Desktop-Linux – Wer die Wahl hat, hat die Qual

Vorwarnung: Dieser Artikel wird euch vermutlich nicht interessieren, wenn ihr nicht zufällig die gleichen Anforderungen an eine Linux-Distribution für den Desktop stellt wie ich. Mir selbst dient dieser Beitrag als Sammlung von Informationen und zum Vergleich von Distributionen, um schlussendlich eine neue Distribution für meinen Desktop-PC und meine beiden Notebooks auszuwählen. Falls euch langweilig ist oder ihr neugierig seid, dürft ihr natürlich gerne weiter lesen. ;-)

Umfeld

Auf meinen privaten Geräten läuft seit 2006 Ubuntu. Die Geräte haben dabei selten eine Neuinstallation erlebt, sondern wurden meist per Distribution-Upgrade auf eine neue Release aktualisiert. Leider klappt letzteres in jüngerer Vergangenheit zunehmend schlechter und unzuverlässiger. Eine Neuinstallation ist inzwischen einem Upgrade vorzuziehen, da sie meist schneller durchgeführt ist und weniger Nacharbeiten nach sich zieht.

Neben den zunehmenden Problemen mit dem Distribution-Upgrade hat mir Canonical in der jüngeren Vergangenheit ein wenig zu viel an meiner Lieblingsdistribution herumgepfuscht bzw. sie ver(schlimm)bessert. Dies ist der Auslöser, mir mal eine Alternative für den Desktop-Einsatz zu suchen.

Bei meinen Geräten handelt es sich um einen älteren Desktop-PC und zwei ThinkPads (T410 und X201). Dazu gesellt sich in der Peripherie noch ein Brother DCP-540CN, ein Synology DS213air. Alle Komponenten sind in das WLAN-Heimnetzwerk eingebunden. Die Hardware ist alt, doch funktioniert sie noch tadellos und erfüllt ihren Zweck. Daher möchte ich sie gerne noch einige Jahre weiter nutzen.

Anforderungen

Beruflich bin ich im BITS, dem Hochschulrechenzentrum der Uni Bielefeld, tätig und betreue dort diverse IT-Dienste und Themen. Da ich also bereits einen sehr großen Teil des Tages mit der Wartung, Pflege, Entstörung und (sofern noch Zeit ist) der Weiterentwicklung dieser Dienste verbringe, möchte ich mich daheim so wenig wie möglich mit diesen Tätigkeiten aufhalten. Die regelmäßige Installation von Sicherheits-Aktualisierungen ist obligatorisch, doch auf lange Fehlersuche und Behebung möchte ich daheim gerne verzichten.

Bei mir gilt Stabilität vor Bleeding Edge. Ich benötige nicht ständig neue Funktionen und die aktuellste Upstream-Version. Wenn eine Anwendung meine Anforderungen erfüllt und mit Sicherheits-Aktualisierungen versorgt wird, reicht mir das völlig aus.

Aktuell bieten mir die unter Ubuntu 16.04 LTS verfügbaren Anwendungen die Funktionalität, die ich benötige. Die auszuwählende Distribution sollte die entsprechenden Versionen in gleicher oder aktuellerer Version bereitstellen können. Sollte nur eine ältere Version einer Anwendung verfügbar sein, ist dies nicht automatisch ein Ausschlusskriterium. In diesem Fall ist die Anwendung zu testen, ob sie meinen Anforderungen genügt.

Ich wünsche mir einen möglichst großen Unterstützungszeitraum. Ubuntu bietet in den Versionen mit Long Term Support eine Unterstützung für 5 Jahre an. Damit bin ich bisher ganz gut gefahren und möchte mich deshalb in diesem Punkt nur ungern verschlechtern.

Bewertungskriterien

Wie ihr oben gelesen habt, habe ich keine knallharten und messbaren Anforderungen definiert, sondern lediglich Punkte genannt, die mir wichtig sind. In den folgenden Abschnitten werde ich mir eine Auswahl von Linux-Distributionen etwas näher ansehen und diese zuerst auf dem Papier und anhand meiner Erfahrungen miteinander vergleichen. Dabei bewerte ich folgende Kriterien:

  • Release-Zyklus
  • Support-/Life-Cycle
  • Paketverfügbarkeit und Versionsstand
  • Community

Für vorstehend genannte Kriterien vergebe ich Punkte nach folgender Tabelle. Dabei gehen alle Kriterien mit gleicher Gewichtung in das Endergebnis ein, sodass die Distribution mit den meisten Punkten am besten zu mir passen sollte.

