Autorenarchiv: Jörg Kastning

XP AntiSpy…nicht nur für Windows XP

Heute möchte ich auf ein kleines, aber dennoch sehr nützliches, Toll aufmerksam machen, welches ich schon einige Zeit aus den Augen verloren habe.

Das Tool heisst xp-AntiSpy und um zu erklären was es macht möchte ich die Beschreibung von der Webseite des Projekts zitieren:

Der xp-AntiSpy ist eigentlich nicht mehr als ein Tool, das Einstellungen am System vornimmt, die man, sofern man sie vornehmen will, auch manuell machen kann. Es macht das Ganze nur automatisch. Diese Einstellungen, die dort gemacht werden, kursieren auf vielen User-Boards unter dem Namen ‘Installationsanleitungen’. Eine dieser Installationsanleitungen gibt es bei NVinside.de. Es geht im Grunde genommen um Funktionen, die in Windows-Komponenten wie dem Internet Explorer eingebaut sind und dazu dienen, sich mit anderen Computern im Internet zu verbinden. Vorwiegend wollen sich diese Funktionen mit Microsoft verbinden, um z.B. Fehlerprotokolle nach einem schweren Programm/Systemfehler oder die Anfrage nach neuen Updates zu senden. Leider kann man nicht sagen, ob wirklich nur Fehlerprotokolle und Updateanfragen gesendet werden, und welche Daten des Benutzers mitgesandt werden. Ich habe diese Installationsanleitungen nicht geschrieben, aber ich habe mich damit beschäftigt, diese doch recht aufwändigen Schritte zu vereinfachen. Das ist dann der xp-AntiSpy geworden. Die Einstellungen, die dieses Programm vornimmt, sind frei wählbar und beim Start auf die empfohlenen voreingestellt. Benutzer, die also mehr über dieses Betriebssystem und seine Anforderungen daran wissen, können diese Einstellungen an ihre Vorstellungen anpassen. Das Programm hätte genauso gut in Form einer Batchdatei daherkommen können, nur wäre die Bedienung dann wesentlich komplizierter gewesen.
Das Programm ist eine einzelne, ausführbare Datei, die nicht installiert werden muss.
Die Einstellungen, die das Tool vornimmt, können selbstverständlich auch wieder Rückgängig gemacht werden.

Zitat von http://xp-antispy.org/about/

Mit diesem Tool lassen sich viele Einstellungen, die sonst ziemlich tief im System versteckt sind, einfach per Mausklick vornehmen. Und das ganz ohne Risiko, da man auf Wunsch den vorherigen Zustand ebenso einfach wieder herstellen kann.

Dieses Tool optimiert neben Windows XP auch Windows 2000, Vista und 7. Somit lasse sich nervige Funktionen auch unter den neuen Microsoft Betriebssystemen schnell und einfach abstellen.

Link zur Homepage: http://xp-antispy.org/

Kein Anschluss…

Was ist das wichtigste was man in einer neuen Wohnung braucht? Richtig. Nach fließend Wasser und ausreichend „Schachtpappe“ ist sicher der Internetanschluss das wichtigste, will man auf der immer schnelleren Datenautobahn nicht abgehängt werden. Es ist doch nichts ärgerlicher, als ohne Internetzugang in den neuen vier Wänden zu sitzen, oder?

Damit mir dies nicht passiert habe ich mich rechtzeitig um diese Angelegenheit gekümmert. Als langjähriger und zufriedener Telekom-Kunde habe ich mich zuerst auf der Homepage von T-Home nach einem Anschluss umgesehen. Ich entschied mich für einen Call&Surf IP Anschluss. Über die Dialoge auf der Homepage wurde ich direkt zum Auftragsformular geführt und beauftragte am 10.10.2011 den Anschluss für die neue Wohnung. Ich war mir sicher mit so viel Vorlaufzeit am 04.11.2011 in der neuen Wohnung mit dem neuen Anschluss durchstarten zu können. Als ich dann am 17.10.2011 die schriftliche Auftragsbestätigung erhielt, welche die Bereitstellung für den 28.10.2011 bestätige war ich beruhigt.

