Schlagwort-Archiv: server

TeamDrive 3 Server auf NAS installieren

In diesem Artikel beschreibe ich die Installation des TeamDrive 3 Server auf meiner Buffalo Linkstation HS-DH500GL.

TeamDrive ist ein Cloud-Dienst ähnlich wie Dropbox oder Wuala. Ein Vorteil von TeamDirve ist, dass man die Möglichkeit hat eigene Cloud-Server zur Speicherung der der Spaces nutzen zu können. So kann man besser die Kontrolle darüber behalten, wo die eigenen Daten gespeichert werden. Und einen solchen Server möchte ich heute auf meinem NAS installieren, welches bei mir daheim im Wohnzimmer steht.

Voraussetzung ist die Installation von Debian auf dem NAS. Ist diese Voraussetzung erfüllt und man kann sich mit SSH auf dem NAS einloggen kann es auch schon losgehen.

  1. Als erstes lädt man das aktuelle Installationpaket von der TeamDrive Downloadseite herunter. Dies geht in der Konsole mit dem Befehl:
    wget http://s3-eu-west-1.amazonaws.com/s3download.teamdrive.net/TeamDrivePersonalServerLinux_10044-ARM.tar.gz
  2. Ich möchte den TeamDrive Server unter /opt installieren. Daher wechsel ich mit cd /opt das Verzeichnis und entpacke das Archiv mit dem Befehl
    tar -xzvf /root/TeamDrivePersonalServerLinux_10044-ARM.tar.gz
  3. Wechselt in das Verzeichnis tdpsd.
  4. Nun vergibt man ein Passwort für den TD Server. Das Passwort soll als MD5-Hash verschlüsselt werden. Dazu bringt der TD Server bereits ein Programm mit, so dass man diesen Schritt mit dem Befehl ./tdps-md5pwd [meinPasswort] erledigt.
  5. Das Passwort und den dazugehörigen Hash sollte man an einem sicheren Ort speichern. Ich verwende dafür KeePassX.
  6. Der Hash wird als nächstes in die Konfigurationsdatei tdps.config hinter dem Parameter server-password= eingetragen.
  7. Hinter dem Parameter server-host= gibt man die IP-Adresse oder den DNS-Namen des Servers an. Z.B. server-host=meinServer.dyndns.org. Befindet sich der TD Server hinter einem Router oder einer Firewall ist eine entsprechende Portweiterleitung für den Port 37655 einzurichten. Die restlichen Einstellungen können wie voreingestellt übernommen werden.
  8. Der Server kann nun mit dem Befehl ./tdpsd gestartet werden. Möchte man den Status des Servers überprüfen startet man ihn mit dem Befehl ./watch-tdps. Der Status wird in der Konsole ausgegeben und in einer Log-Datei protokolliert.

Damit ist es auch schon vollbracht. Der TeamDrive Personal Server kann nun auf TeamDrive Clients eingerichtet und zur Synchronisation der Spaces benutzt werden.

Quellen:
TeamDrive Homepage
TeamDrive Handbücher und Tutorials

Installation eines Secondary DNS Servers

Vor kurzen haben wir unsere Domaindaten wie Owner, Admin-C, Tech-C und Zone-C, für unsere Domains, aktualisieren lassen. Nun sind auch unsere neue Adresse und Telefonnummern hinterlegt.

Im nächsten Schritt stand die Installation eines Secondary DNS Server an. Der Primary DNS Server ist ein Windows 2003 Server. Wäre dieser Server gleichzeitig ein Domain Controller wär die Sache ziemlich einfach. In diesem Fall installiert man einen zweiten Server, stuft ihn zum DC hoch und fügt ihn dabei der vorhandenen Domain hinzu. Die DNS Zonen werden in diesem Fall automatisch auf den neuen DC repliziert.