Punkte
Beschreibung

0gefällt mir/funktioniert sehr schlecht
1gefällt mir/funktioniert schlecht
2Ist in Ordnung
3gefällt mir/funktioniert gut
4gefällt mir/funktioniert sehr gut

Als Referenz dient mir Xenial, für welches meine Bewertungstabelle wie folgt aussieht:

Ubuntu 16.04 LTS
NameWertBewertung
Unterstützungszeitraum5 Jahre bis April 20213
Release-ZyklusAlle 2 Jahre3
Communityubuntuusers.de4
Kernel4.42
systemd2292
gnome-shell3.18.42
Vim7.42
Firefox66.0.33
Thunderbird60.6.13
Evolution3.18.5.22
gThumb3.4.32
Evince3.18.22
Kile2.1.33
TeXlive20151
XSane0.9994
Summe38

Anmerkung: Bitte beachtet, dass dies hier eine sehr vereinfachte Form einer Bewertungstabelle für meinen privaten Zeitvertreib ist. Als Entscheidungstabelle für die Arbeit ist dieses Format ganz sicher nicht geeignet.

Ausgewählte Distributionen im Vergleich

Für den hier stattfindenden Vergleich habe ich mir folgende Distributionen angesehen (alphabetisch sortiert). Warum genau diese? Nun, entweder kenne ich sie schon oder sie wurden mir von Arbeitskollegen empfohlen.

  • Antergos
  • Arch Linux
  • CentOS
  • Debian
  • Fedora
  • Ubuntu

Antergos

Antergos basiert auf Arch Linux und folgt dem Rolling-Release-Prinzip. Ich möchte kein Rolling Release nutzen. Daher hört die Bewertung hier schon auf, da Antergos für mich nicht in Frage kommt.

Arch Linux

Arch Linux folgt ebenfalls dem Rolling-Release-Prinzip und scheidet daher ebenfalls von vornherein aus.

CentOS 7

CentOS wird aus den Quellen von Red Hat Enterprise Linux gebaut, zu welchem es binärkompatibel ist. CentOS ist nach eigenen Angaben ein Enterprise-Betriebssystem, welches mit langen Wartungszyklen aufwartet. So kann ein Release bis zu zehn Jahre genutzt werden, ohne dass Softwareversionen migriert werden müssen.

Zehn Jahre lang Ruhe. Das klingt verlockend. Grund genug, sich das aktuelle CentOS 7 auf dem Papier anzuschauen.

CentOS 7
NameWertBewertung
Unterstützungszeitraum10 Jahre bis Juni 20244
Release-ZyklusAlle 3-4 Jahre3
CommunityForum und Mailingliste2
Kernel3.10.02
systemd2192
gnome-shell3.28.33
Vim7.42
Firefox60.6.13
Thunderbird60.6.13
Evolution3.28.52
gThumb3.3.42
Evince3.28.22
Kile2.1.33
TeXlive20121
XSane0.9994
Summe38

Debian

Debian ist ein von der Gemeinschaft entwickeltes freies Betriebssystem und mein heimlicher Favorit. Mir gefällt die Idee, mich neben einer RPM-basierten Distribution auf der Arbeit,Ubuntu importiert den Großteil seiner Pakete aus Debian Unstable. Für einen Teil dieser Pakete übernimmt nach dem Debian Import Freeze die Firma Canonical die Pflege. Der größte Teil landet hingegen in der Komponente universe, wo er von den MOTU betreut wird (oder gar nicht). Die Folge dieses Vorgehens: Wenn Pakete in Debian Unstable während des Debian Import Freeze kaputt und unbenutzbar sind, werden sie in die Ubuntu-Paketquellen importiert und bleiben mit großer Wahrscheinlichkeit für die Lebensdauer des jeweiligen Releases daheim mit einer DEB-basierten Distribution zu beschäftigen, um in beiden Paketformatwelten auf dem Laufenden zu bleiben.

Debian Stable steht in dem Ruf rock solid zu sein, was meinem Wunsch nach einer sehr stabilen Distribution entgegen kommt. Die Softwarepakete in Debian Stable gelten gemeinhin als sehr gut abgehangen. Kritiker bezeichnen sie auch als hoffnungslos veraltet. So lange sie die von mir gewünschte Funktionalität bieten, ist mir das Alter egal. Falls ich mich für Debian entscheide, werde ich auf die Veröffentlichung von Buster warten, welche mit folgenden Werten aufwartet.