Heute sitze ich mit der pünktlich gelieferten Hardware in meiner Wohnung und möchte den neuen Anschluss in Betrieb nehmen. Die dafür notwendigen Schritte habe ich die letzten Jahre meines Berufslebens schon so häufig erledigt, dass alles schnell vorbereitet ist. Alle Kabel sind gesteckt. Die Schnellkonfigurationgs-Wunder-CD-die-alles-automatisch-macht habe ich gleich in den Müll geworfen. Denn selbst ist der Mann und Mann will Herr über die Technik sein und nicht ihr Knecht.

Also Stecker in die Steckdose und gespannt auf die LEDs des mitgelieferten Routers geschaut. Und was passiert? Könnt ihr es euch bereits denken? Genau. Es passiert rein gar nix. Der Router startet erst gar keine DSL-Synchronisation. Warum auch? Wäre ja zu schön gewesen. So hab ich gleich meine Kundendaten zusammen gesucht, bin in meine alte Wohnung zurückgekehrt und habe mich ins Kundencenter der Telekom eingeloggt. Denn wenn ich eins in den letzten Jahren gelernt habe dann, dass eine Entstörung am besten klappt wenn man sie online aufgibt.

Und siehe da, der Problemlösungsassistent diagnostiziert ein Problem im DSL-Netz. Eine Störung wird eröffnet und man wird sie sobald es geht bearbeiten.

Liebe Telekom, das war jetzt aber kein guter Start. Aber als treuer Kunde will ich euch noch eine zweite Chance geben. Wenn ihr den Anschluss nun schnell zum laufen bringt bin ich euch auch nicht weiter böse und freue mich darüber auch in meiner neuen Wohnung auf der Datenautobahn surfen zu können.

Hm. Erwähnte ich bereits, dass mein Arbeitgeber an seinem neuen Standort neben der Standleitung für das Unternehmen auch einen einfachen DSL-Anschluss für ein Besucher-Netz einrichten wollte? Nein? Tja dann ratet mal wie gut das geklappt hat. Ok ich sag’s euch. Gar nicht. Erst wollte man uns als Unternehmen keinen Privatanschluss verkaufen. Nach dieser ersten Hürde sollte der Anschluss am alten Standort bereitgestellt werden. Ok, klassisches Missverständnis. Neue Auftragsbestätigung und der Termin kann noch gehalten werden. Bis eine Woche vor unserem Umzug die Meldung kommt: „Uuups, wir können dort gar keinen IP Anschluss bereitstellen.“ Aber es besteht die Möglichkeit auf einen Standard oder Universalanschluss auszuweichen. Auch das haben wir schnell getan. Und bekamen auch schnell Antwort. Das Ergebnis liebe Telekom ist, dass ihr uns auch hier kein DSL liefern könnt, obwohl ihr es uns erst mehrfach versprochen habt.

Ich hoffe das mir so eine Mitteilung erspart bleibt. Ich will mir die gute Laune nicht verderben lassen und glaube fest daran, dass ihr die Störung an meinem neuen Anschluss schnell behebt. Und da ich ein Optimist mit Erfahrung bin, freue ich mich umso mehr auf noch verfügbare funktionierende Anschlüsse zurückgreifen zu können.

Einen schönen Abend noch ;-)

PS: Liebe Telekom, bitte vermasselt den Switch unseres IP-Netzes am kommenden Wochenende nicht. Ich möchte nur ungern auf die gebuchten Fluchttickets Richtung Cuba zurückgreifen. ;-)

Onlinebanking mit iTAN und mTAN

Schon seit längerem werden Bankkunden von ihren Instituten umworben ihr bisheriges TAN-Verfahren auf das mTAN bzw. smsTAN Verfahren umzustellen.

