Autorenarchiv: Jörg Kastning

Nützliches aus den Google Labs

Habt ihr auch schonmal eine E-Mail verschickt ohne den Anhang mitzusenden? Oder ist euch kurz nach dem Versenden der Mail eingefallen, dass noch ein Absatz fehlt oder ihr etwas wichtiges vergessen habt?

Wie gerne möchte man diese E-Mail zurück holen, um den Fehler zu korrigieren. Und hier kommt die gute Nachricht. In den Google Labs verstecken sich so manche nützliche Funktionen, die euch den Alltag erleichtern können. Drei davon  möchte ich euch in diesem Artikel kurz vorstellen.

Um die Funktionen aus Google Labs nutzen zu können öffnet ihr die E-Mail Einstellungen. Dies geschieht indem man auf das Zahnrad oben rechts im Browserfenster klickt und den entsprechenden Menüpunkt ausfwählt. Anschließend klickt ihr bei den verschiedenen Registerkarten auf die Registerkarte mit der Bezeichnung „Labs“.Nun scrollt ihr einfach zu der Funktion, die euch interessiert und aktiviert sie. Dabei ist zu jeder Funktion auch eine kurze Beschreibung gegeben, die euch erklärt was sie macht.

Ich kennt das Problem aus der Einleitung? Dann ist die Funktion Versand rückgängig machen genau die richtige für euch.Sending_undoDer Versand der Mails wird nun um einige Sekunden verzögert, was euch die Chance gibt, den Vorgang abzubrechen und die Mail nochmal zu überarbeiten.

Wer wie ich ständig viele bis sehr viele Tabs in seinem Browser gleichzeitig geöffnet hat kann ab einer gewissen Anzahl nicht mehr sehen, ob er neue Nachrichten im Posteingang hat. Abhilfe schafft hier die Funktion Ungelesen Zähler.Diese Funktion ändert das Mailsymbol im Tab, so dass euch direkt auf dem kleinen Briefumschlag die Anzahl eurer ungelesenen Mails gezeigt wird.

Als letztes habe ich nun noch einen Tipp für die faulen oder überarbeiteten Menschen unter euch. Name dieser tollen Funktion Gespeicherte Antworten.Hiermit könnt ihr häufig benötigte Nachrichten speichern und sie per Klick auswählen, wenn ihr sie benötigt.

Vergesst nicht nach dem aktivieren der Features auf den Button Änderungen speichern am Ende der Seite zu klicken. ;-)

Dies waren nun drei von vielen nützlichen Funktionen aus den Google Labs. Schaut sie euch an, denn ich bin sicher auch für euch ist das ein oder andere Feature dabei. Und mal ehrlich, wer braucht bei diesem Funktionsumfang noch fest installierte Clients wie Thunderbird oder Outlook?

Und nun ein schönes Wochenende euch allen.

PS: Ich danke an dieser Stelle auch meinem Kollegen, der mich vor einigen Wochen auf die Idee brauchte mir die Labs mal wieder genauer anzusehen.

Vorstellung freiesMagazin

In diesem Artikel möchte ich auf das kostenlose und online erscheinende Magazin „freiesMagazin“ hinweisen. Was ist freiesMagazin?

freiesMagazin berichtet monatlich über Wissenswertes und Neues aus den Welten Freier Software, Open Source und Linux. Was 2005 als loser Newsletter begann, reifte mit der Zeit durch Akzeptanz und Teilnahme der Linux-Community zum regelmäßig erscheinenden Magazin. Getreu dem Motto „der Community etwas an Wissen, Spaß und Freude zurückzugeben“ laden wir auch weiterhin Autoren zum Wissensaustausch ein.

Neben interessanten Hintergrundartikeln und Neuvorstellungen gefallen mir auch die Artikelreihen, welche als Tutorial in Skript- und Programmiersprachen wie PHP, Perl, Java oder die Objektorientierte Programmierung allgemein einführen.

Die Ausgaben sind als PDF-, HTML- und EPUB-Version verfügbar. Bei dieser Aufwahl lässt sich das Magazin auf so gut wie jedem elektronischen Device gut lesen. Sei es der PC, das Notebook, Tablet oder eReader. Für mobile Geräte werden auch Versionen ohne Bilder bereitgestellt, um Speicherplatz zu sparen.