Debian 10 (Buster)
NameWertBewertung
Unterstützungszeitraum3 Jahre (+2 Jahre LTS)2
Release-ZyklusCa. alle 2 Jahre3
CommunitySee Support Page2
Kernel4.19.163
systemd2412
gnome-shell3.30.24
Vim8.13
Firefox60.6.13
Thunderbird60.6.13
Evolution3.30.52
gThumb3.6.22
Evince3.30.22
Kile2.9.922
TeXlive20183
XSane0.9994
Summe40

Fedora

Bei Fedora handelt es sich wiederum um eine RPM-basierte Distribution. Diese wartet mit recht aktuellen Softwarepaketen auf und gibt sich selbst als für Desktops, Workstations, Laptops und Server geeignet. Fedora wird auch gern als Testlabor für RHEL bezeichnet, da viele Entwicklungen, die sich hier etablieren konnten, später in RHEL übernommen werden.

Die Aktualität hat ihren Preis. So kommt Fedora mit recht kurzen Releasezyklen daher, was für mich ganz klar Punktabzug bedeutet.

Fedora Rawhide
NameWertBewertung
Unterstützungszeitraum13 Monate0
Release-ZyklusAlle 6 Monate0
Communityfedoraforum.de2
Kernel5.13
systemd2422
gnome-shell3.32.14
Vim8.13
Firefox66.0.33
Thunderbird60.6.13
Evolution3.33.12
gThumb3.7.13
Evince3.32.02
Kile2.9.922
TeXlive20183
XSane0.9994
Summe36

Ubuntu LTS

Basierend auf Debian laufen die Ubuntu LTS Releases seit Jahren auf meinen Rechnern. Da ich mit dieser Distribution die meiste Erfahrung habe und dadurch auch einige ihrer Macken kenne, fällt es mir schwer, bei einer Bewertung neutral zu bleiben. Doch werde ich mir Mühe geben.

Ubuntu importiert den Großteil seiner Pakete aus Debian Unstable. Für einen Teil dieser Pakete übernimmt nach dem Debian Import Freeze die Firma Canonical die Pflege. Der größte Teil landet hingegen in der Komponente universe, wo er von den MOTU betreut wird (oder gar nicht). Die Folge dieses Vorgehens: Wenn Pakete in Debian Unstable während des Debian Import Freeze kaputt und unbenutzbar sind, werden sie in die Ubuntu-Paketquellen importiert und bleiben mit großer Wahrscheinlichkeit für die Lebensdauer des jeweiligen Release kaputt und unbenutzbar. Dieses Vorgehen halte ich persönlich für ganz großen Schwachsinn.

Als einzigartig hingegen empfinde ich die deutschsprachige Community ubuntuusers.de. Auch wenn hier in einigen Themen auch mal die Fetzen fliegen, ist der Umgangston doch überwiegend freundlich. Hier fand ich in der Vergangenheit stets wertvolle Hilfe bei kleinen und auch großen Problemen

Ubuntu 18.04 LTS
NameWertBewertung
Unterstützungszeitraum5 Jahre bis April 20233
Release-ZyklusAlle 2 Jahre3
Communityubuntuusers.de4
Kernel4.153
systemd2372
gnome-shell3.28.32
Vim8.02
Firefox66.0.33
Thunderbird60.6.13
Evolution3.28.52
gThumb3.6.12
Evince3.18.42
Kile2.9.911
TeXlive20171
XSane0.9994
Summe37

Schlussfolgerung und selbstkritische Reflexion des Distributions-Vergleichs

Ubuntu 16.04 LTSCentOS 7Debian BusterFedora RawhideUbuntu 18.04 LTS
3838403637

Sieg nach Punkten für das hoffentlich bald erscheinende Debian Buster!

Dass mein heimlicher Favorit das Rennen gemacht hat, verwundert nicht. Nüchtern und bei Licht betrachtet muss ich gestehen, dass der oben stehende Vergleich Makulatur und nicht objektiv ist. So ist der Vergleich und die Bewertung von Software-/Paket-Versionen nicht geeignet, um zu bestimmen, wie gut meine funktionalen Anforderungen erfüllt werden. Dazu hätte es eines praktischen Tests der einzelnen Versionen bedurft.

So offenbarte ein praktischer Vergleich von kile in Version 2.9.91, dass mir dieses in der Benutzung deutlich schlechter gefällt, als die ältere Version 2.1.3. Und was für kile gilt, mag selbstverständlich auch für andere Anwendungen gelten.

Ein weiterer großer Schwachpunkt des Vergleichs ist der Punkt ‚Community‘. Aus persönlicher Erfahrung kenne ich nur die ubuntuusers.de wirklich gut, weil ich nur hier seit vielen Jahren selbst aktiv bin. Die Bewertung aller anderen Communities und Unterstützungsmöglichkeiten basiert auf deutlich weniger Erfahrungen und Teils sogar nur auf Hörensagen. Eine objektive Bewertung ist so natürlich nicht möglich.

