{"id":2887,"date":"2021-07-26T07:00:00","date_gmt":"2021-07-26T05:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.my-it-brain.de\/wordpress\/?p=2887"},"modified":"2021-07-24T16:50:30","modified_gmt":"2021-07-24T14:50:30","slug":"vorstellung-red-hat-accelerators-program","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.my-it-brain.de\/wordpress\/vorstellung-red-hat-accelerators-program\/","title":{"rendered":"Vorstellung: Red Hat Accelerators Program"},"content":{"rendered":"\n<p>In diesem Beitrag m\u00f6chte ich euch das <em><a href=\"https:\/\/access.redhat.com\/accelerators#overview\">Red Hat Accelerators<\/a><\/em> Programm vorstellen und einige Beispiele geben, was wir dort so tun. Ich selbst bin seit 2019 Mitglied dieser Gemeinschaft und freue mich, mit IT-Experten aus verschiedensten Branchen und Red Hat selbst austauschen zu k\u00f6nnen. Dieser Artikel gibt meine pers\u00f6nliche Meinung und Sicht auf die Red Hat Accelerators wieder. Diese kann mit der von Red Hat \u00fcbereinstimmen, muss es aber nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Programm selbst beschreibt sich als globale Gemeinschaft, bestehend aus IT-Experten unter den Red Hat Kunden\/Partnern, welche ihr Wissen und ihre Leidenschaft f\u00fcr Red Hat Produkte und Open Source Projekte mit Fachkollegen und Red Hat teilen und sich dar\u00fcber austauschen m\u00f6gen. Dem Einzelnen verspricht das Programm dabei folgenden Nutzen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Netzwerken<\/h2>\n\n\n\n<p>Kurz gesprochen sind die Red Hat Accelerators ein Slack Channel voller interessanter Menschen. Diese stammen aus den verschiedensten Branchen, wie z.B. dem Gesundheitswesen, der Automobilindustrie, Versicherungen und Banken, um nur einige zu nennen. Dazu gesellen sich auch einige &#8222;Rote H\u00fcte&#8220;, darunter Technical Account Manager, Mitarbeiter:innen aus verschiedenen Produkt-Teams und selbstverst\u00e4ndlich die Community-Managerinnen Andi und Lili.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn man seit vielen Jahren im gleichen Unternehmen arbeitet und stets nur zu den eigenen Kollegen Kontakt hat, stellt sich h\u00e4ufig eine gewisse Betriebsblindheit ein. Bei den Red Hat Accelerators bietet sich die Gelegenheit, mit Fachkollegen aus der gleichen, aber vor allem auch aus anderen Branchen in Kontakt zu treten und sich auszutauschen, um \u00fcber den Tellerrand schauen zu k\u00f6nnen und der Betriebsblindheit entgegen zu wirken.<\/p>\n\n\n\n<p>Ganz nebenbei lernt man neue Anwendungsf\u00e4lle f\u00fcr bekannte oder weniger bekannte Produkte kennen. Gleiches gilt f\u00fcr Fehler in bzw. Probleme mit eben diesen Produkten. So bilden sich im Chat h\u00e4ufig so etwas wie spontane Arbeitskreise, die Probleme in der allerneusten Version eines Produktes adressieren. Hier wird sich gegenseitig geholfen. Und sollte einmal noch keine L\u00f6sung existieren, nimmt meist einer der anwesenden <em>TAMs<\/em> (steht wahlweise f\u00fcr Technical Account Manager oder The Almighty Moderator) das Problem\/die Frage mit, um eine L\u00f6sung zu finden.<\/p>\n\n\n\n<p>Mir hat sich durch diesen Austausch schon einige Male ein neuer Blickwinkel er\u00f6ffnet, wodurch sich neue L\u00f6sungswege auftaten. Und das selbst \u00fcber Red Hat Produkte hinaus.