Da es sich in diesem Fall jedoch nicht um einen DC handelt sieht das Vorgehen etwas anders aus. Zuerst benötigen wir einen zweiten DNS-Server. In unserem Fall habe ich mich für einen Windows Server 2008 R2 entschieden und auf diesem die DNS-Rolle hinzugefügt. Prinzipiell hätte ich auch einen Linux Server mit Bind verwenden können, doch das wollte ich mir nicht antun.

Ist der neue Server up-and-running müssen nun noch die Zonen auf diesen Server übertragen werden. Hierzu werden die folgenden Schritte ausgeführt.

  1. Man öffnet den DNS-Manager aus dem Menü Start->Verwaltung. In diesem ist bisher nur unser frisch installierter Server zu sehen.
  2. Nach einem Rechtsklick auf das Wurzelelement „DNS“ wählt man den Punkt „Mit DNS Server verbinden…“. Im sich öffnenden Dialogfenster gibt man die IP oder den FQDN des Masterservers ein und bestätigt mit „OK“. Der Masterserver ist der Server, auf dem die Zonen bereits existieren.
  3. Man öffnet die Struktur des Masterservers bis die einzelnen Forward-Lookupzonen angezeigt werden. Die folgenden Schritte müssen für jede Forward-Lookupzone ausgeführt werden, die auf dem Secondary DNS Server verwaltet werden soll.
  4. Im linken Teil des Fensters wird ein Rechtsklick auf die entsprechende Forward-Lookupzone ausgeführt und der Punkt „Eigenschaften“ aus dem Kontextmenü gewählt. Im sich öffnenden Dialogfenster wechselt man auf die Registerkarte Zonenübertragungen.
  5. Auf dieser Registerkarte setzt man den Haken wie im Screenshot zu sehen.
  6. Über die Schaltfläche Bearbeiten fügt man nun den gerade neu aufgesetzten Server hinzu. Es ist wichtig, dass der FQDN des neuen Servers korrekt aufgelöst werden kann. Durch diese Einstellung ist der neue Secondary DNS Server berechtigt Zoneninformationen vom Masterserver abrufen zu dürfen.
  7. Jetzt öffnen wir die Baumstruktur unsers neuen DNS Servers im DNS-Manager und führen einen Rechtsklick auf den Punkt „Forward-Lookupzonen“ aus. Ein Klick auf „Neue Zone…“ startet den Assisstenten zum hinzufügen neuer Zonen.
  8. Im zweiten Schritt des Assistenten wählen wir „Sekundäre Zone“ aus und klicken auf Weiter. Jetzt muss der Zonenname angegeben werden. Diesen können wir entweder direkt eingeben oder über die Schaltfläche „Durchsuchen“ , wie in einem Explorer, zur gewünschten Forward-Lookupzone navigieren.
  9. Damit die Zone korrekt aufgelöst werden kann wird im nächsten Schritt die IP des Masterservers eingeben. Dies ist der bereits existierende DNS Server, welcher die ausgewählte Zone bereits verwaltet.
  10. Am Ende wird der Assistent mit einem Klick auf „Fertig stellen“ abgeschlossen. Der neu aufgesetzte Secondary DNS Server holt sich nun die DNS Informationen dieser Zone vom Masterserver und kann DNS Anforderungen entsprechend auflösen.

Mit den oben genannten Schritten haben wir jetzt eine Forward-Lookupzone auf dem neuen Secondary DNS Server hinzugefügt. Die genannten Schritte sind so für jede Zone erneut auszuführen, die vom neuen DNS Server verwaltet werden soll. In meinem Fall waren 16 Zonen zu bearbeiten, was eine entsprechende Fleissarbeit darstellt.

Damit die DNS-Konfiguration sauber ist, ist darauf zu achten, dass der neue Server auch in jeder Zone, die er verwaltet, als Nameserver eingetragen ist. Dies sollte zum Abschluss dringend kontrolliert werden, da sich so unnötige Fehler vermeiden lassen.