Archiv des Autors: Jörg Kastning

Firefox-Profil auf neue Rechner/Installationen umziehen

Es ist eigentlich so einfach und doch suche ich jedes Mal erneut danach. Deshalb möchte ich hier kurz die Links zu den deutschsprachigen Mozilla-Artikeln festhalten, welche den Umgang und Umzug von Firefox-Profilen erläutern.

Thunderbird-Daten auf neue Rechner/Installationen übertragen

Es ist so einfach und doch suche ich jedes Mal erneut. Darum verlinke ich hier die deutschsprachige Anleitung von Mozilla: Thunderbird-Daten auf einen neuen Rechner übertragen

Ergänzend zu obiger Anleitung dokumentiere ich an dieser Stelle, wie die Einstellungen des Add-Ons Enigmail zur Übertragung auf einen neuen Rechner gesichert werden können.

Dazu geht man in die Add-On-Einstellungen von Enigmail und öffnet die Registerkarte „Einstellungen übertragen“. Anschließend lässt man sich vom Export-Assistenten durch den Prozess führen.

Elektrisch höhenverstellbarer Schreibtisch für das Arbeitszimmer

Die Corona-Pandemie hat auch meinen Arbeitsplatz verändert und ich arbeite seit März im Homeoffice.

Nun zähle ich bereits zu den Glücklichen, die ein eigenes Arbeitszimmer und einen ordentlichen Schreibtisch haben. Beim Thema Bürostuhl habe ich mir beholfen, indem ich meinen Stuhl aus der Dienststelle mit heim genommen habe. Anmerkung: Fragt im Zweifel eure Vorgesetzten um Erlaubnis. Doch ein guter Bürostuhl ist für eure Gesundheit sein Gewicht in Gold wert.

Um nun nicht die gesamte Arbeitszeit im Sitzen zu verbringen, beschäftige ich mich mit dem Gedanken (und das schon ziemlich lange), für daheim ein elektrisch höhenverstellbares Tischgestell anzuschaffen, auf das ich eine meiner vorhandenen Arbeitsplatten montieren kann.

Rahmenbedingungen

desk-at-the-home-office
Die Arbeitsplatte rechts im Bild soll zu einem elektrisch höhenverstellbaren Tisch umgerüstet werden.
  • Vorhandene Arbeitsplatte mit dem Maßen (BxT) in cm: 150×80
  • Höhe obere Kante (sitzend): 74 cm
  • Meine Größe: ca. 188 cm
  • Wunscharbeitshöhe (stehend): ca. 114-120 cm
  • Abstand Tischbeine: 127,5 cm

Bei der Wunscharbeitshöhe (stehend) bin ich mir noch unsicher. Dies kann ich vermutlich erst dann wirklich beurteilen, wenn ich einige Stunden an einem entsprechenden Tisch gearbeitet habe.

Objekte der Begierde

Nach einer Internetrecherche habe ich folgende drei Tischgestelle ins Auge gefasst:

  1. Das FlexiSpot E5, welches mir von einem Arbeitskollegen empfohlen wurde
  2. Das Boho Office® Basic Line von Boho Möbelwerkstatt
  3. Das OFFICE ONE, von moebel-eins

Die drei genannten elektrisch höhenverstellbaren Tischgestelle sind für Preise zwischen 359 € und 388 € (Stand: 11.08.2020) im Internet zu finden und werden in der Regel frei Haus geliefert. Alle drei passen grundsätzlich zu oben genannten Rahmenbedingungen und kommen daher prinzipiell in Frage.

Für das FlexiSpot-Gestell spricht, dass es aktuell mit 10%-Rabatt zu bekommen ist (Stand 11.08.2020) und eine mir bekannte Person damit zufrieden ist. Für mich haben Empfehlungen von Bekannten stets mehr Gewicht, als Bewertungen Unbekannter. Meine vorhandene Tischplatte liegt mit ihren 80 cm Tiefe zwar an der Grenze, jedoch noch im Toleranzbereich.

Für das Tischgestell der Boho Möbelwerkstatt spricht, dass es zusätzlich über einen Kollisionsschutz verfügt und die Firma in Rietberg ansässig ist. Der Ort liegt bei mir quasi um die Ecke und ich könnte mit einem Kauf ein Unternehmen aus der Region unterstützen. Gegen das Modell spricht für mich nur der Preis, welcher mit 388 € am oberen Rand liegt und die Aussage, dass eine Belastung mit 80 kg empfohlen wird, obwohl er auch 120 kg ausreichend stabil sei.

