Briefe mit Typst statt LaTeX schreiben

In der Vergangenheit habe ich die LaTeX-Klasse scrlttr2 u.a. mit der latex-briefvorlage-din-5008 genutzt, um meine Briefe zu schreiben. Ich finde diese Vorlage auch heute noch sehr gut.

In der Vorbereitungsphase für einen Vortrag haben Dirk und ich beschlossen, Typst zu lernen. Auf der Suche nach einer Briefvorlage habe ich diese gefunden:

Mit dieser Vorlage kann ich sehr schnell, schlichte und in meinen Augen professionelle Briefe erstellen. Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Versteht mich nicht falsch, ich finde an LaTeX nichts schlecht. Da ich jedoch keine längeren Texte mehr damit schreibe, erscheint es mir unnötig komplex, um Briefe und Präsentationen zu erstellen. Vergleicht man den Speicherbedarf, macht Typst auch hier einen schlanken Eindruck:

$ du -sh /usr/local/texlive
7,0G	/usr/local/texlive
$ du -sh ~/bin/typst 
41M	/home/tronde/bin/typst

Unter URL https://github.com/kaarmu/typst.vim habe ich ein Vim-Plugin gefunden, so dass ich meinen favorisierten Editor weiterverwenden kann.

Ich schreibe LaTeX noch nicht ab. Aktuell stehen die Zeichen jedoch auf Typst.

7 Kommentare zu „Briefe mit Typst statt LaTeX schreiben

  1. Jörn Clausen

    Das sieht ziemlich ambitioniert aus – selbst wenn Du vielleicht nur einen Bruchteil davon für Briefe brauchst. Der echte Test gegenüber LaTeX besteht für mich aus zwei Vergleichen: Viel Fließtext und mathematischer Satz.
    Ich habe beim Überfliegen der Dokumentation nichts dazu gefunden, ob der Umbruch wie bei TeX den ganzen Absatz optimiert, oder wie bei vielen anderen Textsatzsystemen nur die aktuelle Zeile. Und die Mathe-Beispiele auf den Web-Seiten sind noch relativ simpel gehalten, gerade mal ein Bruch, in dem anscheinend für Zähler und Nenner die gleiche Schriftgröße genommen wird wie außerhalb des Bruchs. Du kannst ja mal einen Mehrfachbruch und komplexere Formeln in beiden Systemen setzen und dann direkt nebeneinander halten.

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    1. Dirk Deimeke

      Das muss wohl von Anwendungsfall zu Anwendungsfall entschieden werden. Wenn Deiner nicht abgedeckt ist, spricht ja überhaupt nichts dagegen, LaTeX weiterzuverwenden. Es ist gut abgehangen, aber auch etwas in die Jahre gekommen.

      Für (meist) einseitige Textdokumente oder Präsentationsunterlagen gibt es aber durchaus andere Lösungen. Ich schreibe bewusst nicht „bessere“.

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  2. Jörg Kastning Beitragsautor

    Hallo Jörn,
    viel Fließtext und mathematischer Satz sind nicht mehr meine Anwendungsfälle. Daher stelle ich diesen Vergleich auch nicht an.

    Für Briefe, Folien und ein bisschen Doku ist typst ggf. gut genug. Das möchte ich jetzt nicht abschließend bewerten, um Folgeartikeln nicht vorzugreifen.

    Viele Grüße
    Jörg

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  3. Pingback: Von scrartcl zu typst | My-IT-Brain

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