Ideen-Verwaltung – Wie macht ihr das?

Wenn ich lange genug Urlaub mache, kommt mein Gehirn in eine kreative Phase und ich habe lauter Ideen, was ich lernen, lesen, ausprobieren und worüber ich dann bloggen möchte. Dabei kommen mir so viele Ideen, dass ein Urlaub viel zu kurz ist, um sich allen widmen zu können. Viele schreibe ich mir auf, um sie nicht zu vergessen.

Nach dem Urlaub wartet zuhause aber meist eine Liste mit wichtigen und dringenden Dingen auf mich, die zuerst erledigt werden müssen. Auch diese Liste ist meist lang und ich benötige einige Tage, bis ich wieder frei Durchatmen kann. Und so geht es weiter und weiter und viele tolle Ideen aus dem Urlaub vergammeln in meinem nahezu endlosen Backlog, das ich gar nicht so gerne anschauen mag, eben weil es schon so lang ist.

Wie verwaltet ihr Ideen, die euch kommen, die ihr aber nicht direkt angehen könnt? Schreibt ihr sie auf Notizzettel oder -bücher? Pflegt ihr Kanban-Boards oder Aufgabenlisten mit Tags und Kategorieren? Wieviel von dem, was ihr in diesen Listen verwaltet, setzt ihr mit der Zeit um? Habt ihr auch einen Haufen, der nie verfolgten Ideen?

Ich freue mich, wenn ihr eure Vorgehensweise und eure Werkzeuge in den Kommentaren zu diesem Beitrag teilt. Falls euer Beitrag moderiert werden muss, habt bitte ein wenig Geduld. Ich schalte ihn so schnell wie möglich frei.

Ich selbst habe es in der Vergangenheit mit Kanban und Aufgabenlisten versucht, was mir beides nicht so gut gefallen hat. Für Dinge, die sich gut terminieren lassen bzw. die terminiert werden müssen, verwende ich heute einfach meinen digitalen Kalender und speichere alle relvanten Informationen mit im Termin oder referenziere von dort auf sie. Für Dinge, die nicht terminiert werden können/müssen, nutze ich eine Methode aus dem Journaling. Ich schreibe mir stichpunktartig in mein handschriftlich geführtes Journal welches die wichtigsten Dinge für den Tag bzw. die Woche sind, die ich unbedingt erledigen möchte. Es ist für mich ein positives Erlebnis, diese anschließend abhaken zu können. Wenn ich mal keine Punkte habe, schreibe ich halt auch mal einen Tag nix auf.

Nun freue ich mich, von euch zu lesen. :-)

3 Kommentare zu „Ideen-Verwaltung – Wie macht ihr das?“

  1. Hans

    Ich nutze zwar keine Ideen-Verwaltung in dem Sinn, möchte aber trotzdem einwenig über meine Planung schreiben. Dabei unterteile ich:
    – terminierbare Planung
    – Urlaubsplanung
    – Dinge des täglichen Lebens
    – Hobby-Projekte

    Den Anfang mache ich mal mit den terminierbaren Dingen. Arzt-Termine, Kindergeburtstage, Turnstunde, Tennis, Schwimmen, ja sogar ein Teil der Urlaubsplanung findet bei mir im Kalender statt. Dazu nutze ich einfach den iCal-Kalender von Apple (Familien-Kalender). Gerne verbinde Adressbuch und Kalender, damit ich auf einen Blick sehe wann welcher Termin auch wo stattfindet. Pflegen tue ich das meist an meinem iMac, oder aber auch unter Linux mint via Evolution.

    Urlaubsplanung ist sozusagen zweigeteilt. Der terminliche Teil findet im Familien-Kalender statt. Die feinere Planung und Ideen werden dann bei mir am Notebook (Linux Mint) in den Dokumenten einfach in einem Ordner abgelegt. Folgt dann der Stuktur z. B. „~/Dokumente/Urlaub 2026/2026-08 – Urlaub Allgäu“. Darin erstelle ich dann verschiedene Text-Dateien, die von allen Geräten und Betriebssystemen gelesen werden können. Außerdem sind die klein und können so auch im Urlaub via VPN heim aufs NAS geschoben werden. Neben Text-Dateien kommen dort auch noch Buchungsbelege für Ausflüge usw… rein. In den Text-Dateien werden Besonderheiten der Location aufgeschrieben, wo kauft man ein, was tut man wo. So behalte ich alles im Auge, was gebucht wurde.