Üblich im Onlinebanking war zuletzt iTAN. Man bekam eine nummerierte Liste mit TAN Nummern. Zur Bestätigung eines Auftrags wurde man zur Eingabe einer bestimmten Nummer von dieser Liste aufgefordert. Warum sollte man zum mTAN/smsTAN wechseln?

iTAN gilt nicht mehr als sicher. Durch Phishing- und Man-in-the-middle-Angriffe ist es möglich diese TAN-Nummern für betrügerische Transaktionen zu missbrauchen.

Dabei kann man sich vor Phishing-Attacken noch relativ einfach schützen. Das Kreditinstitut wird niemals zur Eingabe von TAN-Nummern und den dazugehörigen Index-Nummer (den Nummern der TAN) auffordern. Wird man zu einer solchen Eingabe aufgefordert deutet dies auf einen Betrugsversuch hin. Ausser zur Transaktionsbestätigung oder zum Login in den Onlinebankingbereich wird fragen Banken auch nie nach der persönlichen PIN. So ist es möglich sich mit gesundem Menschenverstand weitgehend vor Phishing-Attacken zu schützen.

Ein Man-in-the-middle Angriff ist nicht so einfach zu erkennen. Das hier aktive Schadprogramm arbeitet versteckt im Hintergrund. Das Risiko lässt sich hier nur durch den Einsatz einer Antivirussoftware minimieren.

Die iTAN-Liste hat aber noch einen weiteren Nachteil. Möchte man auch von unterwegs Überweisungen oder andere Transaktionen tätigen, die eine TAN erfordern, so ist man gezwungen stets die TAN-Liste mit sich zu führen. Nicht nur dass so die Gefahr steigt, dass Informationen leichter ausgespäht werden können. Es ist einfach unpraktisch immer diese Liste dabei haben zu müssen.

Aus dem zuletzt genannten Grund habe auch ich mich vor kurzem Entschieden mein TAN-Verfahren auf smsTAN umzustellen. Nach der Registrierung meiner Handynummer erhalte ich nun zur Bestätigung einer Transaktion eine SMS mit einer TAN auf mein Handy gesendet. Diese TAN ist auch nur für exakt diese Transaktion gültig. Wir in der SMS ein anderer Betrag oder Empfänger aufgeführt kann man sofort erkennen, dass ein Betrugsversuch stattfindet und den Vorgang abbrechen. Ganz davon abgesehen bietet es mehr Kompfort, da man nicht mehr auf eine Liste im Papierformat angewiesen ist. Ich nutze dieses Verfahren nun schon einige Zeit und bisher kamen alle SMS mit der TAN nur Sekunden nach dem Absenden eines Transaktionsauftrags. So musste ich bisher noch nie auf eine TAN warten.

Auch auf das smsTAN/mTAN Verfahren sind Angriffe möglich. Wikipedia führt mögliche Angriffe im Artikel über Transaktionsnummern auf. Die Gefahr, dass Kontonummer und PIN ausgespäht werden und anschließend ein Diebstahl des Handys erfolgt ist durchaus real. Zudem ist das Ausspähen und der Diebstahl des Telefons häufig noch weniger aufwändig, als bspw. die Durchführung einer Man-in-the-middle-Attack.

Zu beachten ist, dass die meisten Institute in ihren AGBs zum smsTAN-Verfahren darauf hinweisen, dass das Gerät zum Empfang der TANs nicht zum Onlinebanking verwendet werden darf. Der Grund ist einfach nachzuvollziehen. Betreibt man Onlinebanking auf dem gleichen Gerät, dass auch die TAN empfängt so kann schon der Diebstahl dieses einen Gerätes genügen um alle Informationen zu besitzen, um betrügerische Transaktionen durchzuführen.