Somit ist es für mich ein leichtes alle Ausgaben der Jahre 2008 – 2011 auf meinem Kindle dabei zu haben. Damit man leichter die Übersicht behält gibt es für jedes Jahr einen Index, welcher alle erschienen Artikel aufführt und dem man entnehmen kann in welcher Ausgabe ein Artikel erschienen ist.

Die Jahressammlungen werden auch zum Download als *.tar.gz Archiv angeboten. Auf der Seite www.freiesmagazin.de/mobil gibt es die HTML-Versionen mit und ohne Bilder. Mit dem Programm wget und dem folgenden kurzen Bash-Skript könnt ihr euch alle Ausgaben automatisch auf euren Rechner laden.

#!/bin/bash
# Downloader für freiesMagazin HTML-Ausgaben
for i in {2008..2011}
do
for j in {01..12}
do
wget http://www.freiesmagazin.de/mobil/freiesMagazin-${i}-${j}.html
done
done

echo „Download abgeschlossen.“

Und nun wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen. ;-)

The_Excerpt() – Auszug aus Artikel anzeigen

Wie bereits unzählige WP-Nutzer vor mir habe auch ich mich gefragt was ich anstellen muss um auf der WP-Startseite nicht die vollständigen Artikel, sondern nur Auszüge aus diesen, anzeigen zu lassen.

Um mir die Suche beim nächsten Mal zu ersparen und Leidensgenossen da draußen im Web zu unterstützen kommt hier ein kurzes Tutorial was man anstellen muss.

Ich verwende das Standard-Theme Twenty Eleven und habe das Tutorial auch nur mit diesem Theme getestet. Um die hier beschriebenen Änderungen vorzunehmen wird eine Konfigurationsdatei (content.php) mit einem Editor bearbeitet. Wir nicht sicher ist was er da tut sollte sich diese Datei unbedingt vorher sichern, bevor er irgendwelche Änderungen daran vornimmt. Nach diesem kurzen Warnhinweis legen wir mal los.

  1. Meldet euch im Backend eurer WP-Installation an und navgiert über das Menü auf der linken Seite zum Menüpunkt Design und wählt dort den Editor aus.
  2. Um die gewünschten Änderungen vorzunehmen ist die Datei content.php zu bearbeiten. Diese findet ihr wenn ihr auf der rechten Seite eures Fensters ein wenig nach unten scrollt.
  3. Im Editorfenster sucht ihr nun mittels STRG+F nach dem String the_content. Dabei solltet ihr folgende Zeile
    <?php the_content( __( 'Continue reading <span>&rarr;</span>', 'twentyeleven' ) ); ?>

    finden. Dies ersetzt ihr durch die Zeile

     <?php the_excerpt(); ?>
  4. Ich möchte das auch auf den Archivseiten nur ein Auszug der Artikel angezeigt wird. Dazu suche ich noch nach der Zeile
    <?php if ( is_search() ) : // Only display Excerpts for Search ?> 

    und ändere sie wie folgt

    <?php if ( is_archive || is_search() ) : // Only display Excerpts for Search ?>
  5. Mit einem Klick auf den Button „Datei aktualisieren“ werden die Änderungen in die aktive Konfiguration übernommen.

Zur Kontrolle hier noch ein Screenshot wie der entsprechende Abschnitt in der content.php aussehen sollte.

Der geänderte Code

WISO Sparbuch 2012 und der Ärger mit der Elster

Seit einigen Jahren schon verwendet ich das WISO Sparbuch zur Erstellung meiner Einkommenssteuererklärung und dem Antrag auf Lohnsteuerermäßigung.

Einen besonderen Mehrwert bietet mir das Programm dadaurch, dass es zu allen Eingabefeldern umfassende Hilfen in Form von Text und Videos mitbringt. So muss ich die Antwort auf meine Fragen nicht erst im Web „googeln“ sondern finde sie schnell direkt neben dem entsprechenden Formularfeld.

Dieses Jahr hat mich mein Sparbuch jedoch geärgert. Neu in diesem Jahr war, dass ich meine Steuererklärung zum ersten mal via Elster-Schnittstelle mit elektronischer Signatur an das Finanzamt übermitteln wollte. Zu diesem Zweck habe ich mir bereits Anfang des Jahres auf der Seite https://www.elster.de/ die sogenannte qualifizierte Signatur beantragt und das Zertifikat nach durchlaufen des Zertifizierungsprozesses in die Software eingespielt.