Streng genommen handelt es sich bei dem angestellten Vergleich um Humbug und Mumpitz. Bitte nicht nachmachen!

Mir selbst reicht er jedoch als Indikator, dass das kommende Debian Buster meine Anforderungen daheim gut erfüllen könnte. Es wird daher nach der Veröffentlichung auf einem meiner Geräte installiert und in der Praxis erprobt.

Tja, wenn ich ehrlich bin, ist dieser Artikel wenig hilfreich. Zum Trost sei gesagt, dass er mir half, ein wenig die Zeit bis zum Release von Buster zu überbrücken.

18 Gedanken zu „Desktop-Linux – Wer die Wahl hat, hat die Qual

  1. Rene

    Sehr schöner Artikel zum Zeitvertreib. Warum Antergos / Arch ausscheidet erschließt sich mir nicht. Ich benutze Linux seit Ubuntu 09.08 bis 12.04. Da mir die ständigen Major Updates genervt haben, habe ich Antergos ausprobiert. Seitdem verwende ich es ohne große Probleme. Keine Major Release Updates, etc.
    Bisher ist es sehr stabil. Die Arch Community ist gut und es hat das beste Linux Wiki überhaupt. Hatte in den letzten 7 Jahren wenig Probleme bei den neuen Software Paketen. Mal ging der Network Manager nicht…kurzes Paketdowngrade und im nächsten Update war wieder alles gut.
    Daher ist es meine Empfehlung.

    Viele Grüße
    Rene

    Antworten
    1. Stefan Glasenhardt

      Steht doch so in Blog-Artikel:

      „Bei mir gilt Stabilität vor Bleeding Edge. Ich benötige nicht ständig neue Funktionen und die aktuellste Upstream-Version. Wenn eine Anwendung meine Anforderungen erfüllt und mit Sicherheits-Aktualisierungen versorgt wird, reicht mir das völlig aus.“

      Und „ständig“ aktualisieren muss man nur, wenn man keine LTS-Version benutzt.

      Antworten
    2. Droxmox

      Bin auch sehr angetan von Antergos bzw. Arch. Empfinde es auch als Vorteil das es nicht immer komplett neue Releases gibt, sondern man ständig mit Updates versorgt wird.

      Bei Problemen ist die Community wirklich klasse.

      Grüße,
      Droxmox

      Antworten
  2. null

    Also ich verwende Debian schon seit einer Weile. (Weiß nicht mehr genau seit wann bzw. bin gerade zu Faul zum nachdenken.) Ich für meinen Teil verwende für Probleme o.ä. sehr gerne ubuntuusers.de und kann mich jetzt nicht wirklich dran erinnern große Probleme gehabt zu haben, die darauf zurück zu führen sind das ich Debian und nicht Ubuntu verwende.

    Antworten
  3. vinz

    Warum nicht mal openSUSE angucken?
    Stabiler Zweig, viel fließt aus dem Enterprisezweig mit ein, Supportzeitraum 36 Monate für Major-Releases. Minor Releases ergänzen das noch um Stabilität und Sicherheit neben den allgemeinen Updates zu liefern.

    Antworten
    1. muckl

      btrfs ist auch nicht zu verachten!
      Deswegen bin ich von Solus Plasma auf openSUSE Tumbleweed umgestiegen – weil es die einzige Distribution ist, die Bleeding Edge ist und mit einem Rollback System an Board (snapper) geliefert wird.

      Antworten
  4. Jörg Kastning Beitragsautor

    Hallo,

    schön das sich doch einige Leser gefunden haben. :-)

    Das ich openSUSE nicht mit in den Vergleich einbezogen habe, hat einen einfachen Grund: Es gefällt mir nicht. Damit will ich nicht sagen, dass es nichts taugt. Ich habe es mir mal kurz angesehen und bin einfach nicht damit warm geworden. Daher beachte ich es momentan nicht weiter.

    Viele Grüße
    Jörg

    Antworten
  5. Norbert

    Ich benutze Linux seit es das gibt. Zum Teil noch Kernel compiliert usw. immer auch vom Beruf inspiriert und mit den verschiedenen Varianten versorgt wie beim angeln, mal schwimmt das oben, mal das. Wie hier zu lesen ist die Auswahl groß. Apple schütet mich mit Updates zu, zu den heftigen Suse-Zeiten musste man recht oft die Packete mit den 12 DVD kaufen. Was ist mir heute wichtig? Das es Updates gibt, das die Standardprogramme laufen. Das die Ladezeiten weiter gering bleiben und ich nicht die Zeit verplemper die üblichen Formate zu konvertieren wie beim Libre. Eine Kuriosität ist momentan Radio und TV auf dem Rechner. Klitzekleine Unterbrechnungen beenden das Vergnügen am Apple, während Ubuntu und Linux Mint unbeirrt dabei bleibt.