Mein persönliches Fazit lautet daher, dass iTAN und smsTAN sich von der Sicherheit her nicht viel nehmen. Wenn man bei seinen Bankgeschäften gesunden Menschenverstand walten lässt, auf seinem Windows PC eine aktuelle Antivirussoftware einsetzt und seine Bankgeschäfte nur vom PC daheim aus führt ist iTAN genauso sicher und praktikabel wie smsTAN. Einzig wenn man auch von unterwegs Transaktionen tätigen muss oder möchte stellt smsTAN eine echte Erleichterung da.

Einsatz von Google Apps im Unternehmen

Der Begriff Cloud Computing ist schon seit längerem in aller Munde. So verwundert es auch nicht, dass auch Google Dienste aus der Cloud anbietet.

Google Apps for Business ist eine vollständige Groupwarelösung aus der Cloud, welche folgende Dienste umfasst:

  • E-Mail
  • Kalender
  • Textverarbeitung
  • Tabellenkalkulation
  • Präsentationen

Damit bringen die Google Apps alle Funktionen mit, um eine Alternative zu herkömmlichen Bürosuiten wie z.B. Microsoft Office oder LibreOffice darstellen zu können. Doch wie bewährt sich dies Lösung im Praxiseinsatz?

Seit dem 1.9.2011 arbeite ich als Systemadministrator bei der Synaxon AG. Bei SYNAXON wird in Sachen  Groupware vollständig auf Wikis und Google Apps gesetzt. Das bietet mir die Möglichkeit, nach knapp zweimonatiger Nutzung ein kurzes Fazit zu ziehen.

Google Apps ist die einzig mir bekannte Lösung mit der es wirklich möglich ist mit mehreren Personen zeitgleich an einer Datei zu arbeiten. Nahezu in Echtzeit kann man sehen wer welche Änderungen an einem Dokument bzw. eine Tabelle vornimmt. Alle Änderungen werden in einer Historie gespeichert, so dass sich alle Änderungen wieder rückgängig machen lassen. Die Google Apps bieten dabei prinzipiell alle Funktionenen zur Formatierung und Formelberechnung wie klassische Office Suiten auch. Damit lassen sich fast alle Anforderungen mit dieser Lösung abdecken.

Jedoch hat Google Apps auch Grenzen. So fallen für gewöhnlich in der Buchhaltung sehr große Tabellen an, die über und über mit Formeln gefüllt sind. Hier kann die Google Tabellenkalkulation nicht mit MS Excel oder LibreOffice Calc mithalten. Die zuletztgenannten bieten mir Zellen und können mit weit größeren Tabellen umgehen. Jedoch kann an diesen immer nur eine Person zeitgleich arbeiten, während die Google Tabllen eine echte parallele Bearbeitung zulassen.

Bei starker Auslastung der Internetanbindung reagieren die Dokumente etwas träge was sich störend auswirkt. Insgeamt lässt sich dieser Nachteil aber verschmerzen, da der Vorteil der zeitgleichen Bearbeitung in meinen Augen überwiegt.

Wir konnten in unserem Unternehmen die Anzahl der benötigen MS Office Lizenzen, durch konsequente Nutzung von Google Apps, drastisch reduzieren und Kosten sparen. Für Poweruser stellen wir LibreOffice zur Verfügung, mit welchem sich auch die aktuellen MS Office Dateiformate problemlos verarbeiten lassen.

Ich persönlich arbeite gerne mit Google Apps und bin von der Leistung dieser Dienste überzeugt. Allen die sich mit anderen Groupwarelösungen quälen und bei der Administration verzweifeln kann ich nur raten Google Apps for Business ernsthaft zu testen.

Mit TeamDrive Daten sicher austauschen und synchronisieren

TeamDrive ermöglicht den sicheren Austausch von Bildern, Musik, Videos und sonstigen Dateien über das Internet. So lassen sich Dateien auf mehreren Geräten synchron halten.

Dieser Artikel bietet eine kurze Beschreibung von TeamDrive. Für weitere Informationen besucht die Herstellerseite. Hier wird in deutscher Sprache ausführlich erklärt wie TeamDrive funktioniert und wie man es verwendet.