Die Nummer drei aus obiger Liste stammt ebenfalls von einem Unternehmen aus Deutschland, bietet ebenfalls einen Kollisionsschutz und liegt preislich mit 359 € im Mittelfeld. Mit den angegebenen 130 kg bietet dieses Modell die größte Belastbarkeit. Im Gegensatz zu den anderen beiden Modellen bietet der Hersteller keine Garantie, die über die gesetzliche Gewährleistung hinausreicht.

Dann sind da noch Gestelle für die Ecke

Die Varianten für elektrisch höhenverstellbare Eck-Tischgestelle würden prinzipiell optimal zu meinem bestehenden Schreibtisch passen würden.

  1. Boho Office Basic Line 90
  2. Office One elektrisch höhenverstellbares Eck-Tischgestell

Mit diesen könnte ich den gesamten Tisch in der Höhe verstellen und hätte keine Lücke zwischen der höhenverstellbaren Platte und dem Rest des Tisches.

Allerdings sind 559-649 € schon eine andere Hausnummer.

Zwischenfazit

Aktuell ist das Homeoffice bis zum 30. April mein regelmäßiger Arbeitsplatz. Ob diese Regelung verlängert wird oder ich danach von einer Homeoffice-Regelung profitieren kann ist ungewisst.

Ich würde dazu tendieren, in ein elektrisch höhenverstellbares Eck-Tischgestell zu investieren. Doch nicht in einer Situation, in der nicht sicher ist, auch regelmäßig daran arbeiten zu können.

Daher zögere ich eine Entscheidung hinaus, bis ich Klarheit über eine mögliche Homeoffice-Regelung habe.

Ich werde euch auf dem Laufenden halten, wie es mit der Entscheidungsfindung weitergeht.

Und der Gewinner ist FlexiSpot E5

Es tut mir leid, dass ich euch hier so lange auf die Folter gespannt habe. Doch nun ist die Entscheidung gefallen. Die Bestellung des FlexiSpot E5 inkl. der Computerhalterung CH1 ist soeben rausgegangen.

Ausschlaggebend waren die Empfehlung meines Kollegen, die Garantie und der Preis. Mit einem Rabatt von 10% habe ich das Gestell und die Computerhalterung für insgesamt 377,23 € bekommen.

Spielerei mit DNS-Abfragen

Vor Kurzem fragte mich ein Freund, welchen DNS-Server ich ihm empfehlen könne. Zuerst war ich verwirrt und verstand die Frage nicht. Mein Freund sagte daraufhin, dass der DNS-Server seines Internet Service Provider (ISP) Anfragen nur schnarch-langsam beantwortet. Da ich mir nicht vorstellen konnte, dass dies eine allzu große Rolle spielt, war es Zeit für eine kleine Spielerei.

Hinweis: Es handelt sich hierbei wirklich nur um eine Spielerei zum Zeitvertreib und keinen fundierten Test.

Wer sich die Funktionsweise des DNS noch einmal ins Gedächtnis rufen möchte, kann hier im Blog nachlesen.

Das Spielfeld

Die folgende Grafik zeigt das Spielfeld für unsere DNS-Abfragen:

Das Spielfeld für unsere DNS-Abfragen

Im Bild zu sehen ist ein WLAN-Router als zentrale Schaltstelle im Heimnetzwerk. Über WLAN mit der Connect Box verbunden ist ein Notebook, welches für unsere Spielerei als Client dienen soll. Mit einem LAN-Kabel angeschlossen ein Pi-Hole, als DNS-Resolver im LAN. Darüber hinaus halten noch der DNS-Server meines ISP, ein DNS-Server von Google (8.8.8.8) und einer von Cloudflare (1.1.1.1) für unsere Spielerei her. Insgesamt sind also vier DNS-Server am Spiel beteiligt.

Das Spiel

In diesem Spiel nutze ich das Kommando dig, um jeweils zwei Anfragen an jeden der vier DNS-Server zu senden. Zwei Anfragen deshalb, um jedem Resolver die Chance zu geben, mindestens eine Anfrage aus seinem Cache beantworten zu können.

Gegenstand der Abfrage wird ein A-Record meiner Domain „my-it-brain.de“ sein. Im Folgenden wird jeweils die gekürzte Ausgabe von dig wiedergegeben, welcher man die Zeit für die Abfrage entnehmen kann.

Nach jeder Abfrage werden noch 10 Pings an den jeweiligen DNS-Server gesendet, um die Zeit zu mitteln, die das Paket auf der Leitung unterwegs ist.

TL;DR

Wie zu erwarten war, hat der Pi-Hole das Spiel mit den kürzesten Antwortzeiten gewonnen. Die DNS-Server von Google und Cloudflare liegen ungefähr gleich auf, wobei der Server von Cloudflare meine Domain bei der ersten Abfrage vermutlich noch nicht im Cache hatte. Der vierte im Bunde ist ein DNS-Server, welcher nach Angaben meines ISP in Dortmund steht. Dieser ist von der Abfragezeit her nicht schlechter, als die Server von Google und Cloudflare. Sieht man sich die Ping-Statistik an, kann ich wohl froh sein, überhaupt eine Antwort erhalten zu haben.

