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Auf dem Weg zur DE-Mail Adresse

Vor noch nicht allzu langer Zeit habe ich die De-Mail und den ePostbrief an dieser Stelle
als Rohrkrepierer bezeichnet. Doch habe ich die beiden Angebote nicht
aus den Augen verloren und beobachte gespannt die weitere Entwicklung.

Bisher habe ich in Erfahrung gebracht, dass der ePostbrief weiterhin kein Angebot bietet, welches dem De-Mail Gesetz entspricht. Via Twitter teilte mir die verantwortliche Stelle der Post jedoch mit, dass ein entsprechendes Angebot in Vorbereitung ist, welches sich aktuell in der Auditierungs- und Akkreditierungsphase befindet. Ich bleibe hier am Ball und warte wann der De-Mail Service der Post an den Start geht.

Etwas weiter bin ich bei der De-Mail. Hier habe ich heute die Identitätsprüfung für den De-Mail Dienst der Deutschen Telekom abgeschlossen. Ein kurzer Besuch im Telekom Shop genügte. Hier wurde das Ident-Formular ausgefüllt und mit einem gültigen Lichtbildausweis die Identität des Antragstellers verifiziert. Besitzt man schon den neuen Personalausweis kann die Registrierung und Identifizierung komplett online erfolgen.

Doch wofür braucht man die De-Mail nochmal? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach. Die klassische E-Mail kann mit einer Postkarte verglichen werden. Jeder der sie in die Hände bekommt kann sie lesen. Auf das Internet übertragen bedeutet dies, dass jeder Server, den die Mail auf dem Weg zum Empfänger durchläuft, den Inhalt der Mail lesen und auch verändern kann. Bei der De-Mail hingegen soll dies durch den Einsatz einer Transportverschlüsselleung (TLS) verhindert werden. Damit soll die De-Mail so sicher sein wie ein klassischer Brief, dessen Integrität durch das Briefgeheimnis sichergestellt wird.

Nun halten einige die De-Mail für überflüssig. Schließlich gibt es bereits seit Jahren Verfahren zur E-Mail Verschlüsselung, die eine sichere und vertrauliche Kommunikation auch via E-Mail sicherstellen. Doch jeder, der bereits versucht hat die E-Mail Verschlüsselung der Generation unserer Eltern näher zu bringen wird zugeben, dass dies alles andere als leicht ist. Denken doch die meisten Menschen, wenn sie GnuPG hören, eher an eine neue Tierart aus Afrika, als an den GNU Privacy Guard. Die Usability ist furchtbar und nur IT-Spezialisten und echte Nerds greifen darauf zurück. Daher konnte sich die E-Mail Verschlüsselung bisher auch nur in Bereichen durchsetzen, wo die vertrauliche Kommunikation zwingend erforderlich ist.

De-Mail bietet hier eine echte Chance die sichere, rechtsverbindliche und vertrauliche Kommunikation über das Internet massentauglich zu machen.

Auch preislich ist der Dienst nicht unattraktiv. Bei der Telekom kostet die
Standard De-Mail nach der Ausschöpfung des Freikontingents nur 0,39€
brutto. Im Vergleich zum Porto von 0,58 € für einen Standardbrief schon
eine deutliche Ersparnis.

Ich bin jetzt jedenfalls für die De-Mail
gerüstet und hoffe, dass im Laufe des Jahres möglichst viele
öffentliche Einrichtungen und Unternehmen der Privatwirtschaft ebenfalls
die Möglichkeit schaffen, die Kommunikation via De-Mail abzuwickeln.
Denn nur wenn diese Institutionen mitziehen wird sich die De-Mail
durchsetzen können und einen echten Mehrwert bieten. Und so werde ich
skeptisch und gespannt die weitere Entwicklung der De-Mail beobachten.

DE-Mail und E-Postbrief – Zwei echte Rohrkrepierer

Am 3. Mai 2011 trat das DE-Mail-Gesetz in Kraft. De-Mail und der E-Postbrief sollen dem Bürger die rechtssichere und vertrauliche Kommunikation im Internet ermöglichen. Wer noch nie etwas darüber gehört hat oder sein Gedächtnis auffrischen möchte, dem seien die verlinkten Wikipedia Artikel empfohlen.

Ich selbst besitze bereits seit Ende 2010 eine E-Postbrief Adresse. Damals faszinierte mich die Vorstellung keine Medien auf Cellulosebasis mehr verwenden zu müssen und endlich elektronisch und rechtsverbindlich mit Behörden, Ämtern und der Sparkasse kommunizieren zu können. Und was hat mir die Adresse bis heute genutzt? Richtig, rein gar nichts habe ich bisher davon.