Vorteil von TeamDrive zu Diensten wie iCloud, Dropbox oder Ubuntu One ist, dass die zu synchronisieren Dateien bereits auf dem lokalen Rechner verschlüsselt werden, bevor sie in die Cloud hochgeladen werden.

Der TeamDrive Client ist für Windows, Mac und Linux verfügbar und bietet in der kostenlosen Variante 2GB Cloud Speicher.

Um Dateien nun über mehrere Rechner zu synchronisieren oder mit anderen Dateien zu tauschen erstellt man nach der Installation einen sogenannten Shared Space. Dateien, die man in diesem Shard Space abgelegt werden nun automatisch mit der Cloud synchronisiert. Nun kann man weitere TeamDrive Clients zu diesem Shared Space einladen. Diese können somit die Daten ebenfalls auf ihren Rechner laden.

Die Installation und Einrichtung gehen leicht von der Hand und sind auch von „nicht IT-Profis“ durchzuführen. Der Hersteller stellt auf seiner Homepage zur Unterstützung sehr schön gemachte Video-Tutorials zur Verfügung.

Link: https://teamdrive.com/tutorials/

Ich selbst bin nun schon seit einigen Jahren TeamDrive Nutzer und kann mich nicht beklagen. Vielleicht ist TeamDrive ja die Lösung, die ihr schon lange sucht. ;-)

Weitere Links:

Dateibackup mit der Systemrescue-CD

Die Gründe warum ein PC nicht mehr startet sind vielfältig. Doch wenn dies passiert steht man häufig vor dem Problem, dass auf dem PC noch Daten sind, die man gerne sichern möchte.

Dieser Artikel beschreibt wie man mit Hilfe der Systemrescue-CD einen PC bootet und Dateien auf einen externen Datenträger, wie z.B. einen USB-Stick sichern kann.

Zuerst benötigt man natürlich eine Systemrescue-CD welche man sich unter http://www.sysresccd.org herunterladen kann. Das ISO-Image muss dann nur noch auf CD gebrannt werden und schon kann es losgehen. An den PC sollte man vorher noch einen USB-Stick oder eine externe Festplatte anschließen, um die Daten darauf sichern zu können.

  1. Die CD ist in ein CD/DVD-Laufwerk des PCs einzulegen und der PC von dieser CD zu booten. Evtl. muss dazu die Bootreihenfolge im BIOS des PC angepasst werden.
  2. Im Startmenü der CD wählen wir die erste Option aus und bestätigen mit Enter.

    Startbildschirm der SystemRescue CD

    Startbildschirm der SystemRescue CD

  3. Bei der Auswahl des Tastaturlayouts geben wir die Ziffer 10, für deutschsprachiges Tastaturlayout, ein und bestätigen mit Enter. Ist die CD fertig gebootet steht der Cursor in einer Root-Eingabeaufforderung.
  4. Mit dem Befehl fdisk -l können wir uns die vorhandenen Partitionen anzeigen lassen und können auch erkennen welches Dateisystem diese haben.
    Auflistung der verfügbaren ParitionenIn meinem Beispiel haben wir die Windows Systempartition und einen USB-Stick.
  5. Diese Partitionen müssen wir nun in unser Dateisystem einhängen, damit wir darauf zugreifen können. Dazu hängen wir zuerst unsere Windows Partition in das Verzeichnis /mnt/windows ein. Dazu geben wir den Befehl „mount -t ntfs-3g /dev/sda1 /mnt/windows“ ein und bestätigen mit Enter.
    Um unseren USB-Stick einhängen zu können benutzen wir den Befehl „mount /dev/sdb1 /mnt/custom“. Details zum Mountbefehl finden sie in der Manpage mittels „man mount„.
  6. Der folgende Screenshot zeigt die mittels ls aufgelisteten Verzeichnisinhalte unserer gemounteten Partitionen.
    Verzeichnisinhalt
    Nun können wir mittels einfacher Kopierbefehle unsere Dateien und Verzeichnisse sichern. Ein Muster für einen Kopierbefehl lautet z.B. wie folgt.
    cp -rv /quelle /ziel
    Dieser Befehl kopiert Dateien und Verzeichnisse rekursiv von der Quelle in das angegebene Zielverzeichnis.
  7. Nach abgeschlossener Datensicherung kann der PC mit dem Befehl shutdown -h now wieder heruntergefahren werden. Bitte trenne sie den externen Datenträger erst wenn der PC ausgeschaltet ist oder sie den Datenträger mittels umount aus dem Dateisystem ausgehängt haben, um Datenverlust zu vermeiden.

