Virtualbox und das Open Virtualization Format

Dieser Artikel bietet eine Kurzzusammenfassung meiner bisherigen Erfahrungen mit VirtualBox und dem Open Virtualization Format.

VirtualBox ist eine Virtualisierungslösung welche unter der GNU General Public License (GPL) version 2 steht. Ich benutze diese Software privat schon seit einigen Jahren. Zum Einen um mein Windows 7 Betriebssystem auf meinem Ubuntu Notebook zu betreiben und zum Anderen, um gefahrlos neue Betriebssysteme oder Konfigurationen ausprobieren zu können, ohne nach einem Fehler immer gleich das ganze Notebook bzw. den PC neu installieren zu müssen. Und bis heute leistet VirtualBox gute Arbeit. Was mir besonders gefällt ist das die Software alle gängigen virtuellen Festplattenformate wie

  • VDI (Virtual Disk Image),
  • VMDK (Virtual Machine Disk),
  • VHD (Virtual Hard Disk) und
  • HDD (Parallels)

unterstützt. Somit ist VirtualBox kompatibel zu VMs, die unter VMware, Hyper-V oder Parallels erstellt wurden.

Doch nicht immer starten VMs die man von einem System auf ein anderes portiert hat auch auf Anhieb. Ich wollte die (virtuelle) Windows 7 Installation von meinem Desktop PC auf meine Notebook bringen und habe im ersten Versuch einfach die virtuelle Festplattendatei kopiert. Auf meinem Notebook habe ich nun eine neue VM mit gleicher Anzahl CPUs und RAM wie auf dem Desktop PC erstellt und die kopierte Festplatte verwendet. Mit dem Ergebnis, dass Windows den Bootvorgang mit einem Bluescreen abbrach. Der Grund für dieses Verhalten ist meist, dass in der neuen VM ein anderer Gerätetreiber für die Festplatte verwendet wird oder die ACPI Einstellungen nicht mit denen übereinstimmen, mit denen Windows installiert wurde.

An dieser Stelle kommt nun das Open Virtualisation Format, kurz OVF, ins Spiel. OVF ist ein offener Standard, um virtuelle Maschinen verteilen zu können. Die Anwendung in VirtualBox ist denkbar einfach. Man wählt aus dem Hauptmenü die Option „Appliance exportieren“ und wählt aus der Liste seiner VMs die Maschine(n) aus, die man gerne auf ein anderes System übertragen möchte. Bei Verwendung des OVA Formats werden die Einstellungen der VM und die virtuelle Festplatte in ein Archiv gepackt und sind damit bereit für die Verteilung. Der Import geht, zumindest unter VirtualBox, ebenso spielen von der Hand. Man wählt den Punkt „Appliance Importieren“ aus dem Menü, wählt die OVA Datei aus und importiert die VM mit den Originaleinstellungen.

Ich habe dies mit meiner Windows 7 Installation getestet und kann sagen, dass es hervorragend funktioniert hat. Windows startete sofort und ohne Fehler auch auf meinem Notebook.

Damit ist VirtualBox eigentlich bestens für die Erstellung von Verteilung von VMs gerüstet. Das einzige Problem ist, dass laut Wikipedia noch nicht viele Mitbewerber Open Virtualization unterstützen und man so exportierte VMs z.B. auf einem ESXi bzw. Hyper-V Host nicht einfach importieren kann. Ich wünschte die großen Anbieter würden hier zügig nachrüsten.

Falls jemand bereits Erfahrungen damit gesammelt hat mit VirtualBox erzeugte VMs auf ESXi oder Hyper-V zu portieren, würde ich mich freuen, wenn Er oder Sie diese Erfahrungen mit mir teilt.

Mich hat VirtualBox überzeugt. Für den privaten Gebrauch ist es bestens geeignet.

Ein Gedanke zu „Virtualbox und das Open Virtualization Format

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