Ich habe auf den Webseiten meiner Samtgemeinde, der Gemeinde meines Zweitwohnsitzes, des Landkreises, des Finanzamts und der Sparkasse gesucht. Vergeblich! Nirgendwo bei den öffentlichen Stellen oder Unternehmen der Privatwirtschaft konnte ich bisher eine De-Mail oder E-Postbrief Adresse finden. Was soll ich mir also Gedanken über die Vorbehalte machen, die es gegen De-Mail und den E-Postbrief gibt, wenn es nicht einmal einen Empfänger gibt, den ich auf diesem Weg kontaktieren kann?

Der Familie, Freunden, Bekannten oder Kollegen werde ich wohl kaum einen E-Postbrief schreiben. Warum sollte ich auch für etwas Geld bezahlen, dass ich auch kostenlos haben kann? All diesen Menschen ist gemein, dass sie sich in der Regel über eine schlichte E-Mail freuen. Adressaten für eine De-Mail wären Empfänger, die bisher auf schriftliche Mitteilungen via Brief oder Fax bestehen. Doch hier werden die Kommunikationsmittel des letzten Jahrhunderts wohl auch in Zukunft erste Wahl sein.

Die Entwicklung und Verbreitung schreitet hier so langsam voran, dass De-Mail und E-Postbrief die Chance haben zwei echte Rohrkrepierer zu werden.

Nützliches aus den Google Labs

Habt ihr auch schonmal eine E-Mail verschickt ohne den Anhang mitzusenden? Oder ist euch kurz nach dem Versenden der Mail eingefallen, dass noch ein Absatz fehlt oder ihr etwas wichtiges vergessen habt?

Wie gerne möchte man diese E-Mail zurück holen, um den Fehler zu korrigieren. Und hier kommt die gute Nachricht. In den Google Labs verstecken sich so manche nützliche Funktionen, die euch den Alltag erleichtern können. Drei davon  möchte ich euch in diesem Artikel kurz vorstellen.

Um die Funktionen aus Google Labs nutzen zu können öffnet ihr die E-Mail Einstellungen. Dies geschieht indem man auf das Zahnrad oben rechts im Browserfenster klickt und den entsprechenden Menüpunkt ausfwählt. Anschließend klickt ihr bei den verschiedenen Registerkarten auf die Registerkarte mit der Bezeichnung „Labs“.Nun scrollt ihr einfach zu der Funktion, die euch interessiert und aktiviert sie. Dabei ist zu jeder Funktion auch eine kurze Beschreibung gegeben, die euch erklärt was sie macht.

Ich kennt das Problem aus der Einleitung? Dann ist die Funktion Versand rückgängig machen genau die richtige für euch.Sending_undoDer Versand der Mails wird nun um einige Sekunden verzögert, was euch die Chance gibt, den Vorgang abzubrechen und die Mail nochmal zu überarbeiten.

Wer wie ich ständig viele bis sehr viele Tabs in seinem Browser gleichzeitig geöffnet hat kann ab einer gewissen Anzahl nicht mehr sehen, ob er neue Nachrichten im Posteingang hat. Abhilfe schafft hier die Funktion Ungelesen Zähler.Diese Funktion ändert das Mailsymbol im Tab, so dass euch direkt auf dem kleinen Briefumschlag die Anzahl eurer ungelesenen Mails gezeigt wird.

Als letztes habe ich nun noch einen Tipp für die faulen oder überarbeiteten Menschen unter euch. Name dieser tollen Funktion Gespeicherte Antworten.Hiermit könnt ihr häufig benötigte Nachrichten speichern und sie per Klick auswählen, wenn ihr sie benötigt.

Vergesst nicht nach dem aktivieren der Features auf den Button Änderungen speichern am Ende der Seite zu klicken. ;-)

Dies waren nun drei von vielen nützlichen Funktionen aus den Google Labs. Schaut sie euch an, denn ich bin sicher auch für euch ist das ein oder andere Feature dabei. Und mal ehrlich, wer braucht bei diesem Funktionsumfang noch fest installierte Clients wie Thunderbird oder Outlook?

Und nun ein schönes Wochenende euch allen.

PS: Ich danke an dieser Stelle auch meinem Kollegen, der mich vor einigen Wochen auf die Idee brauchte mir die Labs mal wieder genauer anzusehen.