Red Hat Insights – Patch and Drift

Nein, dies ist nicht der Titel eines Kinofilms mit schnellen Autos. Dies ist der fünfte Artikel über meinen Test von Red Hat Insights. In diesem beschäftige ich mich mit den Anwendungen Patch und Drift.

Patch

So simpel wie der Name, ist auch die Funktion, die sich hinter diesem Menüpunkt verbirgt.

In Bild 1 würde man eine Übersicht der verfügbaren Red Hat Advisories sehen, welche auf den verbundenen Systemen noch nicht installiert sind. Da in diesem Fall alle angebundenen Systeme voll durchgepatcht sind, gibt es hier aktuell nichts zu sehen.

Bild 2 zeigt die verfügbaren Advisories pro Host. Auch hier gibt es aktuell nichts zu sehen, da die Systeme gerade aktualisiert wurden.

Ich habe vorstehend zwei Sätze gestrichen. Zwar waren meine Systeme durchgepatcht. Dass Patch keine Advisories anzeigt hat jedoch einen anderen Grund. Patch funktioniert nur dann korrekt, wenn die angebundenen Systeme die original RHEL-Upstream-Repos verwenden. In meinem Fall werden diese jedoch über einen lokalen Spiegelserver bereitgestellt. Obwohl dieser ebenfalls über sämtliche Erratas verfügt, werden diese von Patch nicht berücksichtigt. Siehe hierzu auch Bugzilla 1843860.

Diese Anwendung ist ganz nett, stellt allein aber keinen Grund für eine Nutzung von Insights dar. Zum einen können Errata-Informationen im Customer Portal per E-Mail abonniert werden und zum anderen kann auf jedem System mittels sudo yum updateinfo list geprüft werden, ob Advisories verfügbar sind. Und darüber hinaus funktioniert die Anwendung wie oben erwähnt in meiner Umgebung auch gar nicht.

In unserer Umgebung stellen wir mittels unseres Patch-Managements sicher, dass mindestens einmal im Monat alle verfügbaren Red Hat Security Advisories auf unseren Systemen installiert werden. Es schmerzt mich daher nicht, Patch nicht nutzen zu können.

Drift

Wer die Hostprofile von VMware kennt und schätzt, wird sich hier schnell wiederfinden. Unter diesem Punkt können Systeme miteinander verglichen und auf Unterschiede hin untersucht werden. Darüber hinaus ist die Erstellung von Baselines möglich, gegen die weitere Systeme geprüft und abgeglichen werden können.

Bild 3 zeigt den Vergleich zweier Systeme. Dabei wurde die Anzeige auf Unterschiede und unvollständige Datensätze gefiltert. So sieht man zum Beispiel, dass unzip nur auf einem der beiden Hosts installiert ist.

screenshot-drift-comparison.png
Bild 3: Gefilterte Ansicht von zwei Systemen in Drift Comparison

Darüber hinaus zeigt Bild 3, dass auf den beiden Systemen Pakete gleichen Namens jedoch für verschiedene Architekturen installiert sind. In diesem Fall trügt die Anzeige jedoch. Denn die drei genannten Pakete sind jeweils für i686 als auch für x86_64 auf beiden Systemen installiert.

In der getesteten Version bietet Drift noch keine Unterstützung multipler Werte für einen sogenannten fact. Es ist geplant diese Funktionalität in einem kommenden Release hinzuzufügen. Siehe dazu auch Bugzilla 1841561.

Ich tue mich ein wenig schwer damit, diese Anwendung zu bewerten. Auf der einen Seite bietet sie eine nette Möglichkeit Systeme miteinander zu vergleichen, auf der anderen Seite habe ich sie bis heute nicht vermisst. Für Vergleiche von Paketlisten und Konfigurationsdateien bevorzuge ich doch immer noch althergebrachte Kommandozeilen-Werkzeuge. Ich tendiere daher dazu — wie zuvor schon bei Patch — zu sagen: „Nette Zusatz-Funktion. Jedoch allein kein Grund Insights zu nutzen.“

Mit diesem Blick auf Patch und Drift endet meine Erkundung von Red Hat Insights. In einem folgenden Artikel werde ich schildern, wie die Systeme wieder aus Insights entfernt werden können und eine persönliche Bewertung vornehmen.

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