    Antworten
  6. Otto

    Hallo zusammen,

    Ich habe so einige Rechner im Haus. Nun laufen die bei mir schon seit 14 Jahren mit Ubuntu, Debian seit 1 Jahr und einer mit Mint (2 Jahre) .
    Mint ist bei mir der schlechteste Rechner und Debian gefühlt der beste.

    Suse hatte ich vor vielen Jahren mal angetestet, war nicht meins.

    Antworten
  7. Michael Brinkmann

    Ich habe im Desktop-Bereich gute Erfahrungen mit Linux Mint gemacht.
    Was hältst du davon? Ich weiß, das es auf Ubuntu basiert. Aber ich finde, dass der Cinnamon Desktop sehr gelungen ist.

    Antworten
    1. Jörg

      Hallo Michael,
      Linux Mint basiert auf Ubuntu, welches wiederum auf Debian basiert und damit potenziell alle vorhergehenden Probleme erbt. Damit ist es mir zu weit von der eigentlichen Quelle entfernt.

      Welche Paketquellen verwendet es denn und wer pflegt diese?

      LG Jörg

      Antworten
  8. tuxnix

    Da du ohnehin eher auf Debian und dessen Derivate geeicht bist, könntest du dir auch mal MX Linux näher anschauen.
    Es ist ein interessanter Mix aus Debian-Stable, wahlweise SysVinit oder systemd als Init System, aktuell gehaltenen Anwendungen und nützlichen Tools. Auf Ditrowatch ist es derzeit der Hit. Desshalb nehme ich an, dass es auch gut funzt. Hier ein Artikel dazu: https://linuxnews.de/2019/04/mx-18-2-linux-fuer-individualisten/
    Ich wäre mal gespannt darauf, welchen score du hierfür ermittelst.

    Antworten
    1. Jörg

      Hallo tuxnix,
      geeicht ist ein wenig zu hart finde ich. Ich denke, dass auch CentOS 8 ganz interessant wird. Doch steht hier noch kein Termin für das Release fest. Dieser wird wohl einige Wochen/Monate nach RHEL 8 folgen, dessen Release ebenfalls noch aussteht. Da ich dies wie schon gesagt beruflich nutze, schaue ich mir privat erstmal Debian 10 an.

      Das von dir genannte MX Linux klingt interessant. Mir gefällt, dass man die Wahl zwischen zwei Initsystemen hat.

      Einen Score werde ich dafür jedoch nicht ermitteln. Wie ich im letzten Abschnitt des Artikels geschrieben habe war dies Mumpitz und für eine objektive Bewertung nicht geeignet. Es kann jedoch immer noch als schlechtes Beispiel dienen.

      MfG
      Jörg

      Antworten
  9. tuxnix

    Nochmal zu Arch. Ich kann hier Rene nur beipflichten. Das Wiki und die Community sind auch recht gut. Falls aber die Abneigung über Bleeding Edge und ständig neue Fuktionalitäten der Anwendungen überwiegt, gäbe es da auch noch Hyperbola. Es ist ein Derivat, das auf ein Arch-Paket-Snapshot aufbaut und den Langzeitsupport mit den von Debian gepachteten Paketen herstellt. OpenRC ist das Init-System. Also ein Arch mit Debian-LTS Qualitäten.

    Antworten
  10. Thomas S.

    Meine Archinstallation von der aus ich schreibe läuft seit fast 8 Jahren mit verschiedenen Umzügen über zwei Rechner und mehrere Platten. Das ist Long Term Support! Probleme durch „bleeding edge“ halten sich sehr in Grenzen und erfordern 2-3 manuelle Eingriffe pro Jahr. Der Administrationsaufwand ist auf jeden Fall viel geringer als bei Ubuntu, wo ich früher meist alle 2 Jahre von LTS zu LTS gewechselt bin und erst einmal alle Probleme auf einmal hatte.
    Falls es wirklich nach einem Update ein ernstes Problem gibt und ich nicht produktiv arbeiten kann, habe ich eine gespiegelte Installation auf einer zweiten Partition, die ich nur alle paar Monate synchronisiere. Damit kann ich dann sofort arbeiten bis ich Zeit finde, das Problem zu lösen. Kam aber bisher kaum vor.

    Antworten

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