Ausbau des Heimnetzwerks Teil 1 – Synology DS213air

Mein Heimnetzwerk soll um einen möglichst leisen und stromsparenden File- und Medienserver erweitert werden. Meine Wahl fiel dabei auf eine Synology Diskstation DS213air. Zwar klingen 265€ für dieses  Gerät erstmal nach einer Menge Holz, der Preis ist meiner Meinung nach durch den großen Funktionsumfang und die vielen unterstützten Protokolle durchaus gerechtfertigt. Für meine Entscheidung war ausschlaggebend dass die DS213air über einen eingebauten WLAN-Controller verfügt und alle wichtigen Protokolle aus der Windows, Linux und Apple Welt beherrscht. So kann ich sie kabellos in mein Netzwerk integrieren und von allen vorhandenen Geräten wie PC, Notebook, Tablet und Smart-TV darauf zugreifen.

Die Diskstation wird wie alle Geräte von Synology ohne Festplatten ausgeliefert. So kann
man selbst entscheiden welche Festplattengröße man verbauen möchte. Ob eine Festplatte kompatibel zur Diskstation ist kann man auf der Hersteller-Webseite in einer Kompatibilitätsliste überprüfen.

In meinem Fall verwende ich einfach zwei 1TB HDDs aus meinem alten PC. Diese sind laut der Liste kompatibel und werden somit ihren Dienst zukünfig im neuen Gerät verrichten. Im Synology Wiki habe ich einen Artikel zur Vorbereitung der Festplatten gefunden, der beschreibt wie die Festplatten zu überprüfen sind, um schwache Sektoren bereits vor der Installation auszulagern. Werden wie in meinem Fall Festplatten verwendet, die bereits mehrere Jahre in Betrieb sind bietet sich diese Vorgehensweise an. Bei neuen Festplatten kann darauf verzichtet werden.

Die Diskstation wird in einem stabilen Karton mit allem benötigten Zubehör wie Netzteil, LAN-Kabel, Kurzanleitung und Installations-CD ausgeliefert. Die Diskstation selbst besteht aus einem weißen Kunststoffgehäuse. Von der Haptik habe ich mir bei dem recht hohen Preis ein wenig mehr versprochen. Zudem besitzt die DS213air, wie auf dem Beitragsbild zu erkennen, vorne einen kleinen Spalt, in welchem sich mit der Zeit sicher jede Menge Staub ansammeln wird.

Dafür ist die Montage der Festplatten ein Kinderspiel. Box aufmachen, Festplatten festschrauben, Box schließen und zuschrauben.

Erfreulich ist, dass der Diskstation genügend Schrauben zur Befestigung der Festplatten beiliegen. So sind gleich ein paar mehr dabei, falls mal eine unter den Schreibtisch fällt und sie erst der Staubsauger wiederfindet.

Der Start und die Installation der Diskstation geht leicht von der Hand. Die Installations-CD habe ich dabei nicht einmal benötigt. Die Box lässt sich wie gewünscht mit dem vorhandenen WLAN
verbinden. So ist man bei der Wahl des Standorts sehr flexibel. Nur einen Stromanschluss braucht man in der Nähe.

Ich habe die Diskstation in einer Wohnzimmerecke geparkt, wo sie hinter einer Lampe verschwindet und die blinkenden LEDs nicht ins Auge fallen. Die Box ist schön leise und stört den Filmgenuss so nicht durch lästige Nebengeräusche.

Dateien lassen sich über die zahllosen unterstützten Protokolle auf die Box spielen. Möchte man die Box, so wie ich, über WLAN ins Heimnetzwerk einbinden rate ich dringend zu einem
WLAN nach IEEE 802.11n. Die älteren WLAN Standards sind zu langsam, um Dateien in angemessener Geschwindigkeit auf die Box zu bringen. Liegen diese Dateien auf USB-Medien vor, so können diese direkt an die beiden USB-Ports der Diskstation angeschlossen werden. Das USB-Medium wird von der Diskstation erkannt und über die Managementoberfläche kann man die
Dateien auf die Box kopieren.

Mit dem Stromverbrauch der Box bin ich sehr zufrieden. Beim kopieren großer Datenmengen läuft die CPU und die Festplatten fast unter Volllast. Dabei verbraucht die Box 22 Watt. Hat die Box nix zu tun und schalten sich die Festplatten in den Ruhezustand liegt der Stromverbrauch bei nur noch 5 Watt. Der Ruhezustand und das Aufwachen aus dem gleichen funktionieren zuverlässig. Auch Wake-on-WLAN funktioniert einwandfrei.

Nun warte ich noch auf die Lieferung des Wifi-Adapters für meinen Fernseher. Dann werde ich euch berichten, wie gut sich die Medien von der Box auf dem TV wiedergeben lassen.

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