{"id":2239,"date":"2019-06-27T09:30:40","date_gmt":"2019-06-27T07:30:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.my-it-brain.de\/wordpress\/?p=2239"},"modified":"2019-06-27T09:06:53","modified_gmt":"2019-06-27T07:06:53","slug":"ansible-automates-frankfurt-2019","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.my-it-brain.de\/wordpress\/ansible-automates-frankfurt-2019\/","title":{"rendered":"Ansible Automates Frankfurt 2019"},"content":{"rendered":"\n<p>Am 25. Juni 2019 fand in Frankfurt am Main das Red Hat Event Ansible Automates statt. Da der Einsatz von Ansible einen kleinen Teil meiner Arbeit darstellt, folgten ein Kollege und ich der Einladung zu diesem kostenlosen Marketing-Event. Es folgt ein kurzer Erfahrungsbericht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Veranstaltung wurde im 6. Stock (direkt unter dem Flachdach) des Fleming&#8217;s Hotel nahe des Mainufers durchgef\u00fchrt. Die Klimaanlage gab ihr bestes, den Raum f\u00fcr die ca. 140 Teilnehmer auf einer angenehmen Temperatur zu halten und das Team von Red Hat gab sich gro\u00dfe M\u00fche spannende Vortr\u00e4ge und Demonstrationen f\u00fcr die H\u00f6rer zu bieten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die <a href=\"https:\/\/events.redhat.com\/profile\/form\/index.cfm?PKformID=0x48736443c\">Agenda<\/a> umfasste nach einer Begr\u00fc\u00dfung Vortr\u00e4ge u.a. zu Themen wie <em>Automation Culture, Network<\/em><strong> <\/strong><em>Automation<\/em>, <em>Best Practices<\/em> und <em>SAP HANA &#8211; Standardization with Ansible<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Organisation war gut, die Teilnehmer wurden mit ausreichend kalten und warmen Getr\u00e4nken sowie einem kleinen Mittagessen versorgt. Die einzelnen Vortr\u00e4ge dauerten zwischen 30 und 40 Minuten. Die Technik arbeite reibungslos und man konnte den Vortragenden gut folgen. Zum Ende eines jeden Vortrags gab es eine kurze Frage&amp;Antwort-Runde, bei der die Teilnehmer die Gelegenheit nutzten nachzuhaken und durchaus auch Kritik zu \u00e4u\u00dfern. Dies verlieh der Veranstaltung einen interaktiven Charakter.<\/p>\n\n\n\n<p>In den Pausen und beim abschlie\u00dfenden Ap\u00e9ro bot sich zudem die Gelegenheit zum Gespr\u00e4ch mit den Teilnehmern und Vertretern von Red Hat.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Eindr\u00fccke von der Veranstaltung<\/h2>\n\n\n\n<p>Red Hat pr\u00e4sentierte im Rahmen dieser Veranstaltung zwei Fallstudien von der Nutzung von Ansible zum Deployment komplexer Umgebungen bei Kunden aus Deutschland. Ein Highlight war die Pr\u00e4sentation eines kompletten SAP HANA Deployments mit Alexa und Ansible in der AWS Cloud.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Systemadministrator viel mir bei diesen Pr\u00e4sentationen auf, dass sich diese prim\u00e4r um das Deployment drehten. Auf Fragen des anschlie\u00dfenden Betriebs und Aufgaben wie Wartung, Aktualisierung, etc. gingen die Beitr\u00e4ge nicht ein. Auf Nachfrage erfuhr man, dass hierzu keine Erfahrungen vorliegen oder noch an entsprechenden L\u00f6sungen gearbeitet wird. Schade. Sind doch gerade dies die Aufgaben, die meine t\u00e4gliche Arbeit bestimmen und das SysAdmin-Leben teilweise sehr schwer machen. So muss ich sagen, da wo es f\u00fcr uns interessant wird, h\u00f6rten die Vortr\u00e4ge meist auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Teilnehmer aus der Finanzbranche \u00e4u\u00dferten Kritik, dass Ansible, Ansible Tower und einige weitere der noch jungen Produkte, die gew\u00fcnschte Enterprise-Qualit\u00e4t vermissen lassen, welche man von der Basis-Distribution gewohnt ist und die man auch f\u00fcr die \u00fcbrigen Produkte erwartet. Das Team von Red Hat nahm die Kritik an und versprach diese mitzunehmen und bei der weiteren Entwicklung zu ber\u00fccksichtigen. Ich werde die Entwicklung weiter beobachten und pr\u00fcfen, ob sich einige der genannten Punkte wiederfinden lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Einer der am h\u00e4ufigsten genannten Kritikpunkte, welcher auch mir sehr am Herzen liegt, sind die Update-Mechanismen. So halte ich Syntax-\u00c4nderungen bei Minor-Updates von Ansible f\u00fcr ein Unding. K\u00f6nnen diese doch leicht daf\u00fcr sorgen, dass meine Playbooks und Rollen nicht mehr funktionieren. Zum Gl\u00fcck ist die Zahl meiner Playbooks und Rollen heute noch sehr \u00fcberschaubar und das Problem nicht gro\u00df. F\u00fcr Kunden mit vielen hundert Playbooks stellt dies jedoch ein gro\u00dfes \u00c4rgernis dar. Dies ist leicht nachvollziehbar, werden dadurch die Kosten auf Seiten des Kunden in die H\u00f6he getrieben.