Dateien auf mehreren Geräten synchron halten

Sie haben mehrere PCs oder Laptops? Arbeiten Sie daheim am PC und unterwegs am Notebook? Oder möchten sie im Team, mit Kollegen, an einem gemeinsamen Satz von Dokumenten arbeiten? Dann haben Sie sich bestimmt schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie Sie diese Dateien auf den Geräten synchronisieren können ohne sie jedes Mal manuell kopieren zu müssen.

Für dieses Problem gibt es eine Lösung, die so einfach wie sicher ist. Die Lösung heißt TeamDrive. Mit dieser, in der Grundausführung kostenlosen, Software können Sie ihre Dateien mit anderen teilen oder Ihre Daten einfach auf ihren eigenen Geräten synchron halten. Dabei ist TeamDrive einfach und intuitiv zu bedienen.

Auf der Herstellerseite sind die Vorteile des Programms in den FAQs so gut festgehalten, dass ich sie hier nicht alle wiederholen möchte, sondern sie lieber direkt auf die FAQ des Herstellers verweise.

Dieser Artikel soll daher nur als kleiner Hinweis auf eine großartige Software Made in Germany dienen.

Sichere Passwörter und wie man sie verwaltet

Alle Sicherheitsexperten haben Ratschläge zur Wahl sicherer Kennwörter. Auch Zeitschriften schreiben immer wieder davon. Auch am Arbeitsplatz wird man durch Richtlinien dazu angehalten sich ein sicheres Passwort auszudenken.

Dabei haben viele Ratschläge gemein, dass die Passwörter möglichst lang sein sollen. Häufig ist von 16-20 Stellen die Rede. In keinem Wörterbuch sollen sie stehen, damit man sie nicht per Wörterbuchattacke erraten kann. Ausserdem sollen sie immer aus Zahlen, Sonderzeichen, großen und kleinen Buchstaben bestehen. And last but not least soll man für verschiedene Dienste, Programme oder Webseiten auch noch verschiedene dieser sicheren und hochkomplexen Passwörter verwenden.

An dieser Stelle kommt häufig die Frage auf, wie man sich all diese Kennwörter merken soll. Sind doch viele von uns schon überfordert sich die PIN ihrer EC Karte zu merken. Und die besteht immerhin nur aus 4 Ziffern.

Dabei ist die Lösung ganz einfach. Man kann z.B. zu einem kleinen Programm greifen, mit dem sich die Passwörter verwalten lassen. Der Clou dabei ist, dass die Kennwörter nicht einfach in einer Textdatei oder Tabelle gespeichert werden, sondern in einer verschlüsselten Datenbank, welche durch ein Kennwort geschützt ist. Nun muss man sich nur noch ein einziges Kennwort merken, welches dazu dient die übrigen Kennwörter zu schützen.

Ich selbst setze dabei auf das kostenlos erhältliche Programm KeePass Password Safe. Hiermit kann ich Benutzernamen, Passwörter und weitere Informationen übersichtlich und sicher verwalten.

Hier können sie ihre Zugänge zu E-Mail Postfächern, dem Online-Banking, Online-Shopping Seiten, Online-Auktionsplattformen, etc. pp. sicher organisieren und speichern.

