrive Nutzer und kann mich nicht beklagen. Vielleicht ist TeamDrive ja die Lösung, die ihr schon lange sucht. ;-)

Weitere Links:

Dateibackup mit der Systemrescue-CD

Die Gründe warum ein PC nicht mehr startet sind vielfältig. Doch wenn dies passiert steht man häufig vor dem Problem, dass auf dem PC noch Daten sind, die man gerne sichern möchte.

Dieser Artikel beschreibt wie man mit Hilfe der Systemrescue-CD einen PC bootet und Dateien auf einen externen Datenträger, wie z.B. einen USB-Stick sichern kann.

Zuerst benötigt man natürlich eine Systemrescue-CD welche man sich unter http://www.sysresccd.org herunterladen kann. Das ISO-Image muss dann nur noch auf CD gebrannt werden und schon kann es losgehen. An den PC sollte man vorher noch einen USB-Stick oder eine externe Festplatte anschließen, um die Daten darauf sichern zu können.

  1. Die CD ist in ein CD/DVD-Laufwerk des PCs einzulegen und der PC von dieser CD zu booten. Evtl. muss dazu die Bootreihenfolge im BIOS des PC angepasst werden.
  2. Im Startmenü der CD wählen wir die erste Option aus und bestätigen mit Enter.

    Startbildschirm der SystemRescue CD

    Startbildschirm der SystemRescue CD

  3. Bei der Auswahl des Tastaturlayouts geben wir die Ziffer 10, für deutschsprachiges Tastaturlayout, ein und bestätigen mit Enter. Ist die CD fertig gebootet steht der Cursor in einer Root-Eingabeaufforderung.
  4. Mit dem Befehl fdisk -l können wir uns die vorhandenen Partitionen anzeigen lassen und können auch erkennen welches Dateisystem diese haben.
    Auflistung der verfügbaren ParitionenIn meinem Beispiel haben wir die Windows Systempartition und einen USB-Stick.
  5. Diese Partitionen müssen wir nun in unser Dateisystem einhängen, damit wir darauf zugreifen können. Dazu hängen wir zuerst unsere Windows Partition in das Verzeichnis /mnt/windows ein. Dazu geben wir den Befehl „mount -t ntfs-3g /dev/sda1 /mnt/windows“ ein und bestätigen mit Enter.
    Um unseren USB-Stick einhängen zu können benutzen wir den Befehl „mount /dev/sdb1 /mnt/custom“. Details zum Mountbefehl finden sie in der Manpage mittels „man mount„.
  6. Der folgende Screenshot zeigt die mittels ls aufgelisteten Verzeichnisinhalte unserer gemounteten Partitionen.
    Verzeichnisinhalt
    Nun können wir mittels einfacher Kopierbefehle unsere Dateien und Verzeichnisse sichern. Ein Muster für einen Kopierbefehl lautet z.B. wie folgt.
    cp -rv /quelle /ziel
    Dieser Befehl kopiert Dateien und Verzeichnisse rekursiv von der Quelle in das angegebene Zielverzeichnis.
  7. Nach abgeschlossener Datensicherung kann der PC mit dem Befehl shutdown -h now wieder heruntergefahren werden. Bitte trenne sie den externen Datenträger erst wenn der PC ausgeschaltet ist oder sie den Datenträger mittels umount aus dem Dateisystem ausgehängt haben, um Datenverlust zu vermeiden.