Am 23. Januar hatte ich alle Belege zusammen und setzte mich an meine Einkommenssteuererklärung. Dank der Belegerfassung aus 2011 konnte ich viele Angaben importieren und musste nur noch die Angaben aus meiner Lohnsteuerkarte eingeben und die gemachten Eintragungen kontrollieren. Das Programm selbst führt dabei eine Plausibilitätsprüfung durch und weist auf semantische Fehler bei der Eingabe hin. Bisher verlief bei der Bearbeitung alles so wie in den Vorjahren. Nun ging es an die Abgabe. Die Software prüft dabei ob das Elster-Modul in der aktuellsten Version vorliegt und führt assistentengeführt durch den Prozess der Abgabe. Am Ende meldete die Software, dass alles geklappt. Ich speicherte mir eine Kopie der Unterlagen, klickte auf „Fertig“ und lehnte mich zurück. Nun wartete ich auf meinen Steuerbescheid.

Am 1. März bekam ich Post vom Finanzamt. Darin war leider nicht der erwartete Steuerbescheid, sondern die Mitteilung, dass zwar meine Belege vorliegen aber ich doch bitte auch noch meine Einkommensteuererklärung zusenden möge. Nach einem kurzen Telefonat mit der Sachbearbeiterin stellte sich heraus, dass das Finanzamt meine Erklärung via Elster tatsächlich nicht erhalten hatte. Es lagen keine Daten vor. Schon ärgerte ich mich und schimpfte innerlich über die Finanzbehörde und das Elsterverfahren.

Da aber noch Unsicherheit darüber herrschte ob der Fehler in meiner Software oder beim Finanzamt lag habe ich mir mein Programm noch einmal ganz genau angesehen. Und den Fehler tatsächlich in den Programmeinstellungen gefunden. Dort gibt es in der Rubrik Elster -> Versand die Option „Testverand aktivieren“. Diese Option war bei mir aktiviert. Nur erfolgte nicht wie erwartet nach der Testübertragung die Übertragung der Live-Daten, sondern es blieb beim Trockenlauf. Leider ist dies durch den Assistenten nicht ersichtlich gewesen, da dieser nur meldet, dass die Daten an das Finanzamt übermittelt werden. Erst nachdem ich die Opition in den Einstellungen deaktiviert habe wurden die Daten tatsächlich an das Finanzamt übermittelt.

Nachdem ich noch etwas weiter suchte fand ich auch noch eine Übersicht über alle bisher getätigten Übertragungen, der zu entnehmen war das alle Übertragunsversuche nur Testläufe waren und lediglich bei der letzten Übertragung die Daten tatsächlich an die Finanzbehörde übermittelt wurden.

Fazit: Das Finanzamt trifft diesmal keine Schuld und von diesem kleinen Konfigurationsproblem lasse ich mir die Stimmung nicht verderben. Ich finde mein WISO Sparbuch immer noch toll. Eine Mail mit einem Verbesserungsvorschlag für den Elsterassistenten werde ich dennoch an die WISO Redaktion senden. Vielleicht wird diese Einstellung in der nächsten Version besser eingepflegt und lässt sich direkt aus dem Assistenten heraus steuern.

An advantage of reading english books on the Kindle eReader

Zu Weihnachten habe ich von meiner meiner Freundin einen Kindle eReader geschenkt bekommen und bin seither von dem Gerät begeistert.

Ich möchte hier nicht all die Features und vermeintlichen Vor- und Nachteile aufzählen, die dieses Gerät bietet. Diese kann man genausogut bei Amazon nachlesen. Jedoch ist mir gestern ein Feature aufgefallen, dass nicht so häufig erwähnt wird und welches mich doch fasziniert hat.

Zur Zeit lese ich das eBook „Metasploit: The Penetration Tester’s Guide“. Das Buch ist in englischer Sprache geschrieben. Dies stellt für mich zwar kein Problem da, doch gibt es doch immer mal wieder das ein oder andere englische Wort dessen Bedeutung mit nicht geläufig ist und sie sich mir auch nicht gleich aus dem Kontext erschließt. Führt man nun den Cursor des Kindle neben ein solches Wort wird entweder oben oder unten auf der aktuellen Seite die Wortbeschreibung aus dem Oxford Dictonary of English angezeigt.

Dies finde ich ungemein praktisch, da man das eBook nicht erst verlassen muss oder ein zweites Wörterbuch braucht um solche Wörter nachzuschlagen. Für mich bietet diese Funktion eindeutig ein plus an Lesekomfort und mein Kindle gefällt mir noch ein Stück besser. :-)

MySQL Server manuell starten und stoppen

Auf meinem Notbook (Thinkpad R61 mit Ubuntu 11.10) läuft ein MySQL Server. Diesen nutze ich für gelegentliche Spielereien und wenn ich verschiedene Aufgaben für mein Studium bearbeite.