Im Folgenden findet ihr die Ausgaben der einzelnen Kommandos.

@karl: Wie sieht das denn bei dir aus?

Die Ergebnisse

$ dig @192.168.11.3 -4 my-it-brain.de A
[...]
;; Query time: 6 msec
;; SERVER: 192.168.11.3#53(192.168.11.3)
;; WHEN: Mo Apr 06 22:53:43 CEST 2020

$ dig @192.168.11.3 -4 my-it-brain.de A
[...]
;; Query time: 8 msec
;; SERVER: 192.168.11.3#53(192.168.11.3)
;; WHEN: Mo Apr 06 22:54:55 CEST 2020
;; MSG SIZE  rcvd: 59

$ ping -c 10 192.168.11.3
--- 192.168.11.3 ping statistics ---
10 packets transmitted, 10 received, 0% packet loss, time 21ms
rtt min/avg/max/mdev = 3.002/4.425/8.268/1.725 ms

$ dig @80.69.100.230 -4 my-it-brain.de A
[...]
;; Query time: 44 msec
;; SERVER: 80.69.100.230#53(80.69.100.230)
;; WHEN: Mo Apr 06 22:59:41 CEST 2020
;; MSG SIZE  rcvd: 87

$ dig @80.69.100.230 -4 my-it-brain.de A
[...]
;; Query time: 49 msec
;; SERVER: 80.69.100.230#53(80.69.100.230)
;; WHEN: Mo Apr 06 22:59:44 CEST 2020
;; MSG SIZE  rcvd: 87

$ ping -c 10 80.69.100.230
--- 80.69.100.230 ping statistics ---
10 packets transmitted, 5 received, 50% packet loss, time 119ms
rtt min/avg/max/mdev = 18.458/19.942/21.248/1.092 ms

$ dig @8.8.8.8 -4 my-it-brain.de A
[...]
;; Query time: 53 msec
;; SERVER: 8.8.8.8#53(8.8.8.8)
;; WHEN: Mo Apr 06 23:01:09 CEST 2020
;; MSG SIZE  rcvd: 59

$ dig @8.8.8.8 -4 my-it-brain.de A
[...]
;; Query time: 49 msec
;; SERVER: 8.8.8.8#53(8.8.8.8)
;; WHEN: Mo Apr 06 23:01:12 CEST 2020
;; MSG SIZE  rcvd: 59

$ ping -c 10 8.8.8.8
--- 8.8.8.8 ping statistics ---
10 packets transmitted, 10 received, 0% packet loss, time 22ms
rtt min/avg/max/mdev = 18.120/20.722/23.760/1.554 ms

$ dig @1.1.1.1 -4 my-it-brain.de A
[...]
;; Query time: 89 msec
;; SERVER: 1.1.1.1#53(1.1.1.1)
;; WHEN: Mo Apr 06 23:03:26 CEST 2020
;; MSG SIZE  rcvd: 73

$ dig @1.1.1.1 -4 my-it-brain.de A
[...]
;; Query time: 48 msec
;; SERVER: 1.1.1.1#53(1.1.1.1)
;; WHEN: Mo Apr 06 23:03:28 CEST 2020
;; MSG SIZE  rcvd: 73

$ ping -c 10 1.1.1.1
--- 1.1.1.1 ping statistics ---
10 packets transmitted, 10 received, 0% packet loss, time 23ms
rtt min/avg/max/mdev = 20.748/49.316/87.433/24.899 ms

Schlussworte

Ich persönliche ziehe es vor, einen DNS-Resolver möglichst in bzw. nah an meiner Infrastruktur zu nutzen.

Neben der Geschwindigkeit der Abfragen bekommt so auch niemand mit, wie oft ich eine Seite aufrufen möchte, da alle auf die initiale Abfrage folgenden Abfragen aus dem Cache beantwortet werden.

Bedenkt man, dass die Ladezeit von Webseiten teilweise im Bereich mehrerer Sekunden liegt, fallen die paar Millisekunden für die Namensauflösung aber eh nicht so schwer ins Gewicht.

Kommunikation im Homeoffice

Mit diesem Artikel möchte ich an „Wie die Corona-Pandemie den eigenen Arbeitsplatz verändert“ anknüpfen und meine Erfahrungen über die Kommunikation im Homeoffice mit euch teilen.

