Der Umwelt und mir gefällt es am besten, wenn „ihr“ mich „remote“ arbeiten lasst.

Themen wie der Klimawandel, Maßnahmen zum Schutz des Klimas, nachhaltige Lebensweise und der sparsame Umgang mit den Ressourcen unseres Planeten sind die letzten Monate in unseren Medien omnipräsent.

In den letzten Tagen machen Nachrichten über steigende Benzinpreise und Preissteigerungen bei der Bahn Schlagzeilen. In den Kommentarspalten treffen nun wieder die Freunde des Individualverkehrs und die Liebhaber des ÖPNV aufeinander und streiten über Vor- und Nachteile und die sinnvollste Verknüpfung der letzteren.

An dieser Stelle folgt nun keine Rechnung für oder wider das Auto. Sondern ein Appell, das beizubehalten, was in der Pandemie gut funktioniert hat. Das Homeoffice nämlich.

Meine Dienststelle liegt ca. 33 km von meinem Wohnort entfernt. Vor der Pandemie bin ich fünf Tage in der Woche gependelt. Dabei benötige ich mit dem Auto für eine Strecke je nach Verkehrslage 40-50 Minuten.

Möchte ich auf das Auto verzichten, verlängert sich die einfache Fahrzeit auf 96-150 Minuten, je nach Verbindung. Das ist für mich inakzeptabel, denn ich möchte ja auch noch etwas vom Tag und meiner Familie haben. Die Fahrzeit lässt sich auf 69 Minuten reduzieren, wenn ich die ersten 12 km mit dem Auto bis zu einer günstigen Haltestelle fahre. Da fahre ich die restlichen 21 km lieber auch noch selbst und spare mir die Zeit.

Seit die Pandemie über uns kam, arbeite ich von daheim. Die Dienststelle suche ich jetzt eher an 5 Tagen im Quartal auf. Nämlich immer dann, wenn Arbeiten nicht von daheim ausgeführt werden können, keine Remote-Hands verfügbar sind, ich meine Post abholen muss oder ich einfach mal mit einem Kollegen essen gehen möchte.

Damit spare ich mir täglich 1,5 Std. auf der Straße und meinem Auto und der Umwelt ca. 14.000 km im Jahr.

Für mich und viele meines Berufsstandes funktioniert dieses Modell sehr gut. Mir ist bewusst, dass dieses Modell nicht für alle Erwerbstätigen möglich oder wünschenswert ist, doch ist es, denke ich, für ebenso viele ein Segen.

Daher wünsche ich mir, dass die Pandemie schnell enden möge und all jene, denen es so geht wie mir, im Homeoffice bleiben dürfen.

Update 2022-08-26: Mit der Dienstvereinbarung FlexWork hat meine Dienststelle die Möglichkeit geschaffen, bis zu 60 % der geschuldeten Arbeitszeit aus dem Heimbüro zu erbringen. Nach diesem Modell arbeite ich nun schon einige Monate und bin sehr zufrieden damit. Etwas Raum für Verbesserung gibt es noch. Ich würde mir 80 % FlexWork wünschen oder eine Regelung nur noch in die Dienststelle kommen zu müssen, wenn es mir beliebt bzw. Arbeiten nicht remote ausgeführt werden können.

2 Kommentare zu „Der Umwelt und mir gefällt es am besten, wenn „ihr“ mich „remote“ arbeiten lasst.

  1. Vincent

    Ein inspirierender Beitrag über die Vorzüge von Homeoffice in diesen herausfordernden Zeiten! Es ist ermutigend zu sehen, wie Menschen wie Sie Lösungen finden, um sowohl ökonomisch als auch ökologisch nachhaltiger zu handeln. Unternehmen, die Ökonomie und Ökologie miteinander verbinden, indem sie IT-Konzepte entwickeln, um den CO2-Ausstoß zu minimieren und Papierverbrauch zu reduzieren, sind heute wichtiger denn je. Ich hoffe, dass immer mehr Arbeitgeber die Vorteile des Homeoffice erkennen und ihren Mitarbeitern flexible Arbeitsmodelle anbieten, um sowohl die Work-Life-Balance als auch den Umweltschutz zu fördern.

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  2. Thomas

    Ein überzeugender Appell für Remote-Arbeit, den du hier darlegst. Die Pandemie hat zweifelsohne die Welt verändert, und Remote-Arbeit ist ein offensichtlicher positiver Aspekt davon. Dabei sind auch Aspekte wie die Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks durch weniger Pendelverkehr nicht zu unterschätzen. Du hast eine klare Vorstellung davon, was für dich und viele in deinem Berufsfeld funktioniert. Dieses Modell der Arbeit von zu Hause sollte wirklich mehr in Betracht gezogen werden, nicht nur für den Klimaschutz, sondern auch für die Lebensqualität. Deine Erfahrungen mit der erheblich reduzierten Pendelzeit sind ein starkes Argument für mehr Flexibilität im Berufsleben. Ein IT-Unternehmen wie das, das individuelle Softwarelösungen anbietet, könnte von dieser Flexibilität sogar profitieren, da Entwickler dann optimal ihre Zeit einteilen könnten. Hast du schon einmal überlegt, solch eine maßgeschneiderte Softwarelösung für effizientes Remote-Arbeiten einzusetzen? Das Update über deine Dienstvereinbarung FlexWork zeigt, dass dein Arbeitgeber in die richtige Richtung denkt, aber vielleicht gibt es ja Möglichkeiten, diesen Rahmen noch weiter auszudehnen.
    Was denkst du, welche Schritte könnten als nächstes kommen, um das Modell der Remote-Arbeit noch nachhaltiger zu gestalten?

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