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Zugang zu Produkt-Teams und zuk\u00fcnftigen Releases<\/h2>\n\n\n\n<p>F\u00fcr mich pers\u00f6nlich ist dies der gr\u00f6\u00dfte Nutzen, den ich aus dem Red Hat Accelerators Programm ziehe. Ich habe hier die M\u00f6glichkeit, fr\u00fchzeitig Kenntnis \u00fcber (geplante) Neuerungen in Red Hat Produkten zu erlangen und durch qualifizierte Beitr\u00e4ge die Produktentwicklung mit zu beeinflussen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Produkt-Teams stellen ihre Ideen und Pl\u00e4ne in gemeinsamen Videokonferenzen mit den Accelerators vor und diskutieren mit uns \u00fcber Anwendungsf\u00e4lle sowie Vor- und Nachteile der \u00c4nderungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Form der Kommunikation hat Vorteile sowohl f\u00fcr Red Hat selbst, als auch f\u00fcr uns Kunden. Red Hat erf\u00e4hrt von seinen Kunden, wo der Schuh dr\u00fcckt, was sich diese w\u00fcnschen, um ihren Arbeitsalltag effizienter zu gestalten. Als Kund erf\u00e4hrt man fr\u00fchzeitig von geplanten Entwicklungen und Ideen und kann diese in gewissem Rahmen mit beeinflussen. Dazu m\u00f6chte ich drei Beispiele geben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Umfragen<\/h3>\n\n\n\n<p>Regelm\u00e4\u00dfig werden Umfragen zu Produkten aus dem Red Hat Portfolio und IT-Themen durchgef\u00fchrt, die viele von uns im Arbeitsalltag betreffen. Red Hat nutzt diese Fragen dazu, um seine Kunden besser kennen zu lernen. Basierend auf diesen Umfragen werden weitere Sitzungen geplant, um einzelne Punkte in kleineren Arbeitsgruppen besprechen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Umfragen werden z.B. als webbasierte Formulare durchgef\u00fchrt oder als Live-Interviews mit den Produkt-Teams.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Produktvorstellungen<\/h3>\n\n\n\n<p>Hier stellt ein Produkt-Team geplante Neuerungen, \u00c4nderungen oder neue Funktionen vor und stellt sich direkt der Kritik der Accelerators. Es wird dabei darauf geachtet, dass Kritik konstruktiv ge\u00e4u\u00dfert wird. Ein einfaches &#8222;Das ist Mist.&#8220; oder &#8222;Das finde ich doof.&#8220; ist dabei nicht gern gesehen. Ein konstruktives &#8222;Ich w\u00fcrde mir dieses oder jenes aus folgenden Gr\u00fcnden w\u00fcnschen.&#8220; wird gern entgegengenommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Accelerator hat man hier die M\u00f6glichkeit, seine W\u00fcnsche mitzuteilen. Es besteht keine Garantie und kein Anspruch, dass diese Ber\u00fccksichtigung finden. Auch kann man die Entwicklung nicht direkt bestimmen. Doch hat Red Hat selbstverst\u00e4ndlich ein Interesse daran, m\u00f6glichst viele seiner Kunden bei der Stange und bei Laune zu halten. Denn ein gl\u00fccklicher Kunde kauft gern nochmal, w\u00e4hrend ein ungl\u00fccklicher Kunde vermutlich etwas neues ausprobiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Sch\u00f6n finde ich bei diesen Veranstaltungen auch, dass man erfahren kann, warum einige W\u00fcnsche nicht ber\u00fccksichtigt werden oder auf der Roadmap sehr weit hinten anstehen m\u00fcssen. Dies schafft Transparenz und ist in meinen Augen sehr zu begr\u00fc\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch auch f\u00fcr Red Hat kann es hier manchmal eine Entt\u00e4uschung geben, wenn z.B. ein Design-Entwurf von einer gro\u00dfen Mehrheit abgelehnt (im Sinne von: &#8222;Wir m\u00f6gen das wirklich nicht und w\u00fcnschen es uns wie folgt.&#8220;) wird.