Die gute Nachricht vorweg: „So viel ändert sich im Vergleich zum Alltag im Büro gar nicht.“ Denn die folgenden Kommunikationsmittel stehen höchstwahrscheinlich unverändert zur Verfügung:

  • E-Mail
  • Ticket-System
  • Telefon
  • Chat
  • Videokonferenz

Was wegfällt, ist das persönliche Gespräch von Angesicht zu Angesicht und die spontanen Stand-Up-Meetings an der Kaffeemaschine.

Textbasierte Kommunikation

Hierunter lassen sich die Kommunikation via E-Mail, Ticket-System und Chat zusammenfassen. Wer diese Kommunikationsmittel bereits aus dem Büro kennt, für den ändert sich im Homeoffice im Prinzip nichts. Denn diese Werkzeuge werden hier in gleicher Art und Weise verwendet.

Für manche mag der Chat als Kommunikationskanal neu hinzugekommen sein. Die Kommunikation per Chat ist in der Regel etwas schneller als per E-Mail und weiterhin bedeutend langsamer als per Telefon. Zum Teil lässt sich hierüber auch das „Geplapper“ an der Kaffeemaschine abbilden.

Um zumindest ein wenig Ordnung ins Chat-Chaos zu bringen, bieten alle gängigen Werkzeuge die Möglichkeit, Chats in Kanäle, Threads und Unterhaltungen zu untergliedern, welche sich jeweils wiederum verschiedenen Themen zuordnen lassen.

Nun kommt es hin und wieder vor, dass ein zu behandelndes Thema als Ticket oder E-Mail zum Leben erweckt wird. Dann setzt sich die Kommunikation plötzlich im Chat fort. Evtl. telefoniert man auch noch einmal dazu oder diskutiert das Thema in einer Videokonferenz. Am Ende sind die Informationen zum Thema über viele Kommunikationskanäle verteilt und lassen sich nur mit viel Aufwand wieder zusammenführen.

Daher ist mein Rat, versucht Medienbrüche so gut es irgendwie geht zu vermeiden. Erhaltet ihr auf ein Ticket oder eine E-Mail keine Antwort, innerhalb des euch angemessen erscheinenden Zeitraums, ist es legitim, per Telefon oder Chat nachzufragen, ob man von dem Ticket bzw. der E-Mail bereits Kenntnis erlangt hat. Die eigentliche Kommunikation sollte jedoch im ursprünglichen Medium zu Ende geführt werden.

Bedenkt, dass ihr dem Empfänger einer Nachricht auch Zeit zum Lesen, Denken und Handeln lassen müsst. Eine E-Mail zu versenden und den Empfänger 5 Minuten später per Anruf oder Chat-Attacke zu fragen, ob dieser die E-Mail schon gelesen und bearbeitet hat, gehört sich nicht. Und zwar unabhängig davon, ob man im Büro oder im Homeoffice sitzt.

Wir benutzen bei uns Rocket.Chat. Die Threads sind ein Alptraum, doch davon ab lässt es sich ganz gut damit leben. Welche Chat-Software ist bei euch im Einsatz und wie zufrieden seid ihr damit?

Telefon- und Videokonferenzen

Ich wünschte, ich hätte rechtzeitig Aktien der großen Anbieter von Videokonferenz-Anwendungen gekauft. Denn diese erleben in Zeiten der Corona-Pandemie einen Zulauf wie vermutlich selten zuvor.

Für uns steht seit längerem der Dienst DFNconf zur Verfügung. Da die deutschen Universitäten und Hochschulen verstärkt auf diesen zugreifen, hat dieser Dienst zuletzt seine Lastgrenze erreicht und ist zu Peak-Zeiten (ca. 9-11 Uhr und 13-17 Uhr) kaum nutzbar. Als Alternativen stehen uns seit kurzer Zeit nun auch Skype for Business und Zoom zur Verfügung. Besonders letzteres hat sich bisher durch Stabilität, Qualität und Einfachheit in der Benutzung bewährt.

Die genannten Anwendungen mögen dabei weder die Besten noch die Schönsten sein. Doch konnten sie schnell zur Nutzung bereitgestellt werden und funktionieren. Mal schauen, ob uns diese Anwendungen auch nach der Krise erhalten bleiben oder ob dann ein Wechsel auf eine andere Anwendung bevorsteht.

Tipp 1: Ein Headset muss nicht teuer sein und ist sein Gewicht in Gold wert. Es steigert die Sprachqualität in Videokonferenzen häufig signifikant.

Tipp 2: Wenn ihr an einer Videokonferenz teilnehmt und gerade nichts zu sagen habt, schaltet euer Mikrofon auf stumm. Nebengeräusche wie der Kriegsschrei der Kinder, Husten, Niesen oder der Rasenmäher des Nachbarn sind nur beim ersten Mal amüsant. Danach stören und verzögern sie eine Konferenz nur unnötig.