<\/p>\n\n\n\n<p>Keith Tenzer zeigte in seinem Vortrag, wie man mit Hilfe des Ansible Tower, GitHub und einer OpenStack Cloud eine CI\/CD-Umgebung aufbauen und nutzen kann. Sein Fazit lautete, dass man heute nicht mehr auf die Qualit\u00e4t genutzter Softwarekomponenten oder Herstellerprodukte vertrauen kann, sondern alle Komponenten eigenen Tests unterziehen muss. Diese Ansicht teilten nicht alle Teilnehmer. So wurde der Einwand ge\u00e4u\u00dfert, dass man als Kunde f\u00fcr Enterprise-Qualit\u00e4t bezahle und diese auch erwarte. Schlie\u00dflich zahle man Geld, um eigene Aufw\u00e4nde zu reduzieren und nicht zu steigern.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich schlie\u00dfe mich der ge\u00e4u\u00dferten Kritik in Teilen an. Zwar halte ich umfassende eigene Tests f\u00fcr wichtig, richtig und unausweichlich, doch ist der Aufbau einer CI\/CD-Umgebung zum Teil hochkomplex und mit einem nicht zu untersch\u00e4tzenden Wartungsaufwand verbunden. So ist eine CI\/CD-Landschaft f\u00fcr ein Hello-World-Programm sicher leichter zu gestalten, als z.B. f\u00fcr eine CampusManagement-Software.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun sehe ich CI\/CD auch durch die SysAdmin-Brille. F\u00fcr Entwickler und ihre Development-Workflows bietet CI\/CD unbestreitbare Vorteile. Mir stellt sich bei der Betrachtung jedoch auch die Frage:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Wer betreibt die Cloud? Wieviel Aufwand bringt dies mit sich?<\/li><li>Wer betreibt und aktualisiert die Werkzeuge wie Ansible Tower, GitHub, etc. pp. und wie gut skalieren diese Werkzeuge?<\/li><li>Habe ich mit CI\/CD wirklich weniger Aufw\u00e4nde und Kosten oder verlagern sich diese nur?<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Es wird wohl keine pauschalen Antworten auf diese Fragen geben, h\u00e4ngen sie doch zu sehr von organisationsspezifischen Faktoren ab.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Pers\u00f6nliches Fazit<\/h2>\n\n\n\n<p>Insgesamt war es eine gelungene Veranstaltung, von der ich einige neue Eindr\u00fccke mitgenommen habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Es wurde deutlich, dass auch Ansible nicht die heilige Handgranate ist, welche alle IT-Herausforderungen im Handumdrehen bew\u00e4ltigt. Doch hat dies glaube ich auch kaum jemand erwartet.<\/p>\n\n\n\n<p>Mir pers\u00f6nlich hat der Vortrag von G\u00fcnter Herold \u00fcber <em>Automation Culture<\/em> besonders gut gefallen. Er machte deutlich, dass Automatisierung keine Aufgabe von einzelnen Abteilungen oder Teams ist sondern nur Abteilungs- und Plattform\u00fcbergreifend das volle Potenzial entfalten kann. Dies leuchtet ein, sind an einem Dienst bzw. Gesch\u00e4ftsprozess doch h\u00e4ufig mehrere komplexe Systeme beteiligt, welche erst im Zusammenwirken einen Mehrwert f\u00fcr die Organisation erbringen.<\/p>\n\n\n\n<p>Fraglich bleibt, ob und wie wir in unserer Einrichtung von den Entwicklungen profitieren k\u00f6nnen. Sind wir doch eher klassisch organisiert und von DevOps noch weit entfernt. Doch m\u00fcssen wir uns ja auch nicht komplett an Idealen ausrichten, sondern finden vielleicht einen guten und effizienten Mittelweg.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 25. Juni 2019 fand in Frankfurt am Main das Red Hat Event Ansible Automates statt. Da der Einsatz von Ansible einen kleinen Teil meiner Arbeit darstellt, folgten ein Kollege und ich der Einladung zu diesem kostenlosen Marketing-Event. Es folgt ein kurzer Erfahrungsbericht. Die Veranstaltung wurde im 6. Stock (direkt unter dem Flachdach) des Fleming&#8217;s<span class=\"continue-reading\"> <a href=\"https:\/\/www.my-it-brain.de\/wordpress\/ansible-automates-frankfurt-2019\/\">[Weiterlesen&#8230;]<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_metis_text_type":"","_metis_text_length":0,"_post_count":0,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-2239","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.my-it-brain.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2239","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.my-it-brain.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.my-it-brain.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.my-it-brain.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.my-it-brain.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2239"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.my-it-brain.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2239\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2242,"href":"https:\/\/www.my-it-brain.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2239\/revisions\/2242"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.my-it-brain.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2239"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.my-it-brain.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2239"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.my-it-brain.de\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2239"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}