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Fokus-Gruppen<\/h3>\n\n\n\n<p>In den sogenannten Fokus-Gruppen bietet sich f\u00fcr ausgew\u00e4hlte Accelerators die Chance, eng mit einem Red Hat Produkt-Team zusammen zu arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>So hatte ich im Sommer 2020 das Vergn\u00fcgen, in der Fokus-Gruppe <a href=\"https:\/\/www.my-it-brain.de\/wordpress\/einfuehrung-in-red-hat-insights\/\" data-type=\"post\" data-id=\"2425\">Red Hat Insights<\/a> unter Leitung von Mohit Goyal (Senior Principal Product Manager, Red Hat) mitzuarbeiten. Hier bot sich mir die M\u00f6glichkeit, die besonderen Anforderungen an den Einsatz einer solchen L\u00f6sung in Deutschland und in meiner Organisation zu vertreten und daf\u00fcr zu sensibilisieren. Durch den Einfluss mehrerer Red Hat Accelerators wurde die geplante automatische Registrierung von RHEL-Systemen in Red Hat Insights auf unbestimmte Zeit verschoben.<\/p>\n\n\n\n<p>So viel Einfluss auf eine laufende Produktentwicklung hatte ich bisher bei keinem anderen Hersteller. Und ich w\u00fcnsche mir deutlich mehr davon.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Welche Vorteile hat Red Hat davon?<\/h2>\n\n\n\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich profitiert auch Red Hat von dem Accelerators-Programm. Wie bereits erw\u00e4hnt, bekommt der Hersteller hier wertvolle R\u00fcckmeldungen von vertrauten Kunden, direkt aus der Praxis. Dar\u00fcber hinaus stehen die Accelerators bereit, Produktneuheiten zu testen, zu validieren und den Einsatz in der eigenen Umgebung zu pr\u00fcfen, bevor diese ver\u00f6ffentlicht werden. Dadurch kann bei Problemen noch rechtzeitig gegengesteuert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Programm hilft Red Hat, seine Kunden und deren Bed\u00fcrfnisse besser zu verstehen und die eigenen Produkte noch besser am Bedarf der Kunden auszurichten.<\/p>\n\n\n\n<p>Und nat\u00fcrlich verf\u00fcgt Red Hat mit den Accelerators \u00fcber ein Heer aus Enthusiasten, Evangelisten und Missionaren, welche die Open Source Botschaft in die Welt hinaus tragen. Und wir alle wissen doch, dass Mund-zu-Mund-Propaganda die wirksamste Form der Werbung ist.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie kann man Mitglied werden?<\/h2>\n\n\n\n<p>Ihr seid bereits Red Hat Kunde und mein Beitrag hat euch neugierig gemacht, so dass ihr ebenfalls zu den Red Hat Accelerators dazusto\u00dfen m\u00f6chtet? Das ist gut, denn die EMEA-Region und besonders der deutschsprachige Raum ist aktuell noch etwas unterrepr\u00e4sentiert.<\/p>\n\n\n\n<p> Bitte lest euch die <a href=\"https:\/\/access.redhat.com\/accelerators#terms\">Programm-Bedingungen<\/a> (in englischer Sprache) durch und <a href=\"http:\/\/red.ht\/accelerators\">bewerbt euch<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich selbst darf \u00fcbrigens keinerlei Geschenke von Red Hat oder dem Accelerators-Programm annehmen. Wenn ihr im letzten Feld des Bewerbungsformulars also meinen Namen angebt, ist mir nicht mehr und nicht weniger gewiss, als der ewige Dank von Andi und Lili.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In diesem Beitrag m\u00f6chte ich euch das Red Hat Accelerators Programm vorstellen und einige Beispiele geben, was wir dort so tun. Ich selbst bin seit 2019 Mitglied dieser Gemeinschaft und freue mich, mit IT-Experten aus verschiedensten Branchen und Red Hat selbst austauschen zu k\u00f6nnen. 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