Doch gibt es ja noch zig weitere Anwendungen in diesem Bereich. Was nutzt ihr? Wo seht ihr Stärken und Schwächen der unterschiedlichen Anwendungen?

Last but not least ist dort ja auch noch das klassische Telefon. Da bis vor kurzem noch nicht abzusehen war, dass plötzlich ein Großteil der Belegschaft ins Homeoffice verlegt wird, verfügen wir bisher über keine Soft-Clients oder ähnliches, um von daheim so telefonieren zu können, als wären wir im Büro. Wir haben statt dessen Rufumleitungen von der Dienstnummer auf ein privates Endgerät eingerichtet. So ist die telefonische Erreichbarkeit sichergestellt. Ich selbst muss so gut wie nie heraustelefonieren. Für den Fall, dass dies doch einmal vorkommt, wähle ich mit unterdrückter Rufnummer. Damit schütze ich mich davor, dass mich wie früher plötzlich wieder dienstliche Anrufe nach Feierabend auf meiner privaten Nummer erreichen. Auch das geht in meinen Augen gar nicht.

Fazit

Alles in allem fühle ich mich gut gerüstet, um im Homeoffice mit den Kolleg*innen kommunizieren zu können. Hier und da hakt es noch manchmal ein wenig, doch ich bin guter Hoffnung, dass sich das noch einschleifen wird.

Ich wünsche euch, dass euch die passenden Kommunikationswerkzeuge zur Verfügung stehen, um auch im Homeoffice effektiv und effizient kommunizieren und arbeiten zu können.

tmux und tmux-xpanes

Die beiden genannten Anwendungen ergänzen erst seit kurzer Zeit meine SysAdmin-Werkzeugsammlung und werden im folgenden kurz vorgestellt.

Um Programme auch nach dem Beenden einer SSH-Sitzung weiterlaufen lassen zu können, habe ich in der Vergangenheit unter verschiedenen Distributionen das Programm screen verwendet. Mit dem Release von RHEL 7.6 (en) ist screen deprecated (en). Da es somit in RHEL 8 nicht mehr enthalten ist, wurde es Zeit, sich nach einer Alternative umzusehen, welche ich in tmux gefunden habe.

Mit tmux werden die gleichen Anforderungen erfüllt, welche ich an screen gestellt habe und ermöglicht es darüber hinaus, innerhalb eines Terminals oder einer Terminalemulation verschiedene virtuelle Konsolensitzungen zu erzeugen und zu verwalten. Sitzungen können getrennt („detach“) und später weitergeführt werden („attach“). Auch die Möglichkeit, ein Fenster vertikal und horizontal in mehrere „panes“ zu unterteilen, finde ich sehr praktisch.

Die Möglichkeit, ein tmux-Fenster in verschiedene Bereiche zu unterteilen, brachte mich zu der Frage, ob es damit nicht auch möglich ist ein weiteres Werkzeug aus meiner Sammlung abzulösen.

Cluster SSH (en) ermöglicht es, auf einfache Weise parallele SSH-Sitzungen zu mehreren Hosts aufzubauen. Für jeden Host wird dabei ein eigenes xterm-Fenster geöffnet und Befehle können zeitgleich an alle verbundenen Hosts gesendet werden.

Zwar bietet auch tmux mit der Option „synchronize-panes on“ die Möglichkeit, Befehle gleichzeitig an mehrere „panes“ zu senden, doch müssen diese und die SSH-Sitzungen darin zuvor manuell hergestellt werden, was sich als recht umständlich erwies.

Hier betritt nun tmux-xpanes (en) von Yasuhiro Yamada die Bühne, welches diesen Arbeitsschritt enorm erleichtert.

Ich pflege recht umfangreiche ssh_config(5)-Dateien, welche sich hervorragend durch tmux-xpanes nutzen lassen. Folgendes Bild soll die Anwendungsmöglichkeiten veranschaulichen:

Quelle: https://raw.githubusercontent.com/wiki/greymd/tmux-xpanes/img/movie_v4.gif

Eine umfassende Beschreibung der hier vorgestellten Werkzeuge würde den Umfang eines Artikels sprengen. Daher sei für weiterführende Informationen auf die folgende Linksammlung verwiesen.

Linksammlung zu tmux und tmux-xpanes

Wie die Corona-Pandemie den eigenen Arbeitsplatz verändert

Für viele Arbeitnehmer*innen hat sich der Arbeitsplatz in den vergangenen Tagen drastisch verändert. Statt die tägliche Arbeitsleistung in der Firma, der Dienststelle oder dem Büro zu erbringen, ist nun Telearbeit, auch Homeoffice genannt, angesagt.

Seit Mitte März arbeite auch ich von daheim. An dieser Stelle möchte ich meine Erfahrungen mit euch teilen.