    Dinge des täglichen Lebens. Sprich Lebensmittel. Da gibt es wieder eine Familien-Einkaufsliste, die meine Frau und ich gemeinsam pflegen. Schon sehr lange nutze ich da das Tool ShopShop, eine recht einfache aber enorm praktische Einkaufsliste. Abgleich erfolgt über Dropbox, einmal eingerichtet, alles automatisch.

    Hobby-Projekte, bin gerade etwas mit Ollama und Proxmox am Testen. Alles auf sehr kleiner Flamme natürlich. Aber auch hier nutze ich eine ähnliche Struktur wie bei der Urlaubsplanung.

    Ich nutze zudem auch sehr gern einfach eine Text-Datei, um sie als Schmierblatt zu nutzen. Beim Telefonat mal schnell was mit geschrieben. Oder im Büro habe ich damit ein Ticketsystem „extrem light“ umgesetzt. Ganz einfach strukturiert. mit Spiegelstrichen, wer ruft an, dahinter dann das Problem (wie es der User beschreibt) und unten drunter dann die Lösungsansätze bzw. Schritte zur Lösung. Mit URLs, die ich recherchiert habe und Punkten, die ich schon abgearbeitet hab. Ist der Punkt abgearbeitet, wird er nach unten ins „Archiv“ verschoben.

    Textdateien sind sehr einfach, mit jedem beliebigen Editor einzusehen und zu bearbeiten. Auf fast allen Betriebssystemen. Sind schnell weg gesichert und man benötigt keine Datenbank im Hintergrund. Kein proprietäres Programm, mit dem man sich auf ein Betriebssystem mehr oder weniger festnageln läßt. Ich liebe die Freiheit. Wenn ich morgen zu Fedora wechseln möchte, dan tue ich das. Oder Windows, wer weiß? Spaß bei Seite, an Windows kommt man im Büro-Umfeld kaum herum.
    Aber gerade die Aufgeräumtheit von Linux Mint, Nemo dem Dateimanager und xed als Text-Editor macht es schon Spaß, in so einer recht einfachen Struktur zu arbeiten.
    Synchronisiert wird das alles auch mehr oder weniger regelmäßig zum NAS rüber. Egal wo ich bin, zuhause, im Büro, im Urlaub. Denn überall hab ich mein WireGuard VPN aufgespannt.

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    1. Jörg Kastning Beitragsautor

      Hallo Hans,

      vielen Dank, für deinen ausführlichen Beitrag.

      Bei den Terminen machen wir es ähnlich. Wir pflegen einen Familienkalender, den wir über Familien/Team-Accounts bei Mailbox.org realisiert haben.

      Zu der Arbeit mit Textdateien habe ich eine Frage. Wie gut findest du ältere Inhalte wieder? Nutzt du eine Fuzzy-Suche oder ähnliches, um schnell die richtige Datei zu finden oder behältst du das grob im Kopf? Was mir an der Arbeit mit reinen Textdateien nicht so gut gefällt ist, dass man zwischen ihnen nur schlecht referenzieren kann. Wie hast du diesen Anwendungsfall gelöst oder kommt er so bei dir nicht vor?

      Viele Grüße
      Jörg

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  2. tux0r

    Wie verwaltet ihr Ideen, die euch kommen, die ihr aber nicht direkt angehen könnt? Schreibt ihr sie auf Notizzettel oder -bücher? Pflegt ihr Kanban-Boards oder Aufgabenlisten mit Tags und Kategorieren?

    Hängt davon ab.

    Im Büro: Eine org-TODO-Datei im Emacs. Zu Hause auch, außerdem eine lose Textdatei, das mache ich je nach Laune. Wenn die Idee ein Link ist, dann kommt sie in meinen Linksammler mit TODO-Tag.

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