Doch nicht nur bei der Verwaltung, auch beim erstellen bietet uns dieses Programm eine große Hilfe. Mit dem integrierten Passwortgenerator ist es möglich lange und komplexe Passwörter zu generieren.

Sie können die Länge und die Komplexität wie gewünscht einstellen. Wenn sie die entsprechenden Passwörter und verwenden möchten, müssen diese jedoch nicht abgetippt werden. Keepass stellt hierfür zwei Methoden zur Verfügung, um Passwörter in andere Anwendungen zu übertragen.

„Keepass bietet zwei Möglichkeiten, die Passwörter in die Zielanwendungen, wie zum Beispiel den Browser, zu übertragen. Bei der ersten werden Benutzername und Passwort nacheinander in die Zwischenablage kopiert und können so in die Anwendung eingefügt werden. Gut daran ist, dass Keepass den Eintrag nach 12 Sekunden (dieser Wert lässt sich bei den Einstellungen ändern) wieder aus der Zwischenablage löscht, und so von anderen später nicht einfach darauf zugegriffen werden kann. Bei der zweiten Möglichkeit, die weit komfortabler ist, gibt Keepass die Daten direkt in den Browser ein („Auto-Type“) wobei die Zeichenfolge, die Keepass an die Anwendung sendet, angepasst werden kann. Die Steuerung zu den Eingabefeldern findet dabei zum Beispiel mit dem Senden „Tabulatortaste“ an die Anwendung statt, die Bestätigung so zum Beispiel mit dem Senden „Entertaste“. Der Nachteil dabei ist, dass Passwörter durch Keylogger ausgespäht werden können.

Eine dritte Variante ist unter Mozilla Firefox, und allen darauf basierenden Browsern, die Erweiterung KeeFox. Das Addon stellt ein Verbindung zwischen Firefox und KeePass her. Mit den in KeePass abgelegten entsprechenden Anmeldedaten können so in wenigen Schritten Login-Sites aktiviert werden. Auch neu erstellte Login-Daten können via KeeFox in KeePass gespeichert werden.“ Auszug aus der Wikipedia – Stand 20.01.2011

Dieses kleine nützliche Programm ist kostenlos und für die gängigsten Betriebssysteme erhältlich. Es gibt auch eine protable Version, welche sich direkt von einem USB-Stick starten lässt und nicht installiert werden muss. So können sie ihre Kennwörter und PINs stehts sicher geschützt bei sich tragen. Ich hoffe sie erkennen wie einfach es sein kann sichere Kennwörter zu verwenden.

Wikipedia-Artikel
Projekt-Homepage

Update vom 18.12.2016: Neben der oben genannten Programmversion existieren auch noch Versionen für Linux und Android, welche ich hier ebenfalls mit aufführen möchte:

Den Computer einfach Schützen

Wieviel Aufwand zum Schutz den privaten PCs betrieben werden muss hängt natürlich immer von den persönlichen Anforderungen ab. Es gibt jedoch Schutzmaßnahmen, die jeder treffen sollte.

Dieser Artikel nennt die 10 wichtigsten Tipps, die man für ungetrübtes Surfvergnügen beherzigen sollte.