Doch zuerst möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei meinen Kollegen und Kolleginnen aus der Abteilung Desktop Services bedanken. Diese haben unter großer Anstrengung dafür gesorgt, dass wir kurzfristig mit adäquatem Arbeitsgerät ausgestattet wurden, um die nächsten Tage, Wochen oder sogar Monate von zu Hause aus arbeiten zu können. Vielen Dank!

Von daheim zu arbeiten ist für viele Kolleg*innen und mich eine völlig neue Situation. Stand die Möglichkeit der Telearbeit in der Vergangenheit doch nicht allen Mitarbeiter*innen offen und wurde nur genehmigt, wenn bestimmte Rahmenbedingungen erfüllt waren. Hinzukommt, dass plötzlich alles ganz schnell ging und kaum Zeit blieb, um eine Organisation mit mehreren tausend Beschäftigten geordnet und geregelt auf Telearbeit umzustellen. Meiner persönlichen Erfahrung nach hat es dennoch gut geklappt. Und so berichte ich nun aus meinem Arbeitszimmer.

Mein Arbeitsplatz bzw. mein Arbeitszimmer

Glücklich ist, wer ein Arbeitszimmer hat. Denn hier findet sich nicht nur entsprechendes Mobiliar und Platz für die notwendigen Arbeitsmittel. Es hilft mir auch dabei, Berufliches und Privates voneinander zu trennen.

So habe ich eine Arbeitsfläche auf meinem Schreibtisch von meinen Bastel-Projekten befreit und dort die Gerätschaften aufgebaut, die mein Arbeitgeber mir mitgegeben hat (außer dem Baby-Yoda, den meine Frau gehäkelt hat und der schicken R61-USB-Tastatur, das ist meine :D )

picture-of-workspace
Bild meines aktuellen Arbeitsplatzes

Ich habe den Platz so eingerichtet, dass von außen einfallendes Licht nicht blendet, ich jedoch gleichzeitig nicht im Dunkeln sitzen muss. Das künstliche Licht leuchtet das Arbeitszimmer bei Bedarf gleichmäßig aus, ohne zu blenden oder ungünstige Schatten auf meinen Arbeitsplatz zu werfen. So lässt es sich gut arbeiten, ohne allzu schnell zu ermüden.

Im Zusammenhang mit einem häuslichen Arbeitszimmer stellt sich oft die Frage, ob dieses steuerlich absetzbar ist. Diese Frage kann ich euch leider nicht beantworten. Ich habe hier ein paar Links zusammengesucht, welche eine erste Orientierung bieten können. Weitere Hilfe bieten die Steuerberater*innen und Lohnsteuerhilfevereine.

Rituale helfen, Beruf und Privatleben zu trennen

Vor dem Wechsel ins Homeoffice hatte ich ca. 40 Minuten Fahrtzeit mit dem Auto von der Dienststelle nach Hause. Zeit genug, um abzuschalten. Jetzt beträgt die einfache Wegstrecke zur virtuellen Dienststelle ca. 2,5 Meter.

Um nun dennoch möglichst schnell abschalten und ins Privatleben wechseln zu können, habe ich mir ein paar einfache Rituale angewöhnt, die mir helfen, mir Beginn und Ende meiner Arbeit bewusst zu machen.

Dazu gehört, dass ich jeden Morgen zum Arbeitsbeginn die Jalousie im Arbeitszimmer hochziehe, das Fenster zum Lüften öffne und mir ein frisches Glas mit Wasser zurecht stelle. Erst dann schalte ich das Notebook ein und beginne meinen Tag damit, dass ich meine Kolleg*innen in unserem Teamchat grüße und ihnen einen schönen Tag wünsche.

Zum Feierabend hin ist der Ablauf sehr ähnlich. Ich verabschiede mich aus dem Teamchat, beende die Verbindungen zu den Systemen, mit denen ich den Tag über gearbeitet habe, fahre das Notebook herunter, schließe die Jalousie des Arbeitszimmers, räume Gläser, Tassen und leere Flaschen ab und ziehe beim Verlassen des Arbeitszimmers die Tür hinter mir zu. Dies alles sind nur kleine und unscheinbare Tätigkeiten, doch helfen sie mir dabei, Beginn und Ende der Arbeit bewusst wahrzunehmen.

Rituale können besonders dann wichtig sein, wenn man kein separates Arbeitszimmer besitzt, bei dem man die Tür hinter sich zuziehen kann. Zum Beispiel, wenn der Arbeitsplatz in der Ecke des Wohnzimmers oder am Esszimmertisch existiert.

Schlussworte

Bisher empfinde ich die Arbeit von daheim als angenehm. ich kann weitgehend ungestört von äußeren Einflüssen arbeiten und der lange Arbeitsweg entfällt. So kann ich weniger Zeit auf der Straße und mehr Zeit mit meiner Familie verbringen.