Da ich diesen Server nicht jedes Mal benötige wenn ich mein Laptop starte möchte ich nicht, dass er automatisch mit Ubuntu mitgestartet wird. Um das Start-/Stop-Verhalten von MySQL zu verändern öffnet man die Datei /etc/init/mysql.conf mit dem Editor seiner Wahl. Im folgenden Abschnitt wird definiert in welchen Runleveln der MySQL Daemon automatisch gestartet wird.

start on (net-device-up
and local-filesystems
and runlevel [2345])
stop on runlevel [016]

Hier löscht man nun einfach die Zahlen aus der [ ]-Klamme heraus, dass der Codeblock wie folgt aussieht:

start on (net-device-up
and local-filesystems
and runlevel [])
stop on runlevel [016]

Und schon wird MySQL nicht mehr automatisch mit Ubuntu gestartet und man kann den Dienst manuell durch eingabe von

sudo service mysql start/stop

starten und beenden.

Kommt gut in die neue Woche.

Das ganze Internet ist ein…

…riesiger Misthaufen, welcher Perlen enthält. So lautet ein Zitat von Joseph Weizenbaum, dem selbsternannten Dissidenten und Ketzer der Informatik.

Ich habe heute einige dieser Perlen gefunden. Und zwar in Form guter, leicht verständlicher Artikel auf den Seiten der Mozilla Foundation. Da ich euch diesen Fund nicht vorenthalten will erfahrt ihr nun worum es eigentlich geht.

Täglich arbeite ich im Schnitt an zwei verschiedenen Notebooks und PCs. Auf all diesen Geräten ist der Mozilla Firefox meine erste Wahl. Heute habe ich mir den Passwort Manager des Firefox mal etwas näher angesehen. Der Passwort Manager speichert für euch Benutzernamen und Passwörter von Webseiten und trägt diese automatisch in die entsprechenden Felder ein, wenn ihr die Seite wieder besucht.

Bevor ich nun aber meine Benutzernamen und Passwörter dem Browser anvertrauen mag, möchte ich mich erst einmal darüber informieren, ob diese Daten dort denn auch sicher sind. So suchte ich erstmal auf den Seiten von www.mozilla.org nach Informationen und wurde überraschend schnell fündig. Unter diesem Link wird in deutscher Sprache, leicht verständlich und ausführlich beschrieben, wie man seine Benutzernamen und Passwörter im Browser speichern kann. Am Ende des Artikels findet sich noch ein Link zu einer weiteren Support Seite, wo erklärt wird wie man „Passwörter mit erhöter Sicherheit“ erstellen kann. Und auch hier ist einfach und allgemeinverständlich beschrieben wie man dabei vorgeht. Dabei ist mir besonders positiv aufgefallen, dass diese Seiten ohne großes Fachvokabular auskommen. So verstehen auch Nicht-Informatiker worum es geht.

Nach kurzem Stöbern stieß ich auf eine weitere Perle namens Firefox-Sync. Firefox Sync ist ein Cloud-Dienst mit dem man seine Lesezeichen, Chronik, Passwörter und offenen Tabs mit einer anderen Installation von Firefox synchronisieren kann. Bevor die Daten zum Dienst in die Cloud hochgeladen werden, werden sie auf dem lokalen Rechner verschlüsselt. So soll verhindert werden, dass jemand eure Benutzerdaten und Passwörter aufdecken kann, sollte er an die in der Cloud gespeicherten Daten gelangen.  Der Artikel ist so gut geschrieben, dass ich es selbst nicht besser machen könnte. Darum möchte ich euch bei Interesse direkt auf die Seite von Mozilla verweisen. Ich werde mir Firefox-Sync nach den dortigen Anweisungen einmal einrichten und schauen wie gut es klappt. Alle gefundenen Links von heute findet ihr nochmal zusammengefasst am Ende dieses Artikels.

Viele Grüße

JohnDoe

Links

Und weiter geht’s!

Nach kurzer Überlegung und dem Feedback welches ich in den letzten Tagen bekommen habe, steht nun fest, dass es My-IT-Brain auch in Zukunft geben wird.

