Kein Anschluss…

Was ist das wichtigste was man in einer neuen Wohnung braucht? Richtig. Nach fließend Wasser und ausreichend „Schachtpappe“ ist sicher der Internetanschluss das wichtigste, will man auf der immer schnelleren Datenautobahn nicht abgehängt werden. Es ist doch nichts ärgerlicher, als ohne Internetzugang in den neuen vier Wänden zu sitzen, oder?

Damit mir dies nicht passiert habe ich mich rechtzeitig um diese Angelegenheit gekümmert. Als langjähriger und zufriedener Telekom-Kunde habe ich mich zuerst auf der Homepage von T-Home nach einem Anschluss umgesehen. Ich entschied mich für einen Call&Surf IP Anschluss. Über die Dialoge auf der Homepage wurde ich direkt zum Auftragsformular geführt und beauftragte am 10.10.2011 den Anschluss für die neue Wohnung. Ich war mir sicher mit so viel Vorlaufzeit am 04.11.2011 in der neuen Wohnung mit dem neuen Anschluss durchstarten zu können. Als ich dann am 17.10.2011 die schriftliche Auftragsbestätigung erhielt, welche die Bereitstellung für den 28.10.2011 bestätige war ich beruhigt.

Heute sitze ich mit der pünktlich gelieferten Hardware in meiner Wohnung und möchte den neuen Anschluss in Betrieb nehmen. Die dafür notwendigen Schritte habe ich die letzten Jahre meines Berufslebens schon so häufig erledigt, dass alles schnell vorbereitet ist. Alle Kabel sind gesteckt. Die Schnellkonfigurationgs-Wunder-CD-die-alles-automatisch-macht habe ich gleich in den Müll geworfen. Denn selbst ist der Mann und Mann will Herr über die Technik sein und nicht ihr Knecht.

Also Stecker in die Steckdose und gespannt auf die LEDs des mitgelieferten Routers geschaut. Und was passiert? Könnt ihr es euch bereits denken? Genau. Es passiert rein gar nix. Der Router startet erst gar keine DSL-Synchronisation. Warum auch? Wäre ja zu schön gewesen. So hab ich gleich meine Kundendaten zusammen gesucht, bin in meine alte Wohnung zurückgekehrt und habe mich ins Kundencenter der Telekom eingeloggt. Denn wenn ich eins in den letzten Jahren gelernt habe dann, dass eine Entstörung am besten klappt wenn man sie online aufgibt.

Und siehe da, der Problemlösungsassistent diagnostiziert ein Problem im DSL-Netz. Eine Störung wird eröffnet und man wird sie sobald es geht bearbeiten.

Liebe Telekom, das war jetzt aber kein guter Start. Aber als treuer Kunde will ich euch noch eine zweite Chance geben. Wenn ihr den Anschluss nun schnell zum laufen bringt bin ich euch auch nicht weiter böse und freue mich darüber auch in meiner neuen Wohnung auf der Datenautobahn surfen zu können.

Hm. Erwähnte ich bereits, dass mein Arbeitgeber an seinem neuen Standort neben der Standleitung für das Unternehmen auch einen einfachen DSL-Anschluss für ein Besucher-Netz einrichten wollte? Nein? Tja dann ratet mal wie gut das geklappt hat. Ok ich sag’s euch. Gar nicht. Erst wollte man uns als Unternehmen keinen Privatanschluss verkaufen. Nach dieser ersten Hürde sollte der Anschluss am alten Standort bereitgestellt werden. Ok, klassisches Missverständnis. Neue Auftragsbestätigung und der Termin kann noch gehalten werden. Bis eine Woche vor unserem Umzug die Meldung kommt: „Uuups, wir können dort gar keinen IP Anschluss bereitstellen.“ Aber es besteht die Möglichkeit auf einen Standard oder Universalanschluss auszuweichen. Auch das haben wir schnell getan. Und bekamen auch schnell Antwort. Das Ergebnis liebe Telekom ist, dass ihr uns auch hier kein DSL liefern könnt, obwohl ihr es uns erst mehrfach versprochen habt.

Ich hoffe das mir so eine Mitteilung erspart bleibt. Ich will mir die gute Laune nicht verderben lassen und glaube fest daran, dass ihr die Störung an meinem neuen Anschluss schnell behebt. Und da ich ein Optimist mit Erfahrung bin, freue ich mich umso mehr auf noch verfügbare funktionierende Anschlüsse zurückgreifen zu können.

Einen schönen Abend noch ;-)

PS: Liebe Telekom, bitte vermasselt den Switch unseres IP-Netzes am kommenden Wochenende nicht. Ich möchte nur ungern auf die gebuchten Fluchttickets Richtung Cuba zurückgreifen. ;-)

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