Wie sieht es bei euch im Homeoffice aus? Besitzt ihr ein Arbeitszimmer oder wie habt ihr euch eingerichtet? Habt ihr ebenfalls Rituale rund um das Homeoffice? Wenn ja, wie sehen diese aus? Teilt eure Erfahrungen und Tipps gerne unten in den Kommentaren.

Informationen zur zurückliegenden Nichterreichbarkeit von My-IT-Brain

Liebe Leser*innen,
am gestrigen Abend und heutigen Morgen war dieser Blog jeweils für wenige Minuten nicht erreichbar.

Ursache waren Wartungsarbeiten an der zum Blog gehörenden MySQL-Datenbank und der Datei wp-config.php. Ziel der Wartungsarbeiten war es, noch vorhandene HTTP-URLs gegen solche mit HTTPS auszutauschen.

Die Wartungsarbeiten sind nun beendet und stehen eurem Lesefluss nicht mehr im Wege.

Erfahrungsbericht zum Deployment meines Blogs mit Ansible

Vor ziemlich genau zwei Jahren habe ich in „Konzept zum Deployment meines Blogs mit Ansible“ geschrieben, wie ich diesen Blog mit Hilfe von Ansible ausgehend von einem bestehenden Backup auf einen neuen Server deployen bzw. wiederherstellen möchte.

Seither habe ich das dort beschriebene Verfahren mehrfach angewendet und möchte heute an dieser Stelle meine Erfahrungen mit euch teilen.

Umgebung

Wie schon vor zwei Jahren basiert mein Ansible Control Node auf einer RHEL 7 VM. Im Unterschied zu damals kommt heute statt Ansible in der Version 2.4.2 eine aktuell unterstützte Version 2.9.6 zum Einsatz.

Das Zielsystem war damals Ubuntu Bionic Beaver. Zwischendurch habe ich diesen Blog nach dem Konzept bereits auf CentOS/RHEL 7 sowie Debian 10 eingerichtet.

Die weiteren Rahmenbedingungen entsprechen der Testumgebung aus 2018. Auch verwende ich heute noch die gleichen Module wie vor zwei Jahren:

ModulStatusVerwendung
aptstableinterfaceVerwaltet APT-Pakete
unarchivepreviewEntpackt Archiv-Dateien und kopiert sie ggf. vorher auf das Zielsystem
copystableinterfaceKopiert Dateien auf entfernte Rechner
filestableinterfaceErstellt Dateien, Verzeichnisse, symbolische Links und setzt deren Attribute
mysql_dbpreviewHinzufügen von MySQL-Datenbanken (aus Backup)
mysql_userpreviewHinzufügen (und Entfernen) von Benutzern in MySQL-Datenbanken

In der Tabelle ist zu erkennen, dass jene Module, die 2018 den Status preview hatten, diesen auch heute noch besitzen. Ich persönlich finde es schade, dass es keines dieser Module innerhalb von zwei Jahren zu einem stableinterface gebracht hat.

Darüber hinaus schleppen einige Module wie mysql_db noch ein paar ziemlich alte Bugs mit sich herum. Darunter z.B. dieser aus dem Jahre 2016. Zwar kann ich nicht mit Sicherheit sagen, ob dieser seit 2.4.2 bereits gefixt wurde. In Version 2.9.6 ist er jedenfalls vorhanden. Als Workaround habe ich den MySQL-Dump zuvor entpackt und dann im Modul verwendet, wodurch eine erheblich größere Datenmenge über das Netzwerk übertragen werden muss.

Erfahrungen der letzten zwei Jahre

Am Status der Module hat sich leider nichts geändert. Positiv sei hier jedoch angemerkt, dass sämtliche Module noch existieren und weiterhin genutzt werden können. So hatte ich zumindest keinen Aufwand, mir zwischenzeitlich neue Module suchen zu müssen, um die gestellte Aufgabe erledigen zu können.

Grundsätzlich klappt das Deployment bzw. die Wiederherstellung meines Blogs aus einem Backup mittels der Ansible-Rolle gut. Je nach verwendetem Zielsystem sind kleinere Anpassungen notwendig, da einige Pakete in CentOS anders benannt sind als in Debian, oder sich der Name in einer neueren Version der Distribution leicht geändert hat. Dieser Umstand ist jedoch nicht Ansible anzulasten, sondern rührt von den jeweiligen Paketnamen der unterschiedlichen Distributionen her.