Es hat ein paar kleine Veränderungen gegeben. Um mein Hostingpaket zukünftig besser ausnutzen zu können landet ihr unter www.my-it-brain.de nun zuerst auf einer Startseite. Alle weiteren Dienste werden zukünftig in Unterverzeichnissen auf dem Webserver installiert und auf dieser Startseite verlinkt. Dieses Blog ist aber auch direkt über die URL blog.my-it-brain.de erreichbar, so dass ihr euch den Umweg sparen könnt. ;-)

Da ein Blog zum Veröffentlichen von Anleitungen und Tutorials nur mäßig geeignet ist wird es auf My-IT-Brain in Zukunft auch ein Wiki geben. Ein Mediawiki ist hierfür bereits installiert worden und von der Startseite oder direkt über die URL wiki.my-it-brain.de erreichbar.

Das Wiki ist noch leer und kahl. Denn allein ist es auch nicht so einfach ein Mediawiki fertig einzurichten. So werdet ihr euch wohl noch ein wenig gedulden müssen bis ihr auch hier in Artikeln stöbern könnt.

In naher Zukunft bekomme ich noch Unterstützung durch einen Kollegen, der hier auf My-IT-Brain bloggen will. So wird es hier auch häufiger neuen Stoff für euer „Brain“ geben. Die Themen werden ihre Berührungspunkte dabei vor allem im IT-Bereich haben und von Alltagstipps bis in die Tiefen der Nerdecke reichen. My-IT-Brain freut sich wenn ihr auch in Zukunft immer wieder vorbei schaut.

Braindead or not?

Hinter dem Titel versteckt sich meine heutige Überlegung My-IT-Brain abzuschalten. Die Hintergründe dieser Überlegung will ich hier kurz wiedergeben.

Meine Intention beim Start von My-IT-Brain war auf einem eigenen Blog kurze Tutorials, Anleitungen und HowTos zu veröffentlichen, die mir und evtl. anderen nützliche Hilfestellung bei der Administration und Benutzung von PCs, Betriebssystemen, etc. sein können. Später kam mir noch die Idee, dass ich hier Erfahrungsberichte veröffentlichen kann, wenn ich mich mal wieder mit neuen Diensten auseinandergesetzt habe (z.B. Google Apps oder MyPhonebook). Und da ein Blog von der Aktivität seines Autors lebt habe ich mir das Ziel gesetzt pro Woche einen Artikel zu veröffentlichen.

Tja, dieses Ziel habe ich um Lichtjahre verfehlt. Diese Zielverfehlung und die Überlegung, dass ein Blog nicht gerade die optimale Methode ist um Anleitungen zu veröffentlichen lassen mich darüber nachdenken diese Seite abzuschalten, um dem Web eine weitere schlecht gepflegte Seite zu ersparen.

Als ich mir heute die Blogstatistik angesehen habe ist mir jedoch aufgefallen, dass My-IT-Brain, wenn auch von einer wirklichen geringen Anzahl Nutzern, doch regelmäßig aufgerufen wird. Auch lässt sich ein spürbarer Anstieg der Besuchszahlen erkennen, wenn ich durch Twitter Meldungen auf neue Beiträge hingewiesen habe.

Nun bin ich hin- und hergerissen. Komplett einstampfen möchte ich diese Seite nur ungern, doch sie in ihrer jetzigen Form weiterbetreiben möchte ich sie auch nicht. Was genau mit My-IT-Brain geschieht werde ich in den nächsten Wochen entscheiden.

Wenn euch My-IT-Brain bisher gefallen hat und/oder ihr Verbesserungsvorschläge habt, oder ihr gar mitmachen und eigene Artkel hier veröffentlichen möchtet, so meldet euch. Vielleicht bleibt My-IT-Brain dann dank euch am Netz. ;-)

Fest steht, dass ich in unregelmäßigen Abständen meine Ideen, Rezensionen und Tutorials weiter ins World Wide Web bringen will. Ob hier, im Blog meines Unternehmens oder auf Seiten Dritter wird sich zeigen. Ich hoffe ihr folgt mir weiter. :-)

Kommt gut durch die Woche.

Erste Erfahrung mit MyPhonebook

Für viele Besitzer eines Smartphones ist ihr Mobiltelefon heute weit mehr als nur ein Telefon. Bietet es doch die Möglichkeit sein komplettes Adressbuch mit allen Kontakten, Adressen, Telefonnummern, E-Mailadressen, IM Nummern etc. bei sich zu tragen.

So pflege auch ich meine Kontakte nur noch auf meinem iPhone. Schon länger habe ich mir dabei Gedanken gemacht, wie ich diese Kontakte am besten sichern kann.