  1. Installieren Sie ein Virenschutzprogramm und ein Anti-Spyware Programm und halten Sie diese Programme immer auf dem aktuellen Stand.
  2. InstallierenSie für ihr Betriebssystem verfügbare Updates. Halten Sie auch die installierte Software immer auf dem neusten Stand. Häufig gelangt Schadsoftware durch Sicherheitslücken im Betriebssystem und in Programmen auf den PC, die noch nicht gepatched wurden.
  3. Wenn möglich arbeiten Sie nicht als Administrator oder mit administrativen Rechten. Schadsoftware wird meist mit den Rechten des angemeldeten Benutzers ausgeführt und kann so noch mehr Schaden anrichten. Verwenden sie zwei Benutzerkonten oder lassen sie z.B. bei Windows Vista und Windows 7 die Benutzerkontensteuerung (UAC) aktiviert.
  4. Gehen Sie sorgfältig mit Ihren Zugangsdaten um. Bewahren Sie diese sicher auf und speichern Sie sie nicht unverschlüsselt auf der Festplatte ihres PCs. Zum verwalten von Kennwörtern und Zugangsdaten auf dem PC eignen sich sogenannte Passwort-Safes wie z.B. KeePass.
  5. Seien Sie vorsichtig beim Öffnen von E-Mail Anhängen. Öffnen Sie diese nur wenn Sie den Absender kennen. Fragen Sie im Zweifel beim Absender nach.
  6. Seien Sie vorsichtig bei Downloads von Dateien aus dem Internet. Vergewissern Sie sich vorher, dass ihr Virenschutzprogramm aktuell ist und die Dateien aus einer vertrauenswürdigen Quelle stammen.
  7. Seien Sie zurückhaltend mit der Weitergabe persönlicher Daten. Je weniger Daten sie weitergeben, desto weniger Daten können von Betrügern missbraucht werden.
  8. Fertigen Sie regelmäßig Sicherungskopien Ihrer wichtigen Daten an. Sollten ihre Daten einmal durch Schädlingsbefall oder Hardwaredefekt verloren gehen, können Sie diese aus einer Sicherung wiederherstellen.
  9. Wird Ihr PC von mehreren Personen benutzt, so richten Sie jedem Benutzer ein eigenen Benutzerkonto ein. Sperren Sie ihre Arbeitsoberfläche, wenn sie den PC verlassen. So verhindern Sie die missbräuchliche Verwendung ihrer Benutzerkennung.
  10. And last but not least. Lassen Sie bei allem Tun und Handeln den gesunden Menschenverstand walten. ;-)

Im Gegensatz zu vielen anderen Ratgebern und Tipp-Sammlungen empfehle ich nicht den Einsatz einer Personal Firewall. Der Grund dafür ist ganz einfach. Die meisten Anwender sind nicht in der Lage eine Firewall richtig zu konfigurieren. Und falsch konfiguriert stellt eine Software-Firewall unter Umständen ein Sicherheitsrisiko für ihren Computer dar.

Die meisten Privathaushalte verwenden heute einen Router für den Zugriff auf das Internet. Moderne DSL-Router sind mit einer NAT-Firewall ausgestattet und blocken Angriffsversuche von aussen sicher ab. In diesem Fall ist eine zusätzliche Personal Firewall obsolet.

Sollten Sie sich jedoch direkt per Modem, ISDN oder UMTS mit dem Internet verbinden, kann der Einsatz einer solchen Firewall durchaus sinnvoll sein. Doch scheuen Sie in diesem Fall nicht den Aufwand sich mit der Software vertraut zu machen. Denn nur sinnvoll konfiguriert, kann Sie die Firwall schützen ohne ihren Arbeitsablauf zu blockieren.

Risiken Sozialer Netzwerke

Leider gehen viele Menschen immer noch viel zu sorglos mit ihren persönlichen Daten um. Darauf angesprochen erntet man meist Fragen wie „Was kann da schon passieren?“. Gerade in sozialen Netzwerken wie Facebook oder den VZ-Netzwerken geben sie teilweise sehr intime Informationen preis, ohne dabei die daraus resultierenden Risiken zu bedenken.

Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) hat auf seinen Seiten einen schönen Bericht über die Risiken Sozialer Netzwerke veröffentlicht. Die Lektüre dieses Artikels und der darunter verlinkten Sicherheitsmaßnahmen sei dem interessiertem Leser empfohlen.

BSI: Soziale Netzwerke – Sicherheitsrisiken

BSI: 10 Tipps zum sicheren Umgang mit sozialen Netzwerken