Was mir persönlich überhaupt nicht gefällt, ist dass Ansible bei Minor-Release-Upgrades (z.B. von 2.9 auf 2.10) teilweise nicht abwärtskompatible Änderungen an der Syntax vornimmt. Dies sollte nach den Richtlinien des Semantic Versioning nicht so sein und geht in meinen Augen gar nicht. Darunter finden sich Dinge wie die Art und Weise, wie Paketnamen an ein Modul wie apt oder yum zu übergeben sind oder dass plötzlich der Bindestrich (-) in Gruppennamen nicht mehr zulässig ist. Änderungen wie diese machen sehr häufig Anpassungen am Inventory, den Playbooks und Rollen erforderlich. In meinem Fall ist der Aufwand noch überschaubar. In größeren Organisationen mit einigen hundert oder gar tausenden von Playbooks sieht die Sache schnell anders aus und wird auch nicht von allen Kunden gut aufgenommen.

Fazit

Es gibt einige Punkte, die mir an Ansible nicht so gut gefallen und bei denen ich auch keine schnelle Besserung erwarte. Auch sind von Zeit zu Zeit Anpassungen notwendig, um den Blog zu deployen bzw. wiederherstellen zu können. Jedoch hält sich der Aufwand dafür in Grenzen und ist deutlich geringer, als bspw. bei der ausschließlichen Verwendung von Bash-Skripten.

Verglichen zur manuellen Vorgehensweise (vgl. Testinstanz für einen WordPress Blog erstellen) erspart mir Ansible sogar eine Menge Zeit, welche ich z.B. mit meiner Familie verbringen kann. Daher bleibt Ansible für mich weiterhin gesetzt.

Welche Erfahrungen habt ihr mit Ansible gemacht? Und wie beurteilt ihr dieses heute im Vergleich zu den Vorjahren? Eure Berichte sind jederzeit willkommen.

Das erwartet euch 2020 auf My-IT-Brain

My-IT-Brain ist kein typischer Blog im eigentlichen Sinne. Dies kann man z.B. an folgenden Eigenschaften festmachen:

  1. Keine regelmäßig erscheinenden Artikel oder Serien
  2. Kein spezielles Thema; Themen aus diversen Gebieten
  3. In der Regel keine Beitrags-/Titel-Bilder

Aus verschiedenen Quellen habe ich gelernt, dass sich erfolgreiche Blogs vor allem durch regelmäßig erscheinende Beiträge auszeichnen. Regelmäßig kann dabei sowohl täglich, wöchentlich, monatlich oder auch halbjährlich bedeuten. Die Regelmäßigkeit hilft Lesern, sich die Erscheinungs-Zyklen zu merken und sie kehren häufiger zum Blog zurück.

Tja, das ist dann wohl Pech für mich. Als Familienvater habe ich einfach keine Zeit, mir jede Woche einen Artikel aus den Fingern zu saugen, dessen Inhalt so ähnlich nicht schon auf unzähligen Seiten zu finden ist und neues/interessantes Wissen vermittelt. Dieser Blog ist halt in erster Linie mein IT-Gedächtnis, in dem ich Dinge festhalte, die ich bestimmt noch einmal brauche und gerne auf meiner Seite konservieren möchte, bevor ich sie in den Weiten des Internets nicht wiederfinden kann.

Darüber hinaus wecken von Zeit zu Zeit Themen mein Interesse, mit denen ich mich intensiv auseinanderzusetzen versuche. Auch diese landen hier im Blog, da ich sie hier genauso gut wie irgendwo sonst aufschreiben kann und sie so potenziell einem größeren Leserkreis zur Verfügung stehen.

Sollte ich in Ausnahmefällen mal einen Artikel gegen Geld schreiben, ist dieser eindeutig als Auftragsarbeit bzw. gesponerter Artikel gekennzeichnet. Grundsätzlich bemühe ich mich, sachlich und objektiv zu schreiben. Muss meine persönliche Meinung hinaus in die Welt geschrieben werden, kennzeichne ich sie als eben solche.

Da ich leicht zu begeistern und von Natur aus neugierig bin, interessiere ich mich für verschiedenste Themen, auch wenn ich mich hier versuche, auf Themen mit IT-Bezug zu konzentrieren. Damit sollte aber genug zu den Punkten 1 und 2 gesagt sein.

Was Punkt 3 betrifft, verzichte ich meist auf Beitragsbilder, weil mich die Suche nach freien Bildern nervt und sie in meinen Augen die Ladezeiten unnötig verlängern.

Eine recht ungenaue Analyse der Webserver-Logs suggeriert, dass täglich zwischen 250 und 350 Besucher hier her kommen und meine Beiträge lesen. Falls ihr wirklich so zahlreich hier vorbei schaut, hoffe ich, dass euch meine Beiträge überwiegend gefallen.

Ich hoffe, auch in 2020 wieder ein paar interessante Beiträge hier unterzubringen und freue mich, wenn ihr ebenfalls Gefallen an ihnen findet.