Da ich eine Abneigung gegen iTunes habe kam eine Synchronisation mit diesem Programm für mich nicht in Frage. Zudem ist iTunes nur für Windows verfügbar, was für mich als Linux Nutzer zusätzlichen Aufwand bedeutet. Zuletzt habe ich mein Augenmerk auf zwei Dienste gelegt, die Versprechen die Daten meines Mobiltelefons zu synchronisieren und zu sichern. Namentlich sind dies iCloud von Apple und MyPhonebook von T-Mobile.

Nach kurzer Recherche viel iCloud bereits heraus. Der Dienst ist mir zu sehr auf Apple Produkte beschränkt und ich fürchtete, dass die Daten in der iCloud nutzlos sind wenn ich mir ein Handy zulege, welches nicht von Apple stammt und auf das die Daten dann zurück gespielt werden sollen. Zudem las ich an verschiedenen Stellen im Netz, dass Apple für seinen Dienst iCloud auf die Cloud-Infrastrukturen von Amazon und Microsoft zurückgreift. Beim Gedanken an die Sicherheit und Vertraulichkeit meiner Daten lief mir ein kalter Schauer über den Rücken. Auch das Studium der Datenschutzbestimmungen lies dieses „ungute“ Gefühl nicht weichen. Und so entschied ich mich mir den Dienst von T-Mobile näher anzusehen.

MyPhonebook ist ein Cloud-Dienst der Telekom Tochter T-Mobile. Er wird für eine große Variation an Smartphones verschiedener Hersteller angeboten und bietet je nach Endgerät die Synchronisation von Kontakten, Kalender, Aufgaben und Notizen. Was genau MyPhonebook ist und wie der Dienst funktioniert wird auf den Seiten von T-Mobil anschaulich und einfach erklärt. So fand ich sehr schnell eine Antwort auf meine erste Frage:

Sind meine Daten sicher bei MyPhonebook?

Ja! Ihre Daten werden sicher auf einem Server der Telekom gespeichert und sind nur von Ihnen einsehbar.

Diese Sicherheitsmaßnahmen entsprechen den Prozessen und Verfahren der Group Security der Deutschen Telekom. Kein Telekom Mitarbeiter kann Ihre Daten einsehen, außer Sie geben Ihren Kundencenter (Mobilfunk)-Benutzernamen und Ihr –Passwort an Dritte weiter.

Bitte vermeiden Sie daher die Weitergabe Ihres Benutzernamens und Ihres Passwortes.

Weiterführende Links zu anderen Seiten:

Diese Zusicherung und die Möglichkeit meine Kontakte bequem am Webbrowser bearbeiten zu können veranlassten mich, diesen Dienst heute einmal auszuprobieren.

Der erste Start war dabei durchaus etwas steinig. Bei der ersten Synchronisation brach der Vorgang nach einer Weile wegen eines Zeitüberschreitungsfehlers ab. Nach einem erneuten Start des Sync-Vorgangs lief dieser fehlerfrei durch. Leider hatte ich nun alle Kontakte Doppelt im MyPhonebook. Also habe ich alle Kontakte in meinem Kundencenter gelöscht und den Vorgang noch einmal von neuem gestartet. Dieses Mal lief alles glatt und ich habe eine Kopie der Daten in der Cloud.

Ändere ich nun Daten auf meinem Mobiltelefon und synchronisiere die Kontakte erneut finden sie sich wie erwartet in der Cloud wieder. Ebenso werden Änderungen, die im Browser an den Daten durchgeführt werden sauber auf das Mobiltelefon zurück synchronisiert. Sehr erfreut bin ich darüber, dass das Löschen des kompletten Adressbuchs in der Cloud nicht die Leerung der Kontakte auf dem Mobiltelefon nach sich zieht.

Was nicht funktionierte ist die Kalendersynchronisation. Diese funktioniert nur wenn man den lokalen Kalender benutzt. Ich habe aber Kalender von Google Apps eingebunden. Diese müssen aber nicht synchronisiert werden, da sie ja bereits in der Cloud sind und ich so jederzeit drauf zugreifen kann. ;-)

Fazit: Ein netter Dienst für T-Mobile Kunden um seine Kontakte einfach und komfortabel zu sichern. Wie gut die Rücksicherung auf ein anderes Endgerät funktioniert teste ich dann wenn ich mal ein anderes Mobiltelefon besitze.